Regionalliga Nord · 22. Spieltag
07.07.2011Torschützen
Keine Tore
- Marotta 4
- Christensen 1
Spielbericht
| 07.07.2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Augen auf Fortuna R H E I N I S C H E P O S T Es interessiert Sie - wir berichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Aufstiegskampf Ein Rabenschwarzer Abend für Rasenballsportler Leipzig - Der Benjamin unter den VDFB-Teams aus Leipzig hatte am heutigen Abend die Fortuna zum Tanz geladen. Das Hinspiel hatten die Flügelkicker in einer furiosen zweiten Halbzeit mit 3:0 für sich entschieden. Nun wollten sie den Triumph wiederholen um den Glaube an den Aufstieg nicht gänzlich zu verlieren nach den beiden schmerzhaften Niederlagen gegen den Stadtrivalen und gegen den Tabellenführer Cottbus. Doch Trainer Christian Henner wirkte bereits vor Anpfiff besorgt. Die 0:4 Tore in den vergangenen beiden Partien hatten still und leise am Selbstvertrauen genagt. Heute sollte es nicht besser werden. Geistige Umnachtung, radikale Sedierung, außerkörperliche Erlebnisse - nur so kann man den Zustand beschreiben, in dem sich die Brauseabwehr direkt nach Anpfiff befand. Nach eigenem Anstoß und schnellem Ballverlust verteilte sich die Defensive auf die Außenbahnen und bildeten zentral eine zwanzig Meter breite Gasse durch die Piero Marotta marschierte und den Ball am chancenlosen Gäng vorbei schob. 0:1, Piero Marotta, 2. Spielminute Der Schock saß. Mit verliehenen Flügeln doch benebeltem Kopf agierte der Gastgeber in der Anfangsphase. Es lief gar nichts zusammen. Einzig Schlussmann Gäng zeigte eine gute Leistung, verhinderte einen frühzeitigen, noch höheren Rückstand, doch doch dann konnte auch er nicht mehr helfen. 0:2, Piero Marotta, 22. Spielminute Endlich fand auch Cottbusjäger Nummer eins ins Spiel. Als ihre Abwehr zur Ruhe gefunden hatte, konnte Leipzig nach vorne Akzente setzen und nur ein Riesenreflex Kirschbaums verhinderte den sicher geglaubten Anschlusstreffer. Die Hausherren gelangten immer mehr an den Drücker, Düsseldorf zum Reagieren gezwungen. Vielbeinig verhinderten die Rheinländer den Gegentreffer und wussten beim Pausenpfiff genau, dass sie die zweite Halbzeit nicht als Abwehrbollwerk bestehen würden. Nach dem Wechsel brachten die Gäste den Ball ins Spiel, um ruhigen Aufbau bemüht, wieder stimmt die Organisation der Leipziger Hintermannschaft nicht, wieder kommt es zur enormen Schusschance für Düsseldorf, wieder ein Tor. 0:3, Kim Christensen, 48. Spielminute Leipzigs Topstorschütze Bodenstein, der diese Saison bereits 40 Treffer verbuchen konnte, fuhr vor Wut über seine Mitspieler aus der Haut. Verletzung, Mike Bodenstein, 48. Spielminute Doch Die Gastgeber gaben beileibe nicht auf, drückten nach vorne, versuchten alles, die in Rausch gespielten Düsseldorfer auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Nach ansicht des Schiedsrichters nicht immer ganz fair. gelbe Karte, Benjamin Köhler, 55. Spielminute Natürlich boten sich nun die Räume für die wieselflinken Angreifer aus der Landeshauptstadt NRWs, doch geschickt wussten die Defensiven Chancen zu vereiteln. Manchmal im Grenzbereich des Reglements. gelbe Karte, Matthias Buszkowiak, 60. Spielminute ABER heute konnte Düsseldorf spielen was es wollte: es gelang. So fiel auch die endgültige Entscheidung. 0:4, Piero Marotta, 74. Spielminute In der Folge verflachte das Spiel minimal, doch sollte die Schlussminute das Publikum noch für einiges entschädigen. gelbe Karte, Alexander Moszeik, 84. Spielminute Als Leipzig die Kräfte schwanden, setzte Düsseldorf zum Schlussspurt an. Piero Marotta kommt in den Strafraum, Leipzigs Innenverteidiger geht zum Ball, Marotta fällt, der Schiri pfeift und zeigt zum Punkt. Bevor der Gefoulte antreten kann, zückt der Unparteiische zum Entsetzen des Verteidigers die gelbe Karte. Der hatte doch gerade erst gelb gesehen. Die Folge: Platzverweis. gelb rote Karte, Alexander Moszeik, 90. Spielminute Marotta legt sich den Ball zurecht, läuft an und lässt auch dieses Mal Gäng keine Gelegenheit. 0:5, Piero Marotta, 90. Spielminute Das hätte der Schlusspunkt sein können, doch nochmals kommt Düsseldorf in die Offensive. Christensen winkt an der Strafraumgrenze, erhält den Ball, der verbliebene Innenverteidiger sucht den Zweikampf, rustikal, der ist doch auch schon verwarnt. Christensen fällt etwas leicht, der Schiri pfeift wieder und erneut zückt er die Karte. gelb rote Karte, Matthias Buszkowiak, 90. Spielminute Mit schmerzverzerrtem Gesicht rollt der Gefoulte auf dem Rasen, muss behandelt werden, sieht wie der Freistoß aus hervorragender Position von Gäng entschärft wird und dann ist Schluss. Verletzung, Kim Christensen, 90. Spielminute Insgesamt konnte diese Partie wohl alles halten, was man sich von einem Spitzenspiel ausmalt; solang man nicht Kunde des Vereins um das österreichische Erfrischungsgetränk ist. Das Ergebnis spiegelt nicht die Kräfteverhältnisse auf dem Platz sondern die Eigenheiten des Spiels wieder. It's in the game. Die Trainer nach dem Spiel: Christian Henner (RB Leipzig): "Leipzig mit dem Gedanken an Liga 4 war nach 1:17min klar das es kein Gedanke bleiben sollte. Düsseldorf nicht überragend dennoch stark genug um vorne Tore zu schießen und hinten zu verhindern. Ohne große nennenswerte Chancen sollten wir die Hinrunde endgültig abhaken und uns auf eine "normale" Rückrunde einstellen. "Frank Götze (Fortuna): "Unsere Freude ist selbstverständlich beträchtlich, doch wissen wir das Ganze gut einzuschätzen. Gestern haben wir mit identisch vielen Torschüssen so gerade gegen den Vorletzten gewinnen können. Die Saison wird lang und noch stehen wir hinter unserem heutigen Gegner. Ich erwarte eine hochspannende Schlussphase und wünsche Leipzig mehr Glück in den kommenden Partien." | Statistiken:
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