Regionalliga Nord · 29. Spieltag
27.08.2009
Jena
0 : 4
Sparta
TWeggi 27.08. Karsten7281
9.500 Zuschauer
Torschützen
Jena
Keine Tore
Sparta
  • Liesenfeld 1
  • Vrancic 1
  • Meyer 2
Spielbericht
Sparta mit Überraschungscoup in Jena

Weder die einen noch die anderen konnten am Ende aufhören, die Anzeigetafel anzustarren. Die einen hätten es gerne gekonnt, die anderen wollten es gar nicht können. Ein unglaublicher 4:0-Auswärtssieg für Sparta Göttingen prangte in riesigen Lettern über dem Ernst-Abbe-Sportfeld.

Zuvor hatten sich Carl Zeiss Jena und Sparta Göttingen ein temporreiches Spiel mit offenem Visier geliefert. So ist es keineswegs verwunderlich, dass die Partie mit vielen engagiert geführten Zweikämpfen die Zuschauer trotz des klaren Ergebnisses fast über die gesamten 90 Minuten elektrisierte.

Nach Liesenfelds flacher Hereingabe eröffnete Meyer den Torreigen bereits nach 6 Minuten. Zuvor hatte es noch so ausgesehen, als versuchten die Gastgeber, die Südniedersachsen zu überrennen. Das Debakel aus dem Hinspiel war noch allgegenwärtig. Mit dem frühen 0:1 jedoch gab Sparta zum richtigen Zeitpunkt ein klares Signal und forderte Jena damit deutlich heraus.

Das Spiel verlief spannend, aber nicht hochklassig. Zu Torschüssen kam es seltener als zu erfolgreichen Tacklings in den Strafräumen. Sparta versuchte einerseits, die knappe Führung mit Mann und Maus zu verteidigen, um auf der anderen Seite aber auch immer wieder gefährliche Konter zu fahren. So passierte es nach 65 Minuten, als Vrancic plötzlich alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchte und zum Heber ansetzte. Wie in Zeitlupe hoppelte der Ball daraufhin in Richtung Torlinie, schien entweder an den Torpfosten zu prallen oder auf der Linie zum Erliegen zu kommen. Doch es reichte. Mit letzter Kraft schleppte sich das kugelförmige Leder ins Netz. Den markerschütternden Torjubel der 27 mitgereisten Fans konnte man bis an den heimischen Greitweg hören.

Jena war nun jedoch keineswegs bereits geschlagen. Die Angriffe wurden wütender, die Gäste konnten das erhöhte Tempo jedoch abermals mitgehen. Somit blieb das Spiel trotz der Zwei-Tore-Führung spannend. Letztlich kam es aber, wie es kommen musste: Die immer offensiver werdenden Jenenser fingen sich das alles entscheidende Gegentor durch Meyer (88.). Und als ob dies noch nicht genug der Demontage wäre, überwand Liesenfeld den gegnerischen Keeper in der Nachspielzeit gar ein weiteres Mal. Er sah sich im Strafraum einer Übermacht an Gegenspielern gegenüber, wusste nicht wohin mit dem Ball und versenkte ihn schließlich trocken aus spitzem Winkel im langen Eck.

Fazit: Temporeiches, spannendes Spiel. Sparta äußerst effektiv nach vorne, defensiv sah es hin und wieder ein wenig nach Kamikaze aus. Daran sieht man dann auch, dass Jena bei weitem nicht seinen besten Tag erwischt haben kann. Beide Teams können die Saison nun locker ausklingen lassen.

Thomas Weggen: Wir haben heute vieles nicht so gemacht, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Nur die ersten Minuten waren wir so richtig im Spiel drinne. Göttingen hat uns dann vorgemacht, wie man schönen Fußball spielt. Der Sieg geht in Ordnung. Meinen Spielern merkt man die lange Saison an, sie wirkten müde und ausgelaugt. Vielen Dank für das faire Game.

Karsten Schröder: Wie Sie schon sagten, Genosse Reporter, in der Defensive bin ich einige Tode gestorben. Unser Spiel nach vorne allerdings war ziemlich mustergültig. Wir haben die Schwächen des Gegners sehr gut nutzen können. Dass wir gegen Jena gut aussehen können, hatten wir allerdings bereits im Hinspiel vor dem lachhaften Platzverweis gegen uns gesehen.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare vorhanden.