Regionalliga Nord · 25. Spieltag
13.03.2003
CFC
3 : 2
Lübeck
Karsten7281 13.03. RotSuender
11.400 Zuschauer
Torschützen
CFC
  • Gfreiter 1
  • Avdic 1
  • Kunze 1
Lübeck
  • Rinal 1
  • Bärwolf 1
Spielbericht
Chemnitz - Das Stadion an der Gellertstraße tobte, der heimische CFC hat die faustdicke Überraschung vollbracht: In einem hochdramatischen Spiel mit offenem Schlagabtausch über 90 Minuten wurde der Aufstiegsfavorit von der Lübecker Lohmühle mit 3:2 besiegt. Die Gäste gaben sich vor der Partie selbstbewusst und nahmen die Favoritenrolle an. Allerdings machte Trainer Woelk bereits vor der Partie eine Schwächung seines Teams im Vergleich zur überreagenden Hinrunde aus. Sein Gegenüber, Karsten Schröder, der zuvor ebenfalls ein weiteres Mal die Favoritenrolle der Lübecker betont hatte, sagte: "Wir werden uns nicht verstecken. Die Mannschaft ist während der Saison gereift, sie hat bereits gegen Kiel, Wattenscheid und Uerdingen gezeigt, welche ausgezeichneten kämpferischen und spielerischen Qualitäten sie hat. Wir wollen sehen, was wir hier ausrichten können, zu verlieren haben wir nichts." Und wie Schröder es vorhergesagt hatte, verlief auch das Spiel. Der CFC kaufte den Holsteinern von Beginn an den Schneid ab, nahm die Zweikämpfe an, ohne in der Deckung überhastet du agieren. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, an dem die Zuschauer Gefallen fanden. Auf beiden Seiten wurden Großchancen fast im Minutentakt vergeben, wobei die Chemnitzer durch das flüssigere Kombinationsspiel gefielen. Schäfer im Tor der Gäste rettete mehrmals ins höchster Not, und brachte insbesondere Stürmer Kunze und dessen Trainer damit zur Weißglut. Die Lübecker hingegen verfehlten bei ihren Versuchen zumeist knapp das Gehäuse von Tomasz Bobel. Nach 39 Minuten war es dann soweit: Die Lübecker Hintermannschaft verlor leichtfertig den Ball, Kunze wurde freigespielt und erzielte aus zwanzig Metern am herausstürmenden Schäfer vorbei die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung. In der zweiten Halbzeit drückte Lübeck auf den Ausgleich, während Chemnitz versuchte, in Ruhe den entscheidenden Konter zu setzen. Wieder gab es auf beiden Seiten große Chancen, abermals wurde eine nach der anderen vergeben. Doch in der 74. Minute wurden die Lübecker Bemühungen belohnt: Serkan Rinal tankte sich durch den Strafraum und konnte Bobel überwinden. Die Chemnitzer keineswegs geschockt, im direkten Gegenzug sah Schäfer bei einer Flanke von links ganz alt aus, als er in seinem Strafraum umherirrte und einfach überflankt wurde. Gfreiter grätschte die Kugel freistehend ins verwaiste Tor (76.). Doch auch den Lübeckern konnte dieses Tor nichts anhaben. Baerwolf aus ähnlicher Position wie zuvor Rinal glich abermals aus (82.). Die Chemnitzer hatten jedoch Blut geleckt und merkten wie auch ihre Fans, dass da noch mehr drin war. Und wirklich: Alen Avdic stahl sich davon und hämmerte die Kugel am chancenlosen Schäfer vorbei ins Netz (89.). In der Folge gelang es den Gastgebern, die Lübecker in Schach zu halten, es ist jedoch davon auszugehen, dass das Spiel noch einige Tore gesehen hätte, wäre es nicht punktgenau abgepfiffen worden. Das Spiel war neben der Dramatik geprägt von außerordentlicher Fairnes, die Trainer reichten sich nach dem Spiel die Hand, und Schröder gab seinem Pendant ein paar gute Wünsche für den Kampf um den Aufstieg mit auf dem Weg. Kevin Woelk zeigte sich seinerseits als fairer Verlierer. Tore: 1:0 Kunze (39.); 1:1 Rinal (74.); 2:1 Gfreiter (76.); 2:2 Baerwolf (82.); 3:2 Avdic (89.)
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden.