Regionalliga Nord · 27. Spieltag
02.08.2007
Bor. MG
1 : 7
HSV
Cooljay Cool 02.08. Schnabel
16.200 Zuschauer
Torschützen
Bor. MG
  • Pereira 1
HSV
  • van der Vaart 2
  • Ben-Hatira 1
  • Berisha 1
  • Tyrala 3
Spielbericht
HSV nimmt Nordpark ein

Der HSV ging am heutigen Regio Nord Spieltag als klarer Favorit ins Spiel, haben die Gladbacher doch aufgrund eines ausgedehnten Urlaubs doch vor einem knappen Monat ihr letztes Ligaspiel absolviert. Spielpraxis sollte somit wohl ein Fremdwort für die Fohlen sein. Der HSV zwar in den letzten Wochen auch nicht gerade die Trainingsfleißigsten, aber dennoch Favorit.

Nach massiven Problemen mit der Flutlichtanlage, konnte das Spiel glücklicherweise doch noch mit 20minütiger Verspätung angepfiffen werden. In den ersten 20 Minuten des Spiels war es eine ausgeglichene Angelegenheit ohne große Höhepunkte. Beide Teams beschnupperten sich und wollten nicht ins offene Messer des Gegners laufen. Nach 25 Spielminuten war es Hamburgs Torschütze vom Dienst, Sebastian Tyrala, der einen krassen Torwartfehler zu nutzen wusste und unbedrängt aus 2m ins leere Tor zum 0:1 einschieben konnte. Der Bann war gebrochen und der HSV wurde nun mutiger und offensiver. Das Heimteam sah sich nun immer mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Folge dieser Drangperiode der Hamburger war das 0:2 durch abermals Tyrala in der 36. Minute. Dies war dann auch der Halbzeitstand und man ging einträchtig in die Katakomben des Nordparks.

Die 2. Halbzeit war keine fünf Minuten alt, da erzielte Änis Ben-Hatira das 0:3 und die Partie war eigentlich entschieden. Mit dem 0:4 von Fußballgott Rafael Ferdinand van der Vaart dann entgültig, doch nach dem 1:4 durch Pereira geriet die Defensivabteilung des HSV noch das ein ums andere mal ins Schwimmen und Gladbach hätte gut und gerne weitere Treffer erzielen können. In den letzten zehn Minuten drehte der HSV dann nocheinmal auf und spielte seine konditionellen Stärken aus. Drei weitere Tore sollte der HSV von der 79. bis zur 90. Minute erzielen. Berisha, van der Vaart und Tyrala waren die umjubelten Torschützen, die das Resultat auf ein stattliches 7:1 aus Hamburger Sicht schraubten.
Es war auf jeden Fall ein verdienter Sieg des HSV, der allerdings um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen ist. Letztendlich merkte man den Gladbacher die zu Beginn angesprochene fehlende Spielpraxis an und der HSV fährt wichtige drei Punkte im ausverkauften Nordpark ein. Das Fünkchen Hoffnung auf den 2. Tabellenplatz bleibt somit bestehen und man blickt positiv auf die anstehenden Aufgaben in der Regio Nord.



STATISTIKEN:




PRESSEKONFERENZ:

Simon Amberg:
"An einem Abend wie diesem, wird unseren Anhängern leider wieder schmerzhaft vor Augen geführt, dass wir nicht so weit sind, wie wir gerne wären. Umso verwunderlicher ist die Unterstützung, die uns entgegengebracht wieder einmal entgegen gebracht wurde. Heute haben wir zum wiederholten mal vor vollem Haus gespielt und unsere Fans haben nicht einmal ob dieser schweren und schmerzvollen 1:7 Schlappe aufgehört, uns zu unterstützen. Es tut weh, meine Jungs nach dem Spiel zu sehen, denn sie haben alles probiert, doch der Gegner war einfach übermächtig heute. Trotzdem macht es noch Spaß hier in Gladbach und auch die "Amberg"-Rufe taten gut, das kann ich ihnen sagen. Ich denke, ich liefere hier eine saubere Arbeit ab und das wird anscheinend honoriert. Nichtsdestotrotz würde ich mir wünschen, wenn wir in der nächsten Saison wieder etwas näher an die Aufstiegsränge rutschen würden ... alleine der tollen Fans wegen. Glückwunsch noch einmal an meinen wirklich kollegialen Trainer aus Hamburg, Georg "Schnabel". Er macht dort eine tolle Arbeit, die es einfach verdient hätte, mit dem Aufstieg belohnt zu werden. Ich jedenfalls drücke die Daumen ..."

Georg Weingarten:
"Es ist immer wieder sehr schön gegen die Gladbacher Fohlen mit ihrem Trainer Simon zu spielen. Wenn wir dann auch noch so ein Ergebnis erzielen können wie am heutigen Abend, gibt es kaum einen schöneren Gegner. Das Ergebnis ist zwar in dieser Höhe viel zu deutlich, aber im Aufstiegskampf kann am Ende jedes Tor zählen, so dass wir auch auf Freundschaften oder anders geartete Symphatien keine Rücksicht nehmen können. Ich möchte mir am Ende nämlich auf keinen Fall vorwerfen lassen müssen, dass man aufgrund einer laxen Spielweise den Aufstieg verspielt hat. Herrn Amberg wünsche ich im restlichen Verlauf der Saison weiterhin viel Erfolg und bedanke mich nocheinmal ausdrücklich für die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft in Gladbach."
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden.