VDFB-Pokal · Qualifikationsrunde
22.10.2026Gladbachs Pokal-Traum platzt: Jovic-Gala zerlegt die Fohlen
Für Borussia Mönchengladbach endete die erste Pokalrunde in der VDFB in einem wahren Desaster. Mit der Ambition, auswärts bei Rot-Weiss Essen ein Zeichen zu setzen, gerieten die Fohlen von Beginn an unter massiven Druck und erlebten einen Abend, der in den Geschichtsbüchern der Liga seinen unrühmlichen Platz finden wird. Der Traum vom Weiterkommen zerschlug sich binnen kürzester Zeit – die Dominanz der Hausherren war erdrückend.
Bereits nach neun Minuten schlug Jovic von Rot-Weiss Essen das erste Mal zu, per Vorlage von Safi. Es war der Auftakt zu einem fulminanten Auftritt des Essener Angreifers, der die Gladbacher Defensive wiederholt düpierte. Zehn Minuten später traf Jovic erneut zum 2:0 (19. Minute), wieder nach Zuspiel von Safi. Borussia versuchte zwar, dagegenzuhalten und verbuchte am Ende mit 104 geführten Zweikämpfen sogar mehr Duelle als der Gegner, doch die Effizienz fehlte gänzlich. Rot-Weiss Essen hingegen nutzte seine wenigen Gelegenheiten eiskalt, wie die Statistik von 13 zu 5 Schüssen und einem xG-Wert von 4.29 für Essen im Vergleich zu 0.5 für Gladbach eindrucksvoll belegte.
Noch vor der Pause nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf. Safi erhöhte in der 37. Minute auf 3:0, bevor Jovic mit zwei weiteren Treffern (40., 45. Minute), einmal per Safi-Zuspiel und einmal auf Vorlage von Terrier, seinen Viererpack perfekt machte. Mit einem fast schon surrealen Halbzeitstand von 5:0 ging Borussia Mönchengladbach in die Kabine, wo die Erkenntnis einer sportlichen Bankrotterklärung reifte. Der Ballbesitz von 57 Prozent für Essen und die hohe Passgenauigkeit von 87 Prozent spiegelten die Kontrolle der Heimmannschaft wider.
Nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen zumindest der Ehrentreffer: Musonda verkürzte in der 58. Minute auf 5:1 nach Vorarbeit von Skrzybski. Ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten finsteren Abend, der jedoch schnell wieder verblasste. Rot-Weiss Essen schaltete in der Schlussphase noch einmal hoch und untermauerte die eigene Überlegenheit. Mateta setzte mit einem Doppelpack in der 84. und 88. Minute den Schlusspunkt zum 7:1-Endstand. Vorlagengeber waren Gayret und Waidner. Für Borussia Mönchengladbach bleibt die Erkenntnis, dass im Pokal der VDFB ein völlig anderes Kaliber wartete, als man erwartet hatte.



































