Regionalliga Nord · 11. Spieltag
26.08.200313.300 Zuschauer
Torschützen
CFC - Tetzner 3
- Gfreiter 1
- Pereira 3
Spielbericht
Kommt der Serienmeister der 70er Jahre, rappelt auch in Chemnitz die Bude. Der Schatzmeister im ausverkauften Stadion an der Gellertstraße freute sich über 16.100 Zuschauer und 241.500 Euro Eintrittsgelder.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Der CFC wollte sich durch einen Sieg vom Mittelfeld absetzen, während die Gäste vom Niederrhein nach dem katastrophalen Saisonauftakt nun versuchen wollten, sich endgültig im Mittelfeld der Liga zu etablieren. Fraglich schien nur, ob die Himmelblauen nach ihrer langen Spielpause direkt in den Ligaalltag würden zurück finden können.
Die Antwort war: Ja! Chemnitz mit Anstoß und zunächst dem Versuch das Spiel zu kontrollieren, Ball und Gegner laufen zu lassen. So plätscherte die Begegnung zunächst dahin, als unvermittelt Harald Gfreiter mustergültig mit einem Pass in den Lauf bedient wurde, so dass er den Ball mit der ersten Aktion in Richtung Tor bereits in selbigem unterbringen konnte (8.)
Doch die frühe Führung verlieh den Chemnitzern nur scheinbar Sicherheit. Nachdem es kurze Zeit so ausgesehen hatte, als würden die Chemnitzer sich nun drauf und dran machen, die Führung schnellstmöglich auszubauen, nach etwa zehn, zwölf Minuten auch die Gladbacher auf den Platz ;-) und bestimmten fortan das Spiel. Der Ausgleich (20.), den Pereira im zweiten Versuch erzielen konnte, nachdem er zuvor an Bobel gescheitert war, markierte dann endgültig einen Riss im Spiel der Hausherren. Diesen gelang nun nicht mehr viel, und die Borussia versäumte es durch das konsequente Auslassen bester Torchancen, in Führung zu gehen.
Wie's geht demonstrierten die Chemnitzer. Sie hatten schienen sich mal wieder in der gegnerischen Abwehr festgerannt zu haben, als Zdrilic einen Blitzpass auf den Flügel zu Gfreiter spielte, der eine mustergültige Flanke in den Strafraum schlug. Tetzner setzte sich ebenso mustergültig wie energisch im Kopfballduell gegen zwei Gladbacher Verteidiger durch und wuchtete den Ball mit der Stirn ins Tor (34.). Die zweite Chance für die Gastgeber und das zweite Tor. Torwart Schlösser war in dieser Szene schuld- und machtlos.
Doch der erneute Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Pereira, der im Strafraum bedient wurde und einlochte (40.).
Zur Halbzeit stand ein 2:2 zu Buche.
Aus der Kabine kam eine weiterhin starke Mannschaft aus Mönchengladbach aber auch ein wie ausgewechselt wirkender Chemnitzer FC. Dadurch entwickelte sich nun ein mitreißendes und ausgeglichenes Fußballspiel. Chancen gab es hüben wie drüben, doch nun zeigten die Gladbacher ihren Wirten, wie man Tore zu erzielen hat.
Zdrilic hatte sich auf Rechts durchgesetzt und quer auf Tetzner gepasst. Dieser versuchte, den Ball am heraus stürzenden Gladbacher Keeper vorbei zu schieben, was ihm jedoch misslang. Schlösser war auf dem Posten. Fast im Gegenzug dann eine nahezu exakte Kopie der Szene. Doch Pereira zum Dritten bedankte sich artig für die Freiheit vor dem Tor und brachte die Gäste erstmals in Führung (65.).
Was dem 3:3 durch Tetzner (76.) folgte, war dann so etwas ähnliches wie der helle Wahnsinn. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, es schien, als würde der nächste Fehler die sichere Niederlage bringen. Doch dem war nicht so, denn umgekehrt wurde ein Schuh draus. In der 89. Minute lief in der ansonsten in Halbzeit zwei guten Chemnitzer Verteidigung plötzlich nichts mehr zusammen, und der Ball rolte Pereira vor die Füße. Dieser jedoch scheiterte am heute glänzend haltenden Tomasz Bobel, der die kurze Ecke zumachte und zu einer eben solchen (aber nicht kurzen) klärte. Flach kam der Ball in den Strafraum der Gastgeber, Getümmel und letztlich Ballgewinn für Himmelblau. Und was dann kam, war der wohl blitzsauberste Konter in der Regionalliga-Zeit des Chemnitzer FC. Absolut perfekt spielten sie schnell nach vorne, nutzten die Überzahl, Avdic mit dem überlegten Pass auf Alexander Tetzner, und dann flippten sie alle aus, denn in der 90. Minute lag der Ball tatsächlich zum 4:3 im Tor der Mönchengladbacher.
Als das Spiel bald darauf zu Ende war, konnte man dem Chemnitzer Trainer Karsten Schröder die Erleichterung anmerken: "Ich bin froh, dass wir auch solche Spiele gewinnen können. Ein überaus glücklicher, wenn nicht unverdienter Sieg." Dem schloss sich sein Kollege Simon Amberg an, doch ließ er keinen Zweifel daran, dass das Spiel "klasse" gewesen sei.
Legt man die zweite Halbzeit zu Grunde, hätte diese Partie zwei Sieger verdient gehabt, aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang geht der Chemnitzer Sieg sicherlich in Ordnung. In der ersten Halbzeit jedoch hätte die Borussia das Spiel bereits zu ihren Gunsten entscheiden müssen, was sie versäumte. Dafür wurde sie am Ende bitter bestraft.
Tore: 1:0 Gfreiter (8.), 1:1 Pereira (20.), 2:1 Tetzner (34.), 2:2 Pereira (40.), 2:3 Pereira (65.), 3:3 Tetzner (76.), 4:3 Tetzner (90.)
Torschüsse: 8:10
davon aufs Tor: 5:8
Zweikämpfe gewonnen: 11:13
Zweikämpfe verloren: 13:11 ;-)
angekommene Pässe: 83% : 79%
Ballbesitz: 49:51
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Der CFC wollte sich durch einen Sieg vom Mittelfeld absetzen, während die Gäste vom Niederrhein nach dem katastrophalen Saisonauftakt nun versuchen wollten, sich endgültig im Mittelfeld der Liga zu etablieren. Fraglich schien nur, ob die Himmelblauen nach ihrer langen Spielpause direkt in den Ligaalltag würden zurück finden können.
Die Antwort war: Ja! Chemnitz mit Anstoß und zunächst dem Versuch das Spiel zu kontrollieren, Ball und Gegner laufen zu lassen. So plätscherte die Begegnung zunächst dahin, als unvermittelt Harald Gfreiter mustergültig mit einem Pass in den Lauf bedient wurde, so dass er den Ball mit der ersten Aktion in Richtung Tor bereits in selbigem unterbringen konnte (8.)
Doch die frühe Führung verlieh den Chemnitzern nur scheinbar Sicherheit. Nachdem es kurze Zeit so ausgesehen hatte, als würden die Chemnitzer sich nun drauf und dran machen, die Führung schnellstmöglich auszubauen, nach etwa zehn, zwölf Minuten auch die Gladbacher auf den Platz ;-) und bestimmten fortan das Spiel. Der Ausgleich (20.), den Pereira im zweiten Versuch erzielen konnte, nachdem er zuvor an Bobel gescheitert war, markierte dann endgültig einen Riss im Spiel der Hausherren. Diesen gelang nun nicht mehr viel, und die Borussia versäumte es durch das konsequente Auslassen bester Torchancen, in Führung zu gehen.
Wie's geht demonstrierten die Chemnitzer. Sie hatten schienen sich mal wieder in der gegnerischen Abwehr festgerannt zu haben, als Zdrilic einen Blitzpass auf den Flügel zu Gfreiter spielte, der eine mustergültige Flanke in den Strafraum schlug. Tetzner setzte sich ebenso mustergültig wie energisch im Kopfballduell gegen zwei Gladbacher Verteidiger durch und wuchtete den Ball mit der Stirn ins Tor (34.). Die zweite Chance für die Gastgeber und das zweite Tor. Torwart Schlösser war in dieser Szene schuld- und machtlos.
Doch der erneute Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Pereira, der im Strafraum bedient wurde und einlochte (40.).
Zur Halbzeit stand ein 2:2 zu Buche.
Aus der Kabine kam eine weiterhin starke Mannschaft aus Mönchengladbach aber auch ein wie ausgewechselt wirkender Chemnitzer FC. Dadurch entwickelte sich nun ein mitreißendes und ausgeglichenes Fußballspiel. Chancen gab es hüben wie drüben, doch nun zeigten die Gladbacher ihren Wirten, wie man Tore zu erzielen hat.
Zdrilic hatte sich auf Rechts durchgesetzt und quer auf Tetzner gepasst. Dieser versuchte, den Ball am heraus stürzenden Gladbacher Keeper vorbei zu schieben, was ihm jedoch misslang. Schlösser war auf dem Posten. Fast im Gegenzug dann eine nahezu exakte Kopie der Szene. Doch Pereira zum Dritten bedankte sich artig für die Freiheit vor dem Tor und brachte die Gäste erstmals in Führung (65.).
Was dem 3:3 durch Tetzner (76.) folgte, war dann so etwas ähnliches wie der helle Wahnsinn. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, es schien, als würde der nächste Fehler die sichere Niederlage bringen. Doch dem war nicht so, denn umgekehrt wurde ein Schuh draus. In der 89. Minute lief in der ansonsten in Halbzeit zwei guten Chemnitzer Verteidigung plötzlich nichts mehr zusammen, und der Ball rolte Pereira vor die Füße. Dieser jedoch scheiterte am heute glänzend haltenden Tomasz Bobel, der die kurze Ecke zumachte und zu einer eben solchen (aber nicht kurzen) klärte. Flach kam der Ball in den Strafraum der Gastgeber, Getümmel und letztlich Ballgewinn für Himmelblau. Und was dann kam, war der wohl blitzsauberste Konter in der Regionalliga-Zeit des Chemnitzer FC. Absolut perfekt spielten sie schnell nach vorne, nutzten die Überzahl, Avdic mit dem überlegten Pass auf Alexander Tetzner, und dann flippten sie alle aus, denn in der 90. Minute lag der Ball tatsächlich zum 4:3 im Tor der Mönchengladbacher.
Als das Spiel bald darauf zu Ende war, konnte man dem Chemnitzer Trainer Karsten Schröder die Erleichterung anmerken: "Ich bin froh, dass wir auch solche Spiele gewinnen können. Ein überaus glücklicher, wenn nicht unverdienter Sieg." Dem schloss sich sein Kollege Simon Amberg an, doch ließ er keinen Zweifel daran, dass das Spiel "klasse" gewesen sei.
Legt man die zweite Halbzeit zu Grunde, hätte diese Partie zwei Sieger verdient gehabt, aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang geht der Chemnitzer Sieg sicherlich in Ordnung. In der ersten Halbzeit jedoch hätte die Borussia das Spiel bereits zu ihren Gunsten entscheiden müssen, was sie versäumte. Dafür wurde sie am Ende bitter bestraft.
Tore: 1:0 Gfreiter (8.), 1:1 Pereira (20.), 2:1 Tetzner (34.), 2:2 Pereira (40.), 2:3 Pereira (65.), 3:3 Tetzner (76.), 4:3 Tetzner (90.)
Torschüsse: 8:10
davon aufs Tor: 5:8
Zweikämpfe gewonnen: 11:13
Zweikämpfe verloren: 13:11 ;-)
angekommene Pässe: 83% : 79%
Ballbesitz: 49:51
Kommentare (6)
Glückwunsch nach Chemnitz. Simons Enttäuschung wird noch verständlicher wenn man bedenkt, dass er eine Stunde zuvor im Spiel gegen Leipzig ebenfalls in der Nachspielzeit erst der Ausgleich gegen ihn fiel. Ich befürchte, ich bringe ihm als Zuschauer nicht gerade Glück:-(
Someg · 26.08.2003 08:12 Uhr
Glückwunsch nach Chemnitz. Simons Enttäuschung wird noch verständlicher wenn man bedenkt, dass er eine Stunde zuvor im Spiel gegen Leipzig ebenfalls in der Nachspielzeit erst der Ausgleich gegen ihn fiel. Ich befürchte, ich bringe ihm als Zuschauer nicht gerade Glück:-(
Someg · 26.08.2003 08:12 Uhr
Du solltest bei Fehlpässen nicht so oft pfeifen, das verunsichert ihn ;-)
Karsten7281 · 26.08.2003 08:42 Uhr
Du solltest bei Fehlpässen nicht so oft pfeifen, das verunsichert ihn ;-)
Karsten7281 · 26.08.2003 08:42 Uhr
Ich habe Simon an einen Guru verwiesen, der seine Nervenstärke auf Simons Team projezieren wird. So kann das ja nun wirklich nicht mehr weitergehen:-(
Someg · 26.08.2003 10:53 Uhr
Ich habe Simon an einen Guru verwiesen, der seine Nervenstärke auf Simons Team projezieren wird. So kann das ja nun wirklich nicht mehr weitergehen:-(
Someg · 26.08.2003 10:53 Uhr