Regionalliga Nord · 12. Spieltag
06.04.2007- Schiendzielorz 1
- Romeo 3
WSV HSV besiegt Wuppertal
Ein weiteres richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften. Bei einem Sieg des HSV bleiben die Aufstiegsträume der Verantwortlichen und der Fans erhalten, bei einem Sieg der Wuppertaler hingegen, hätte man evtl. auch nochmal aktiv ins Aufstiegsgeschäft eingreifen können. Der wache Leser erkennt schnell, welche Brisanz in diesem Match liegen sollte. Aufgrund der doch etwas besseren Tabellensituation ging der HSV vielleicht leicht favorisiert in dieses mit Spannung erwartete Spitzenspiel.
In den ersten Minuten konnte man die Nervosität beider Teams förmlich greifen. Einzig Romeo mit einem sehenswerten Volleyschuss konnte von sich Reden machen. Leider ging dieser schöne Schuss knapp am Tor vorbei und die ersten 29 Minuten sollte nichts Zählbares bei den Bemühungen beider Mannschaften herrausspringen. Doch dann erlöste Berniegoal Romeo sich, den Verein und die Fans mit dem erlösenden 1:0 für den HSV. Großer Jubel auf den Rängen!!! Doch dieser Jubel sollte schnell blankem Entsetzen weichen... Was war passiert? Höhe der Mittellinie und zudem auch noch 1m entfernt von der Seitenauslinie hatte David Montero einen absoluten Blackout. Er senste einen Wuppertaler dermaßen von hinten um, dass der Schiedsrichter keine Sekunde lang zögerte und ihn mit dem roten Karton des Feldes verwies. Und womit??? Mit Recht!!!!! Ein absolut unnötiges und zudem auch noch brutales Foul. Der HSV also nun knapp 60 Minuten in Unterzahl. Weitere zwei Minuten später, konnte abermals Romeo einen eklatanten Abwehrfehler ausnutzen und markierte das 2:0 noch vor der Pause. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeit, in der sich eine schöne und bemerkenswerte Szene abspielte. Montero begab sich zu seinem Gegenspieler und entschuldigte sich für dieses rüde Foul in der 33. Minute.
In der 2. Halbzeit spielte nur ein Team, nämlich der SV Wuppertal. Der HSV lediglich darauf bedacht jegliche Bälle, die in die Nähe des eigenen 16ers kamen möglichst hoch und weit nach vorne zu dreschen. Diese Taktik zeigte sich überraschenderweise als gar nicht mal so schlecht. Wuppertal kam kaum zu größeren Chancen und wenn doch einmal, dann war Hiemann oder der Pfosten zur Stelle. So kam es, wie es fast zwangsläufig kommen musste. Der HSV vollendete in der 86. Minute einen Konter mit dem 3:0. Romeo war wiedereinmal der Schütze. Die Entscheidung. Völlig losgelöst von jeglichem weiteren Druck spielte der HSV nun die letzten 5 Minuten auch wieder ansehnlichen Fußball und kam nach einer schönen Kombination zum 4:0 durch Schiedzilordz, der am heutigen Abend sein Abschiedsspiel für den HSV machte. Änis Ben-Hatira wird seinen Platz im Mittelfeld übernehmen. Für dieses Spiel hatte Ben-Hatira noch keine Spielgenehmigung vom VDFB erhalten, so dass er sich den Sieg seiner zukünftigen Kollegen von der Tribüne aus anschaute.
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