Regionalliga Süd · 28. Spieltag
15.08.2011
FCA
1 : 4
FSV
Yoda 15.08. Maginho
6.600 Zuschauer
Torschützen
FCA
  • Wetzig 1
FSV
  • Schlaudraff 1
  • Glas 1
  • Braber 2
Spielbericht
  Pechsträhne endet bei den schwäbischen Bayern

Im Vorfeld der Partie ging P2015 für euch fleißig auf Stimmenfang. FCA-Coach Pinke gab sich zuversichtlich und angriffslustig: "Wir werden die Frankfurter heute vernichten, das ist wohl klar, klarer, am klarsten!" Sein heutiger Gast Götze (Düsseldorf) wagte keine Prognose, hoffte nur auf ein gutes Spiel und sagte: "Bin gespannt, wer spielt!" Der FSV-Trainer G. versuchte seinen Spielern Mut zu machen, forderte (in Anspielung auf die Star-Wars-Filme): "Jungs, zeigt dem Yoda, wer hier der wahre Jedi ist und wer nur ein kleiner Padawan!"

Bombenwetter, wie immer in Augsburg, denn der Berliner überlässt in seinem Spiel nichts dem Zufall. Zur großen Überraschung der 500 mitgereisten Fans stand Stanislav Angelov heute nicht in der Startelf, blieb 90 Minuten lang auf der Bank. Weder der Coach noch Angelov wollten sich hierzu äußern. Für den Bulgaren begann Mladen Bartolovic, Stoikos Stoilas spielte heute die Rolle des Abräumers, Bartolovic sollte den Ballverteiler spielen.

Die Anfangsphase gehörte ohne Frage dem FSV Frankfurt, in der ersten Viertelstunde gab es bereits drei gute Tormöglichkeiten per Kopf, Braber scheiterte zunächst an Augsburgs Keeper Person, ehe er bei einen weiteren Kopfball neben das Tor setzte und Pflug bei einem Eckball nur um Zentimeter das Tor verfehlte.

Vom drittschwächsten Angriff der Liga sah man heute offensiv wenig bis gar nichts, in der ersten halben Stunde gab es lediglich zwei Distanzversuche von Pivaljevic, die jedoch beide von Daniel Schuster problemlos geblockt wurden. Die Defensive des FSV stand sicher.

In der 26. Minute war es dann soweit, Voronin zimmert aus 13 Metern drauf, erwischt jedoch nur die Unterkante der Latte, der Ball springt vor der Linie auf und zum großen Glück des FSV erkennt Mihajlovic den heranrauschenden Robert Braber nicht und der hat so die Möglichkeit, den Ball ins leere Tor zu köpfen. 0:1 für den FSV Frankfurt.

Wie bereits gewohnt, befreite das Tor die Nerven der Spieler und so kam in der 40. Minute das 0:2 zustande. Ein einzelner Doppelpass zwischen Braber und Voronin reicht aus, um die Defensive der Augsburger abzuhängen und Braber schiebt den Ball ins Tor. Keine Chance für Person in dieser Situation.

Kurz vor der Pause versuchte Pivaljevic auf der Gegenseite zweimal jeweils einen Distanzschuss, jedoch übten diese Versuche keinerlei Gefahr auf Christian Wetklo im Tor des FSV aus, sie gingen neben den Kasten.

0:2 also zur Pause, der FSV beruhigt angesichts der Pausenführung und einer Passquote von 87 Prozent.

Kurz nach der Pause gab es dann den Genickbruch für den FCA. Abazi spielt vor dem FSV-Strafraum einen Fehlpass mit Folgen: Jan Schlaudraff fängt den Pass ab, spielt einen Doppelpass mit Robert Braber und plötzlich ist Schlaudraff (fast) frei durch. Von der Mittellinie aus gestartet, wird er zwar von Struck bedrängt, jedoch nicht um den Ballbesitz gebracht und darum kann Schlaudraff auch in den Strafraum eindringen und überwindet Person mit einem Flachschuss. Der Keeper war zwar noch am Ball dran, kann das 0:3 in der 56. Minute jedoch nicht mehr verhindern.

In der 64. Minute erzielte der FSV das 0:4 und beseitigte so alle restlichen Zweifel über den heutigen Sieger. Thomas Glas wird von Voronin in Szene gesetzt, kann aus spitzem Winkel dennoch den Treffer markieren. Person sieht da nicht gut aus.

Darauf folgten drei Wechsel beim FSV, man gönnte Cidimar, Salih Altin und Thorsten Reiß rund 30 Minuten Einsatzzeit. Keiner der Akteure konnte allerdings besonders auf sich aufmerksam machen, im Gegenteil, das Spiel des FSV verflachte und das 0:4 durch Glas war gleichzeitig der letzte ernst zu nehmende Torschuss der Gäste.

Den einzigen Angriff der Heimmannschaft in Hälfte 2 erlebte das Publikum in der 75. Minute, als Abazi einen schönen Flankenball schlägt, der von Wetzig eiskalt per Kopf ins Tor gewuchtet wird. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor ab, keine Chance für Wetklo, das 1:4 zu verhindern. Es war der einzige Schuss der Augsburger, der in diesem Spiel auf das Tor Wetklos ging und diesen Ball konnte der Keeper unmöglich halten. Bitter für den Torwart, doch abgesehen davon erlaubte sich die Hintermannschaft des FSV heute keine Fehler.

Der erste Sieg seit 4 Spielen lässt die Spieler des FSV tief durchatmen. Nach dem Schlusspfiff feierten die Spieler mit den 500 mitgereisten treuen Fans und besonders gefeiert wurde Andriy Voronin, der zwar im Gegensatz zum Spiel in Fürth nicht traf, jedoch drei der vier Treffer direkt vorbereitete.

Nach der Partie ging P2015 auf Stimmenfang und erfuhr folgendes:

Pinke (FCA-Coach): "Alles Scheiße, Deine Elli."

Götze (Fortuna-Coach, zu Gast beim Heimtrainer): "Ich gratuliere Augsburg zu der überzeugenden Leistung und hoffe, noch mehr Spiele betrachten zu dürfen."

G. (FSV-Coach): "Wir haben Augsburg zu keiner Phase des Spiels in die Partie kommen lassen, den einzigen echten Torschuss verwandeln die Puppenspieler. Bitter für Wetklo, aber ich kann es nicht allen Recht machen. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen."

Braber (zweifacher Torschütze): "Der Sieg war sehr wichtig für uns. Wir haben heute gesehen, dass wir noch Fußball spielen können."

Schlaudraff (ein Tor, Note 9): "Wir haben die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt und die Schwachstelle des FCA, die Außenverteidigerpositionen, eiskalt ausgenutzt. So gewinnt man Spiele."

Voronin (bereitete drei Treffer vor): "Solange die Mannschaft gewinnt, ist es mir egal, ob ich Tore schieße oder nicht."

Bartolovic (heute überraschend in der Startelf, wenige Fehler): "Ich bin froh, dass mir der Trainer das Vertrauen geschenkt hat. Man merkte mir an, dass die Spielpraxis fehlt, aber falls ich weitere Einsatzzeiten bekommen sollte, verspreche ich, in den nächsten Spielen weniger Fehlpässe zu spielen und vorne präsenter zu sein. Erstmal bin ich einfach glücklich über den Sieg heute."


Nächste Woche geht es zuhause gegen den VfR Mannheim (Hinspiel: 3:1-Sieg), bis dahin heißt es: Feiern und genießen!
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