2. Liga · 4. Spieltag
29.10.2026Vertessen schockt Leipzig: Kleeblatt feiert späten Auswärtssieg im Liga-Duell!
Was für ein Nachmittag in der 2. Liga, 4. Spieltag! Die Ausgangslage sprach eigentlich für RB Leipzig. Zu Hause wollten die Bullen die Saison weiter in Schwung bringen, während die Gäste der SpVgg Greuther Fürth nach drei Niederlagen in Folge dringend einen Umschwung benötigten. Die Kleeblätter standen unter Druck, aber diese Partie sollte beweisen, dass der Ball seine eigenen Gesetze schreibt.
Die Zuschauer erlebten eine intensive erste Halbzeit, in der die Leipziger zwar mehr Ballbesitz verbuchten (am Ende 56%), doch die Franken hielten robust dagegen. Es war ein hin und her, bis sich das Spiel kurz vor der Pause überschlug: In der 43. Minute jubelte Leipzig, als Doan einen präzisen Pass auf Ejuke spielte, der zur 1:0-Führung einnetzte. Doch die Freude währte nicht lange. Nur zwei Minuten später, quasi mit dem Pausenpfiff, schlug Fürth zurück! Nach Vorlage von Kalem war es Müller, der eiskalt zum 1:1 traf. Ein echter Schlagabtausch vor dem Gang in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang zeigten sich die Fürther, die im Spiel insgesamt 37 Zweikämpfe führten und 18 davon gewannen, als das effektivere Team. Während RB Leipzig zwar mit 7 Schüssen auf 6 von Fürth kam und sich auch mehr Pässe spielte, lag der xG-Wert (erwartete Tore) der Gäste mit 1.94 über dem der Leipziger (1.52). Dies deutete bereits an, dass Fürth trotz weniger Chancen die qualitativ besseren erarbeitete. Und diese nutzten sie eiskalt aus: In der 86. Minute war es Vertessen, der nach Vorlage von Sieb die 2:1-Führung für die SpVgg Greuther Fürth erzielte. Ein spätes Tor, das Leipzig sichtlich traf.
Doch es sollte noch schlimmer kommen für die Hausherren. In der 90. Minute machte Fürth den Deckel drauf – erneut war es Vertessen, der nach einer weiteren Vorlage von Sieb zum 3:1-Endstand einschob. Ein bitteres Ende für RB Leipzig, das sich durch zwei späte Gegentreffer die Punkte noch aus den Händen nehmen ließ. Die SpVgg Greuther Fürth feierte einen hart erkämpften und emotionalen Auswärtssieg, der nach drei Niederlagen Balsam für die Kleeblatt-Seele war und Leipzig nach einer dominanten Leistung in der Statistik doch noch in die Knie zwang.



































