3. Liga · 34. Spieltag
28.08.2026Hertha krönt sich im Tollhaus zur 3. Liga-Meisterin: Ein Herzschlagfinale
Der 34. Spieltag der 3. Liga versprach Brisanz, als sich Hertha BSC, mit 83 Punkten auf Platz zwei lauernd, und Alemannia Aachen, Dritte der Tabelle mit 69 Zählern, gegenüberstanden. Für die Hertha ging es um die goldene Chance, sich im eigenen Stadion die Meisterschaft zu sichern. Doch was dann auf dem Rasen geschah, war nichts für schwache Nerven oder zarte Gemüter. Es war ein Spektakel, das selbst alte Hasen ins Schwitzen brachte.
Aachen schien fest entschlossen, die Meisterfeier auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Mit einem Blitzstart durch Tabakovic in der 3. und 7. Minute, jeweils mustergültig von Gray und Tillman vorbereitet, zogen die Gäste davon. Kurz vor der Pause legte Tabakovic sogar noch das dritte Tor nach – wieder mit Tillman als Assistent. Ein lupenreiner Hattrick, der die Hertha-Fans wohl schon vom Stadionparkplatz träumen ließ. Doch Fußball hat seine eigenen Gesetze. Direkt nach dem Wiederanpfiff meldete sich Embolo für Hertha in der 46. Minute zurück, und der Glaube kehrte schlagartig zurück. Die Berliner erspielten sich am Ende 52 Prozent Ballbesitz und eine erstaunliche xG-Bilanz von 4.5, während Aachen bei 2.9 xG verharrte – ein klares Indiz, wie viele Gelegenheiten die Hertha liegenließ, ehe sie in den Schlussminuten zuschlug.
Was sich in den letzten zwölf Minuten ereignete, war purer Wahnsinn. Embolo, angetrieben von einer glänzenden Vorlage Juranovics, schob in der 78. Minute zum 2:3 ein. Nur vier Minuten später war es Millot, erneut nach Vorarbeit von Juranovic, der den Ausgleich zum 3:3 besorgte. Das Stadion kochte, und dann, kurz vor dem Abpfiff in der 89. Minute, schoss Embolo mit seinem dritten Treffer das 4:3. Ascacíbar lieferte die entscheidende Vorlage zum Siegtreffer. Die Hertha drehte das Spiel mit einer beeindruckenden Willensleistung und krönte sich mit diesem denkwürdigen 4:3-Erfolg zum wohl dramatischsten 3. Liga-Meister Hertha BSC, den diese Liga je gesehen hat. Die Alemannia zeigte 91 Prozent Passgenauigkeit – ein Wert, der am Ende nicht belohnt wurde, weil die Hertha-Maschinerie in den letzten Minuten schlicht unaufhaltbar war.



































