3. Liga · 27. Spieltag
04.08.2026Wilder Ritt in Braunschweig: Havelse siegt nach irrem Auf und Ab!
Was für ein Spektakel am 27. Spieltag der VDFB-3. Liga! Eintracht Braunschweig empfing den TSV Havelse zu einem Duell, das an Dramatik kaum zu überbieten war und letztlich mit einem 4:5 (1:2) endete. Ein Spiel, das die Fans, die virtuell an den Bildschirmen klebten, wohl so schnell nicht vergessen werden.
Dabei deutete zunächst wenig auf das spätere Torfestival hin. Zwar eröffnete Immobile für die Eintracht in der 21. Minute nach Vorlage von Yardimci den Torreigen, doch Havelse, das laut eigener Aussage das Spiel über weite Strecken im Griff hatte, antwortete prompt. Viet glich in der 35. Minute aus und legte kurz vor der Pause (45.) sogar das 1:2 nach. Die Löwen schienen geschockt, doch was dann folgte, war ein Rausch! Innerhalb von nur sieben Minuten drehten Yardimci (52., 59.) und Pherai (55.) die Partie zum 4:2. Eine Euphorie ergriff Braunschweig, die den Gästen offenbar das Leben schwer machte und sie ansteckte. Der TSV schien nach dem 3:2 für Braunschweig kurzzeitig die Kontrolle zu verlieren, ein unnötiger Pass und ein Fehler im Aufbau führten zur zwischenzeitlichen Führung der Eintracht. Die Statistik untermauert die Offensivkraft der Gäste, die mit 16 Schüssen gegenüber 9 der Eintracht deutlich mehr Torgefahr entwickelten und auch die erwarteten Tore (xG 5:4.7) auf ihrer Seite hatten.
Doch Havelse bewies Moral und kam, auch dank einer starken Torwartleistung, die weitere Braunschweiger Treffer verhinderte, zurück. Nach dem 4:2 schien die Eintracht den Sieg schon in der Tasche zu haben, doch der TSV zeigte sich unbeeindruckt. Mit einer unfassbaren Mentalität kämpften sich die Gäste zurück. Arslan (64.) verkürzte auf 4:3, und spätestens als Green in der 81. Minute den Ausgleich erzielte, war die Braunschweiger Festung endgültig ins Wanken geraten. Die Eintracht, die mit nur 2 gewonnenen Zweikämpfen aus 21 nicht gerade den Eindruck eines Bollwerks machte, konnte dem Druck nicht mehr standhalten. Der Knockout folgte in der 84. Minute: Erneut war es Arslan, der den viel umjubelten 4:5-Siegtreffer markierte. Ein verdienter Sieg für Havelse, auch wenn sich der Coach selbstkritisch zeigte: Man habe sich zu dumm angestellt und sich das Leben selbst schwer gemacht. Doch am Ende zählt das Ergebnis, und das spricht in diesem irren Match für den TSV Havelse.



































