Regionalliga Nord · 6. Spieltag
16.05.2004
WHV
0 : 7
CFC
hghajessen 16.05. Karsten7281
1.900 Zuschauer
Torschützen
WHV
  • Eigentor 1
CFC
  • Zdrilic 2
  • Tetzner 1
  • Meggle 3
Spielbericht
Wilhelmshaven - Während der Chemnitzer FC im Jadestadion den höchsten Sieg seiner VDFB-Geschichte feierte, musste der heimische SV Wilhelmshaven wie schon am ersten Spieltag gegen Babelsberg erneut ein desatröses Debakel hinnehmen und ging auf eigenem Platz mit 0:7 baden.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der SVW leistete sich kollosale Schnitzer in der Abwehr, die die Himmelblauen zu nutzen wussten. Dabei kombinierten die Gäste gefällig, starben ein ums andere Mal jedoch in Schönheit vor dem Tor - ein zweistelliges Ergebnis wäre im Bereich des Möglichen gewesen.

So war es zunächst Meggle, der mit einem lupenreinen Hattrick (8., 13., 24.) frühzeitig für klare Verhältnisse zugunsten des Favoriten sorgte.

Im Anschluss kamen die großen Auftritte des Florian Bartels. Der Wilhelmshavener Torhüter irrte zunächst ohne Ball vor seinem Strafraum herum. Die Chemnitzer schienen zunächst Mitleid mit dem 21jährigen Youngster zu haben und weigerten sich, den Ball einfach zu versenken. Alexander Tetzner allerdings schoss dann aus 45 Metern doch mal aufs Tor mit dem Gedanken, vielleicht das Tor zu verfehlen. Doch er traf - und so musste der todunglückliche Keeper den Ball zum vierten Bal aus dem Netz fischen (26.) Doch es sollte noch schlimmer kommen. Kurz vor der Pause versuchte der SVW mit Querpässen in der eigenen Verteidigung Schadensbegrenzung zu betreiben - ein Taktik, die sich allerdings bereits lange als untauglcih herausgestellt hatte, hatten die Nordlichter doch fast sämtliche Chenmnitzer Torchancen durch Ballverluste direkt vor dem eigenen Strafraum eingeleitet. Wo war ich? Richtig. Der Torwart. Nun...wer erinnert sich noch an das Champions-League-Vorrundenspiel zwischen Borussia Dortmund und Rosenborg Trondheim anno 1999? Jens Lehmann befand sich gerade im für ihn tiefsten Tal seiner Dortmunder Zeit und spielte im eigenen Strafraum einen Querpass.....der mit viel Effet an den langen Pfosten trudelte. Ähnliches geschah eben dem armen Florian Bartels - mit dem Unterschied, dass er die Pille eiskalt versenkte (43.)

In Hälfte zwei stellte der CFC versuchsweise das System um und spielte in erster Linie für die Galerie. Zdrilic per Foulelfmeter (54.) und im Fallen einen Meter vor dem leeren Tor aus spitzem Winkel (89.) stellte den Endstand her.

0:7 - eine deutliche Packung für den Aufsteiger. Dennoch versteckte sich Coach Hajessen wie gewohnt nicht und stellte sich geduldig den Fragen der Presse. "Die Chemnitzer waren supifair und gut. Wie dagegen aber auch grotte bis auf den Kampfgeist nach dem 0:6." Diesen muss man den Mannen aus Wilhelmshaven allerdings wirklich zugute halten, sie beteiligten sich auch bei hohem Rückstand weiterhin am Fußballspiel - leider, ohne dabei auch nur eine einzige wirkliche Torchance zu erspielen. "Respekt vor den Chemnitzern," so Hajessen weiter, "die haben sportlich gewonnen, ohne Standartsituationen und oft den schweren Spielzug versucht. Das Eigentor von Florian Bartels - ich hab ihn direkt in der Halbzeit gefragt - das war keine Absicht. Auch wenn's so aussah. Er wollte das Spiel beruhigen, einen langen Querpass spielen, das Spiel verlagern - aber nicht ins eigene Netz." Und zum Schluss in altbewährter Manier: "Der CFC genial, war die sieben Dinger besser. SVW mau, Trainer vor Rauswurf."

Karsten Schröder lobte indes den von den Wilhelmshavenern gezeigten Kampfgeist und freute sich, endlich mal so richtig viele Tore seiner Mannen gesehen zu haben.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden.