3. Liga · 32. Spieltag
10.08.2026Tor-Wahnsinn in Havelse: Aue kämpft tapfer, doch die Löwen sind zu bissig!
Der 32. Spieltag der VDFB 3. Liga lieferte ein Spektakel, das selbst alte Kicker-Hasen staunen ließ. Im heimischen Stadion zündete der TSV Havelse ein wahres Tor-Feuerwerk ab und besiegte den FC Erzgebirge Aue in einem denkwürdigen Schlagabtausch mit 7:4. Was sich über 90 Minuten abspielte, war ein offener Schlagabtausch, der die Defensivreihen beider Teams bis an ihre Grenzen – und darüber hinaus – trieb.
Von Beginn an war klar, dass hier keine Mannschaft gewillt war, sich zu verstecken. Havelse legte los wie die Feuerwehr: Schon in der 7. Minute zappelte der Ball im Netz, als Klaus nach Vorarbeit von Borello zur Führung traf. Zehn Minuten später legte Borello selbst nach, assistiert von Viet. Die Gäste aus Aue, die mit 53% Ballbesitz sogar mehr vom Spiel hatten, ließen sich aber nicht entmutigen. Philippe verkürzte in der 37. Minute auf 2:1 und hielt die Partie spannend. Doch Havelse, mit beeindruckenden 13 Schüssen gegenüber Aues vier, spielte sich in einen Rausch. Viet (53.) und erneut Klaus (68.) schraubten das Ergebnis in die Höhe, während Aue durch Hamache (62.) und Philippe (70.) immer wieder den Anschluss fand. Die Effizienz der Gastgeber, die aus 5.9 xG sieben Tore machten, war schlichtweg atemberaubend.
Die Schlussphase war ein Fest für die Angreifer und ein Albtraum für die Verteidiger. Nach Klaus' drittem Streich in der 76. Minute, wieder auf Vorlage des überragenden Borello, schien die Partie entschieden. Doch Aue bewies Moral: Pléa (85.) verkürzte noch einmal, ehe Havelse mit eiskalter Präzision konterte. Kopacz (86.) und in der 90. Minute Green, erneut nach Vorlage des omnipräsenten Borello, setzten den Schlusspunkt unter eine Partie, die man so schnell nicht vergessen wird. Keine Gelben, keine Roten Karten – trotz des Tor-Spektakels blieb es sportlich fair. Am Ende stand ein verdienter, wenn auch in dieser Höhe überraschender, 7:4-Sieg für den TSV Havelse, der die Liga mit diesem Offensiv-Feuerwerk in Atem hielt.



































