VDFB-Pokal · Viertelfinale
05.08.2026Sturmflut im Volkspark: HSV demontiert VfB Stuttgart im Pokal
Was für ein Spektakel im VDFB-Pokal! Die 3. Runde hielt ein Duell bereit, das in seiner Dramatik und Einseitigkeit kaum zu überbieten war. Der Hamburger SV empfing den VfB Stuttgart im heimischen Volksparkstadion und zelebrierte eine wahre Torgala, die den Gästen aus dem Schwabenland wohl noch lange in den Knochen stecken wird. Am Ende stand ein sensationelles 7:1 auf der Anzeigetafel, das die Überlegenheit des HSV eindrucksvoll untermauerte.
Von Beginn an war klar, wer hier Herr im Hause war. Der HSV dominierte Ball und Gegner nach Belieben, was sich auch in der beeindruckenden Ballbesitzquote von 68 Prozent widerspiegelte. Der VfB, mit nur 32 Prozent Ballbesitz und gerade einmal 4 Schüssen über die gesamte Spielzeit, fand schlichtweg kein Rezept gegen die Spielfreude der Hanseaten. Schon nach zehn Minuten brach Bahoya den Bann und legte nur fünf Minuten später mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 nach. Der VfB wirkte überfordert, ehe Rutter (18.) und Guerreiro (20.) binnen zwei Minuten auf ein atemberaubendes 4:0 erhöhten. Ein Schützenfest der Extraklasse bahnte sich an, und die erwarteten Tore (xG) von 5,8 für den HSV gegenüber mageren 0,6 für Stuttgart sprachen Bände über die Chancenqualität.
Ein kurzes Aufbäumen des VfB ließ die Fans hoffen, als Nusa in der 24. Minute das vermeintliche Lebenszeichen zum 4:1 setzte. Doch die Freude währte nur kurz. Der HSV antwortete postwendend: Rutter stellte in der 27. Minute den alten Abstand wieder her. Die Stuttgarter, die zwar 26 Zweikämpfe führten, aber nur 2 davon gewannen (HSV: 7 Zweikämpfe, 4 gewonnen), konnten dem Sturmlauf nichts entgegensetzen. Kurz vor der Pause krönten Musiala (39.) und erneut Rutter (45.) ihre überragende Halbzeit mit zwei weiteren Treffern. Das 7:1 zur Halbzeit war ein Statement, das die Stuttgarter mit gesenkten Köpfen in die Kabine schickte. Der HSV spielte sich in einen Rausch, der den VfB Stuttgart förmlich überrollte.
Auch wenn die zweite Halbzeit keine weiteren Tore mehr hervorbrachte, änderte dies nichts am Gesamtbild. Der Hamburger SV zog verdient und mit einer Demonstration der Stärke in die nächste Pokalrunde ein. Für den VfB Stuttgart bleibt die Erkenntnis, dass an diesem Abend im Volksparkstadion schlichtweg nichts zu holen war. Eine Lehrstunde, die man in Schwaben schnellstmöglich abhaken möchte.



































