1. Liga · 20. Spieltag
02.07.2026
HSV
0 : 6
Club
strangeZ 02.07. Dosenbrot
55.000 Zuschauer
Torschützen
HSV
Keine Tore
Club
  • 11'
    Son
    Vorlage: Nmecha
  • 15'
    Nmecha
    Vorlage: Son
  • 18'
    Pulisic
    Vorlage: Son
  • 40'
    Wirtz
    Vorlage: Pulisic
  • 50'
    Son
    Vorlage: Hakimi
  • 57'
    Pulisic
    Vorlage: Kimmich
Spieler des Spiels
Heung-Min Son (Club)Note 10,0
Statistiken HSV vs. Club
47 %
Ballbesitz
53 %
0,2
Erwartete Tore (xG)
10,2
2
Schüsse
21
144
Pässe
206
84 %
Passgenauigkeit
92 %
21
Zweikämpfe
30
8
Gew. Zweikämpfe
11
9
Abgefangene Bälle
21
9 s
Ballrückeroberung
6 s
1
Gelbe Karten
0
0
Rote Karten
0
Spielbericht

Rückschlag für den HSV! Club überrollt desorientierte Hanseaten mit einem halben Dutzend

Was war das denn? Der 20. Spieltag der 1. Liga wird dem Hamburger SV noch lange in den Knochen stecken – und zwar als Trauma. Mit einem fast schon demütigenden 0:6 (0:4)-Kantersieg, der nach den tatsächlich gefallenen Toren (11 nach 90 Minuten) eingedampft wurde, fegte der 1. FC Nürnberg über die völlig überforderten Hanseaten hinweg und setzte ein klares Zeichen im Titelkampf. Eine Leistung, die man in Hamburg wohl am liebsten schnell vergessen würde, wäre da nicht die nackte Statistik, die Bände spricht.

Schon in der Anfangsphase zeichnete sich das Unheil ab. Nürnberg dominierte Ball und Gegner, ließ den HSV kaum zur Entfaltung kommen. Nach nur elf Minuten war es dann so weit: Nach Balleroberung von Nmecha im gegnerischen Strafraum netzte Son eiskalt zur Führung ein. Ein Schock, von dem sich die Rothosen nicht erholten. Nur vier Minuten später erhöhte Nmecha selbst auf 2:0, diesmal auf Falneknzuspiel des entfesselten Son. Und als wäre das nicht genug, legte Pulisic in der 18. Minute, erneut nach Vorlage von Son, das 3:0 nach. Der HSV taumelte wie ein angeschlagener Boxer, während der Club mit 53 Prozent Ballbesitz, 21 Schüssen und einem xG-Wert von 10,2 eine gnadenlose Effizienz an den Tag legte. Die Heimelf kam hingegen auf magere 2 Schüsse und einen xG-Wert von 0,2 – ein Klassenunterschied, der sich auch in den 6 Paraden des HSV-Keepers widerspiegelt.

Kurz vor der Pause setzte Wirtz nach Vorarbeit von Pulisic mit dem 4:0 einen weiteren Stich ins Herz der Hamburger. Die Köpfe sanken, die Hoffnung schwand. Auch nach dem Seitenwechsel gab es keine Besserung. Der Club spielte wie aus einem Guss, während der HSV weiterhin keine Antworten fand. In der 50. Minute war es erneut Son, der nach Vorlage von Hakimi das 5:0 erzielte und damit seinen Doppelpack schnürte. Die Messe war längst gelesen, doch Nürnberg hatte noch nicht genug. Den Schlusspunkt setzte Pulisic in der 57. Minute, der nach Zuspiel von Kimmich zum 6:0 traf und damit den Deckel auf eine Partie legte, die für den HSV zur reinsten Demontage wurde.

Am Ende zeigte der FCN eine Gala-Vorstellung. Die 92-prozentige Passgenauigkeit des Clubs gegenüber 84 Prozent des HSV, die Überlegenheit in den Zweikämpfen (30 zu 21, davon 11 zu 8 gewonnen) und die eklatante Chancenverwertung sprechen eine deutliche Sprache. Für den HSV heißt es nun: Wunden lecken und schnell wieder in die Spur finden, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren.

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