Regionalliga Nord · 3. Spieltag
28.04.2004
CFC
2 : 1
Verl
Karsten7281 28.04. Udo
20.300 Zuschauer
Torschützen
CFC
  • Zdrilic 1
  • Tetzner 1
Verl
  • Rraklli 1
Spielbericht
Die Heimpremiere des Chemnitzer FC ist grad noch einmal gutgegangen. In einem spannenden Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten konnten die Sachsen alle Punkte an der Gellertstraße behalten, während die Gäste aus Verl leer ausgingen.

Der CFC spielte von Beginn an munter nach vorne und schnürte die Westfalen um den eigenen Strafraum herum nahezu ein. Himmelblau kombinierte gefällig und kam zu einigen guten Tormöglichkeiten. Allein mangelte es mal wieder am Abschluss. In der 17. Spielminute dann helle Aufregung: Nach einen Rempler gegen Avdic entschied Schiedsrichter Schießmichtot auf Strafstoß für die Gastgeber. Verls Trainer Udo Neese war außer sich - Zdrilic verwandelte kompromisslos zur verdienten Führung. "Den kann er geben, muss er aber nicht", war dann auch das Fazit des Chemnitzer Trainers Karsten Schröder.

Es blieb auch in der Folge ein Spiel auf ein Tor. Insgesamt kam CFC-Keeper Bobel nur auf ganze zwei Ballberührungen in der gesamten ersten Halbzeit, zu deren Ende Alexander Tetzner das erlösende 2:0 mit einem fulminanten Freistoß erzielen konnte. Eine hochverdiente und vermeintlich komfortable Halbzeitführung für die Gastgeber.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs jedoch, stellten die Gäste um und beteiligten sich fortan am Spiel. Heraus kamen zunächst nur zwei harmlose Warnschüsse auf das Tor von Bobel, doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Verler sicherer in ihren Kombinationen. Bei den Gastgeber indes lief dagegen ÜBERHAUPT GAR NICHTS mehr nach vorne. Immerhin: Der CFC ließ auch kaum gefährliche Torszenen des Gegner zu. Kaum. In der 74. Minute lief plötzlich Rraklli in zentraler Position allein aufs Tor zu, Bobel rannte unmotiviert aus seinem Kasten heraus, und der Albaner versenkte den Ball locker zum Anschlusstreffer.

Nun ging das große Zittern los, das die Himmelblauen durch ruhiges Spiel in den Griff zu bekommen versuchten. Tatsächlich kamen die Gastgeber noch ganze dreimal durchaus gefährlich vor des Gegners Tor, wohlbemerkt erst NACH dessen Treffer. Das ist eindeutig zu wenig für eine Mannschaft dieser Qualität, und hätte es beim SC Verl nicht am Abschluss oder am letzten Pass gemangelt - eine Überraschung wäre möglich gewesen.

Aufgrund der Leistungen in der ersten Halbzeit ist der Sieg jedoch alles in allem verdient. Hier stand Verl gar nicht auf dem Platz und war mit dem 0:2 gut bedient. Umso bemerkenswerter, wie die Spieler der Gäste nach dem Wechsel Moral bewiesen und dem hohen Favoriten das Leben schwer machten.
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