3. Liga · 30. Spieltag
14.08.2026Spektakel in Köln: Raman-Festspiele in einem wilden Ritt!
Gerade einmal drei Minuten waren verstrichen, da zappelte der Ball bereits im Netz. Das Rheinstadion, Schauplatz eines vermeintlich gewöhnlichen Drittligaspiels, explodierte, als Schleusener den frühen Führungstreffer für den FC Viktoria Köln erzielte. Es war der Auftakt zu einem unfassbaren Torreigen, der an Intensität kaum zu überbieten war. Die Viktoria zeigte sich in diesen Anfangsminuten entschlossen, mutig und offensiv brandgefährlich, ganz so, als hätten sie sich vorgenommen, jeden Hauch von Nachlässigkeit des Gegners gnadenlos zu bestrafen. Eintracht Frankfurt sah sich von der ersten Sekunde an einem Gegner gegenüber, der ihnen in jeder Hinsicht alles abverlangte.
Köln legte nach, Ljubicic erhöhte in der 16. Minute nach Vorlage von Corboz auf 2:0, doch die Eintracht antwortete postwendend. Nur drei Minuten später verkürzte Conteh auf Zuspiel von Raman. Der Abnutzungskampf nahm rasch Fahrt auf. Schleusener schnürte in der 31. Minute seinen Doppelpack, als er nach Vorlage von May zum 3:1 traf. Doch die Frankfurter Mentalität blitzte auf. Raman schlug in der 35. Minute zum ersten Mal zu, mit Vorlage von Corredor, und legte nur zwei Zeigerumdrehungen später, bedient von Avdijaj, den Ausgleich nach. Das war die Stunde des Frankfurters: Kurz vor dem Pausenpfiff, in der 45. Minute, vollendete Raman seinen Hattrick und drehte die Partie zur 3:4-Führung für die Gäste.
Das Spiel war ein einziger wilder Ritt, ein offener Schlagabtausch, der die Zuschauer von den Sitzen riss. Die Viktoria stand defensiv unglaublich kompakt, schaffte es, der Eintracht kaum Räume zu lassen und forderte sie extrem. Dennoch schaffte es Frankfurt, immer wieder ihre offensive Durchschlagskraft zu zeigen. Nach der Pause ließ der Wahnsinn nicht lange auf sich warten. In der 55. Minute keimte in Köln wieder Hoffnung auf, als Schleusener seinen dritten Treffer des Tages erzielte und nach Vorlage von Ljubicic zum 4:4 ausglich.
Die Schlussphase dieses intensiven Duells war geprägt von Frankfurts Entschlossenheit. Die Gäste hatten am Ende 58 Prozent Ballbesitz und gaben beachtliche 14 Schüsse ab, während Köln nur sechs Versuche verzeichnete. Diese Überlegenheit in der Offensive spiegelte sich auch in den erwarteten Toren wider, wo die Eintracht mit 4.8 xG deutlich über den 3.2 xG der Viktoria lag. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch in der 75. Minute war es erneut Raman, der nach einer Vorlage von Avdijaj den entscheidenden Treffer zum 4:5 markierte. Dieser fünfte Treffer sicherte der Eintracht einen am Ende verdienten, wenn auch extrem mühsamen Sieg, den sie ihrer starken Mentalität und der offensiven Durchschlagskraft ihres Top-Scorers verdankten. Ein wahrhaft unvergessliches Spiel.
Im Interview sagte der Trainer der Frankfurter:
Das war ein absolut wilder Ritt und ein Abnutzungskampf bis zur letzten Sekunde. Viktoria Köln hat uns in jeder Hinsicht alles abverlangt: Defensiv standen sie unglaublich kompakt, haben uns kaum Räume gelassen und uns extrem gefordert. Gleichzeitig waren sie im Offensivspiel brandgefährlich, mutig und haben jede Nachlässigkeit gnadenlos ausgenutzt. Am Ende nehmen wir diesen intensiven Sieg dank unserer Mentalität und offensiven Durchschlagskraft mit, aber das war ein verdammt hartes Stück Arbeit.



































