Regionalliga Nord · 18. Spieltag
29.01.2003Torschützen
CFC - Meggle 1
- Kunze 1
- Cichon 1
- Thomas 1
Spielbericht
1:0 Meggle (13.)
1:1 Thomas (16.)
1:2 Cichon (40.)
2:2 Kunze (66.)
Unter keinem guten Stern stand das Regionalligaspiel zwischen dem Chemnitzer FC und Eintracht Braunschweig. Hatte die Partie bereits vergangene Woche wegen Unbespielbarkeit des Platzes verschoben werden müssen, so fiel am heutigen Tag nach 52 Minuten das Chemnitzer Flutlicht (Gamepad) aus, bevor das Spiel schließlich nach längerer Unterbrechung zu Ende gebracht werden konnte. Doch der Reihe nach.
Die Anfangsphase, wie die gesamte erste Halbzeit, war gekennzeichnet von zahlreichen Aufbaufehlern auf beiden Seiten, die Braunschweiger allerdings schienen ihrer Favoritenrollte gerecht werden zu wollen. Doch waren es zunächst die Gastgeber, die für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgten und auch prompt belohnt wurden. Lars Kindgen zirkelte eine perfekt getimte Flanke in den Rücken der Abwehr. Meggle rauschte von hinten heran und konnte Torsteher Rott mit einem sehenswerten Kopfball überwinden (13.).
Die Freude der Chemnitzer währte nicht lange, respektive ZU lange, denn bereits im direkten Gegenzug brachten die Sachsen den Ball nicht aus dem Sechzehner, Olaf Renn spielte Thomas den Ball direkt in die Füße, der sich artig bedankte (16.).
In der Folge plätscherte das kampfbetonte Spiel dahin. Eines der zahlreichen mehr oder minder sauberen Tacklings führte jedoch zu einem Freistoß für die Gäste. Cichon legte sich auf der rechten Seite im spitzen Winkel zum Tor etwa vier Meter von der Grundlinie entfernt den Ball zurecht, und überraschte alle mit einem direkten Torschuss. Am besten gelang im die Überraschung bei Tomasz Bobel, der bei diesem Treffer (40.)ganz schlecht aussah, und nach dem Spiel folgerichtig meinte: "Verdammte S$&"ei(e, leckt mich doch alle am &r$c(!"
Mit 1:2 ging es in die Pause, die kurz darauf von einer weiteren unfreiwilligen Unterbrechung gefolgt wurde. Doch die ersten sieben Minuten der zweiten Hälfte verliefen durchaus vielversprechend, Danilo Kunze scheiterte freistehend mit einem Schuss aus der Drehung an Rott (50.), Jacob Thomas fand im Gegenzug im ansonsten überragenden Bobel seinen Meister.
Nach der technisch bedingten Unterbrechung drückten die Himmelblauen mächtig aufs Tempo. Doch nach einer Stunde Spielzeit scheiterten nacheinander zunächst Haehnge, dann Gfreiter und schließlich Meggle am am Boden liegenden Rott. Es war zum Haareraufen, und genau dies tat auch Karsten Schröder, der Chemnitzer Trainer, in dieser Situation. Doch die Beharlichkeit der Sachsen sollte sich wenig später auszahlen. Kindgen spielte von rechtsaußen einen klugen Pass auf Kunze, der Cichon stehen ließ und den Ball zum erlösenden Ausgleich in die Maschen donnerte.
Es entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch mit Torszenen auf beiden Seiten. In den Schlusssekunden musste Bobel zunächst in höchster Not für den CFC klären, doch der abgeblockte Ball landete bei Thomas. Und der brachte es allen Ernstes fertig, den Ball freistehend aus elf Metern über den leeren Kasten zu hauen.
Alles in allem kann man von einer gerechten Punkteteilung sprechen, die allerdings keiner der beiden Mannschaften wirklich weiterhilt.
Das sagten die Trainer:
Joachim Wieltsch (Braunschweig): ja, da kann ich nur sagen, für einen Aufstiegskandidaten müssen eigentlich 3 punkte drin sein auch wenn man IN chemnitz auswärts spielt, aber die frische , aufgeweckte spielweise der chemnitzer war einfach Mindestens ebenbürtig mit der Leistung meiner spieler, man konnte sehen , in chemnitz tut sich was, die haben die winterpause NICHT zum schlafen genutzt...Und für die fans auch ein wunderbares spiel, 4 tore, gerecht aufgeteilt , sie sollten zufrieden sein mit "ihrem" club... Ich für mich werde meine Taktik nochmal überdenken, aber genaueres sage ich ihnen erst am nächsten samstag... Wie gesagt : "nach dem spiel ist vor dem spiel", und deswegen bleibt uns nichts anders übrig als weiterzutrainieren, und nächstes mal die ersten heimpunkte der rückrunde zu holen, am besten 3.....
Karsten Schröder (Chemnitz): Schade, dass wir so früh das 1:1 bekommen haben. Durch den Münsteraner Fehlstart hätten wir uns heute durch drei Punkte ein sattes Polster nach unten schaffen können. Im großen und ganzen bin ich jedoch zufrieden. Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen die starken Teams bestehen können, doch bringt uns diese Erkenntnis nicht weiter, wenn wir jetzt nicht Aue klar schlagen. Das erwarten unsere Fans von uns, und wir wollen sie nicht enttäuschen.
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