3. Liga · 30. Spieltag
11.08.2026Herthas Kabinenjubel: Eine Torflut gegen wehrhafte Arminen
Der Schlusspfiff im Olympiastadion kam für Hertha BSC wie eine Erlösung, für den DSC Arminia Bielefeld eher wie ein Hammerschlag. Während die Hauptstädter sich mit erleichterten Gesichtern in den Armen lagen und schon auf die wohlverdiente Kabinenparty anstießen, saßen die Arminen sichtlich geknickt auf dem Rasen. Die anfängliche Euphorie, die die Ostwestfalen mit dem frühen Lobinger-Treffer in der 15. Minute, glänzend vorbereitet von Young, ergriffen hatte, war einer bitteren Erkenntnis gewichen: Hertha BSC hatte einen Plan – und setzte ihn gnadenlos um. Bielefeld, die sicherlich auf eine zähe Defensivschlacht und Nadelstiche gehofft hatten, mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Alte Dame an diesem 30. Spieltag der 3. Liga andere Absichten hegte.
Schon vor der Pause deutete sich an, wohin die Reise gehen sollte. Ascacíbar glich in der 26. Minute nach Vorarbeit von Moriba aus und gab den Blau-Weißen das Selbstvertrauen zurück. Doch erst in der zweiten Halbzeit schien der Hertha-Motor richtig warmzulaufen. Mit einer beeindruckenden Serie von vier Toren in nur 29 Minuten zogen die Berliner unwiderstehlich davon. Embolo zeigte sich als Mann des Tages und traf nach der 56. Minute (erneut Moriba-Assist) auch in der 71. Minute (Millot) und 85. Minute. Dazwischen reihte sich nochmals Ascacíbar (79. Minute, Vorlage Nordin) in die Torschützenliste ein. Das 5:2 am Ende war ein klares Statement.
Für die Kabine des DSC Arminia Bielefeld blieb trotz des späten Treffers von Lobinger in der 87. Minute, aufgelegt von Lannert, die Erkenntnis eines Abends, an dem man sich tapfer wehrte, aber gegen einen entfesselten Gegner machtlos war. Man hatte sich vorgenommen, Hertha zu ärgern, ihnen das Leben schwer zu machen und vielleicht einen Punkt mitzunehmen. Doch die Berliner demonstrierten eindrucksvoll, warum sie in dieser Liga als Topteam gelten. Die Heimmannschaft ließ nach dem anfänglichen Schock keine Zweifel aufkommen, wer die Punkte behalten wollte, und schickte die Arminen mit einer deutlichen Packung auf die Heimreise, die sicherlich Anlass für ausführliche Analysen sein wird.



































