Regionalliga Nord · 24. Spieltag
21.10.200316.800 Zuschauer
Torschützen
- Sforza 1
- Grujev 1
- Balcarek 1
- Guscinas 1
Keine Tore
Spielbericht
Nachdem letzte Woche das Kieler Desaster mit 2 Niederlagen in Folge begann, war man sich nicht ganz schlüssig, wie das team das verkraften würde. Da kam natürlich der SC Verl als vermeintlicher Aufbaugegner. Aber der SC Verl seinerseits könnte bei einem schwachen Kiel mit Sicherheit wichtige Punkte holen, denn der Abstieg ist noch nicht ganz weg von den Tischen.
Am frühen Abend kam es dann zu dem Aufeinandertreffen der beiden gebürtigen Süddeutschen, die gerade mal 200km voneinander weg großgezogen wurden. Desweiteren kommen beide aus landen, die beide behauoten, dass die Spätzle zu ihrem Sprachgebrauch gehören und auch das Wort Schwaben gilt bei beiden gleichermaßen viel, nur dass der eine aus dem schönen Bayern kommt, und der andere mehr so klingt wie der liebe Herr MV.
Genug aber nun der Sprachumgebung und Geburtsorte, kommen wir zum Spiel.
KSV Holstein Kiel wollte und hatte von letzter Woche einiges gut zu machen und so zogen sie auch gleich aus um den verlern das Fürchten zu lehren.
Anspiel, eine Drehung ein Pass und schon stand Guscinas allein vor Torhüter Schmidt. Der Gusci-Russkie ließ es sich auch nicht nehmen und schob die Kugel vorbei an dem genannten Goalie und schon stand es 1:0.
Schock auf der Verler Bank, das kontne doch nicht sein, das darf doch nicht passieren. Tja, da waren sie wohl noch in der Kabine.
Weiter ging es, doch die Verler Spieler waren nun wach, und wie, doch der Wecker war wohl noch nicht laut genug für die Stürmer, denn 2 hochkarätige Chancen, die verwertet hätten werden müssen wurden sinnlos vergeudet.
Dies verschaffte jedoch auch wieder Kiel Möglichkeiten und gleich die zweite wurde auch gnadenlos genutzt, diesmal war es Sforza, der nach einer Ablage von Balcarek den Ball stramm in die rechte Ecke drosch, als der Torhüter nach einem Ausflug noch nicht auf seinem Posten war.
Nun spielte Kiel etwas locker, zu locker schon fast, denn Verl kam, doch wie erwähnt fehlte dem SC Verl das nötige Wasser, das Zielwasser nämlich.
Kiel und Verl lieferten sich nun ein interessantes Spiel, was eigentlich mehr ausgeglichen wirkte, da Trainer Berner seinen Jungs vorgeschrieben hatte sich nicht zu verstecken. Wäre da nicht das fehlende kleine i-Tüpfelchen auf den Stiefeln der Gäste, so hätten diese durchaus 1-2 Treffer erzielen können. Doch leider war es heute nicht da und so geschah es, dass in der 44.Minute Balcarek richtig stand und die Kirsche über den Torhüter, der in mehreren Situationen auch nicht all zu gut aussah, lupfte.
Das sah schon nach der Entscheidung aus und die Kieler und Verler Spieler verabschiedeten sich erst einmal in die Kabinen. Dieser Spielverlauf war wohl Balsam auf dem Herzen von Trainer David A. Scheidl. Denn heute hörte man nichts, keinen Ton der Wut, keinen Ton der Verzweiflung, wie noch letzte Woche.
Die Spieler traten wieder aus den Katakomben der Holstein-Arena und Verl versuchte es erneut mit gutem Spiel bis zum 16er, danach war aber meistens Schluss, so dass Preuss heute sich mehrfach mit Schüssen aus der zweiten Reihe auszeichen konnte.
Es war ein großes Mittelfeldgeplänkel und die Kieler machten auch keine großen Anstalten mehr den Stand zu erhöhen, so dass Verl immer mehr ins Spiel kam.
Doch auch jetzt noch fehlte im Sturm der nötige Schliff um einen Ball einmal in die Maschen zu bringen.
Kiel spielte es souverän, aber auch mit einigen Fehlern, die jedoch ungestraft blieben nach Hause. In der 90.Minute jedoch wollten die Kieler dann doch noch einen drauf setzen, als Verl nach einer Ecke den ball einfach nicht weg bekam, Nutznießer hiervon war Ilja Grujev, der aus kürzester Distanz an dem am Boden liegenden Schmidt zum 4:0 einnetzte.
Nach dieser Aktion war das Spiel dann auch aus, und man sah doch enttäuschte Fans der verler auf den Rängen, die sich nach dem Spielverlauf mehr ausrechnen hätten können.
Schüsse: 12 - 13
aufs Tor: 8 - 7
Zweikämpfe: 16 - 14
Fouls: 3 - 1
Ecken: 2 - 1
Abseits: 0 - 1
Pässe in %: 73% - 76%
Ballbesitz: 48% - 52%
Karten: gelb: Michels (39./Verl)
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