3. Liga · 32. Spieltag
22.08.2026Ljubicics Last-Minute-Doppelschlag: Kölns Geduld wurde belohnt
Der Plan des FC Viktoria Köln für diesen 32. Spieltag gegen den SC Verl dürfte klar gewesen sein: Die Dominanz aus dem Hinspiel, als man Verl auswärts mit 3:0 abfertigte, auch vor heimischer Kulisse fortsetzen. Man wollte das Spiel von Beginn an kontrollieren, Verl gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Doch der Ballbesitz (am Ende 47% für Köln zu 53% für Verl) offenbarte, dass dies nur bedingt gelang. Die Viktoria-Kicker rannten zwar mit beeindruckendem Eifer an, ballerten wie verrückt auf das Verler Tor, erarbeiteten sich zahlreiche Gelegenheiten, doch der Ball wollte lange Zeit nicht hinein. Torhüter Spahic im Kasten der Verler zeigte eine legendäre Leistung, hielt, was zu halten war und oft mehr. Das Gefühl in der Kabine dürfte gewesen sein: Man hatte zwar 12 Schüsse und einen xG-Wert von 5.3 erspielt, aber es fehlte schlicht das Glück im Abschluss.
So kam es, dass die Partie, die Köln eigentlich dominierte, von einzelnen Momenten geprägt wurde. In der 28. Minute löste Ljubicic die anfängliche Kölner Nervosität mit dem Führungstreffer. Doch Verl zeigte Effizienz und eine schnellere Ballrückeroberung (7 Sekunden im Schnitt), nutzte seine wenigen Gelegenheiten eiskalt: Nur fünf Torschüsse, ein xG von 2.7, aber in der 33. Minute traf Nmecha zum Ausgleich. Und als in der 78. Minute Essende sogar die Verler Führung erzielte, fragte man sich in der Kölner Coaching Zone, wie dieses Spiel noch zu gewinnen sein sollte. Verl hatte lediglich zweieinhalb Chancen, doch der Fußballgott schien auf ihrer Seite zu sein.
Doch der Glauben an die eigene Stärke schien bei Viktoria Köln nie zu brechen. Das Team schien sich gesagt zu haben: Wir gewinnen das am Ende doch noch. Und so kam es tatsächlich: In einer dramatischen Schlussphase gelang es Ljubicic in der 90. Minute zunächst der Ausgleich, um nur Momente später mit seinem dritten Treffer zum 3:2-Sieg den Deckel draufzusetzen. Am Ende gewann man, und das völlig unverdient war es nicht, trotz aller Schwierigkeiten und des Pechs vor dem Tor. Die 24 abgefangenen Bälle der Kölner zeugten auch von einer stabilen Defensive – die Nervenstärke vor dem Verler Tor kam nur sehr spät zum Vorschein.



































