VDFB-Pokal · Qualifikationsrunde
25.10.2026Preußen Münster entreißt VfB Stuttgart in letzter Sekunde den Pokalsieg
Der VfB Stuttgart erlebte im VDFB-Pokal gegen den SC Preußen Münster eine Partie, die aus ihrer Sicht schmerzhaft endete. Trotz einer frühen und dominanten Phase, in der man die Weichen auf Sieg gestellt zu haben schien, konnten die Schwaben den Vorsprung nicht über die Ziellinie bringen. Es war eine Begegnung, die verdeutlichte, wie entscheidend Konzentration und Widerstandsfähigkeit über die volle Distanz sind, besonders wenn der Gegner nicht aufgibt.
Die Stuttgarter legten furios los und zeigten sich in der Anfangsphase äußerst effizient. Bereits in der 4. Minute traf Moukoko nach Vorlage von Tomás, und nur fünf Minuten später legte Moukoko nach Vorarbeit von Wahi erneut nach, wodurch der VfB schon früh mit 2:0 führte. Dieses frühe Übergewicht suggerierte eine Kontrolle über das Spiel, die sich später jedoch als trügerisch erwies. Zwar gelang Münster der Anschlusstreffer durch Miyoshi (27. Minute), doch Tomás stellte kurz vor der Pause (43. Minute) die komfortable Zweitoreführung für den VfB wieder her.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild grundlegend. Der SC Preußen Münster kam entschlossener aus der Kabine und legte eine beeindruckende Aufholjagd hin. Hrgota verkürzte (58. Minute), und keine zehn Minuten später (67. Minute) glich Miyoshi nach Vorlage von Hrgota sogar aus. Die Stuttgarter mussten die Partie nun neu sortieren. Zwar schien Hottmanns Treffer in der 70. Minute, der den VfB erneut in Führung brachte, eine letzte Antwort zu sein, doch Münster bewies eine bemerkenswerte Moral.
Die Statistik beleuchtet die Dynamik der zweiten Halbzeit eindringlich: Der VfB Stuttgart hatte zwar mit 54 Prozent mehr Ballbesitz und gewann die Ballrückeroberung im Schnitt zwei Sekunden schneller (8 zu 10 Sekunden), doch Preußen Münster zeigte mehr Abschlussstärke und Biss. Zehn Schüsse standen Münsters Konto zu Buche, während Stuttgart auf acht kam. Die Qualität der Chancen war auf beiden Seiten hoch, wie die nahezu identischen xG-Werte von 2.78 (Münster) zu 2.82 (Stuttgart) belegten. Münsters Wille im Zweikampf, obwohl die genaue Gewinnrate nicht den vollen Umfang des Einsatzes widerspiegeln mag, war spürbar. Die Entscheidung fiel buchstäblich in der letzten Spielminute: Miyoshi erzielte den späten Ausgleichstreffer zum 4:4, was den Stuttgartern den sicher geglaubten Pokalsieg noch entriss und sie mit einem Gefühl der verpassten Chance zurückließ.



































