VDFB-Pokal · 2. Runde
23.03.2005
CFC
0 : 2
Kiel
Karsten7281 23.03. Buster
Stadion an der Gellertstraße · 22.400 Zuschauer (100 % · ausverkauft)
Torschützen
CFC
Keine Tore
Kiel
  • Altmann 1
  • Toelcseres 1
Spielbericht
Kiel übersteht Runde 1 mit Arbeitssieg


Heute Abend war es soweit zur besten Pokalzeit - 20:15 Uhr - und es trafen zwei Teams aufeinander, die sich seit jeher ordentliche Fights lieferten auf dem Platz.
Beim letzten Aufeinandertreffen spielte man noch in einer Liga und damals war die Abwehr des CFC so desolat, dass man mit 4 Gegentreffern das Nachsehen hatte und der KSV damit in die 2.Liga aufstieg.
Für das heutige Spiel lag die Favoritenrolle wieder bei den Störchen und der Chamnitzer Coach Schröder war sehr vorsichtig mit Aussagen über einen Sieg. Doch in der lokalen Presse wollte man den Störchen den Garaus machen, doch dazu mehr.


Verhaltener Anfang und der CFC mit mehr Ballbesitz konnte die erste Möglichkeit für sich verbuchen, doch der Ball flog nach einer Flanke weit übers Tor. Die Kieler in der Folgezeit nicht wirklich offensiv wie sonst gewohnt spielte abwartend und lauernd. Sie versuchten es diverse Male über die Außen, doch die Abwehr der Ostdeutschen hatte stets ein Bein parat um es in den Weg zu werfen, man könnte meinen sie hätten zuviel Inspektor Gadget geguckt, so wie sie die Beine ausfuhren, doch wirklich bekamen sie den Ball nicht weg zwischen der 10ten und 14ten Spielminute und dann war es da das Geschenk der Hausherren an den Gast.
Gregorczyn spaziert durch den Chemnitzer Strafraum, sieht den Mittelfeldmann Altmann heranlaufen, spielt diesen an und locker flockig stand es 1:0 für die Gäste. Sehenswert war es nicht, doch dafür Strafe genug für die schlafende Abwehr.

In der Folgezeit ein leichter Schlagabtausch, denn viel hatten die Torhüter heute nicht zu tun. Man dachte zunächst, dass ein Tor dem Spiel gut täte, aber bei weitem gefehlt, Kiel wollte nicht viel mehr machen und der CFC traute sich nicht so wirklich. Bemüht waren sie allemal, aber nicht mutig genug mit genügend Mann aufzurücken und dies machte das Spiel etwas trist und langweilig für die Zuschauer.

Nach dem müden Gekicke weckte der Pfif des Schiedsrichters die Fans in beiden Blöcken, so dass sie sich nochmal ein Bierchen holen konnten, denn vielleicht würde dies die Stimmung heben.

Der zweite Durchgang begann dann wieder ermutigend, als die Störche nach vorne spielten und dann durch ein Gewurschtelk im Strafraum die Führung ausbauten. Toelcseres schneller am Ball als Bobel und Colding drin das Ding.
ja aber das wars dann auch schon mit der ganzen Herrlichkeit, denn beide Abwehrreihen verrichteten ihre Arbeit fortan wieder makellos - das einzige was man sehen konnte, dass Chemnitz im Ballbesitz war, aber auch nicht wirklich wusste, was man damit anfangen sollte und die Kieler, die halt ein paar Mal auf den Kasten schossen, während Chemnitz es im gesamten Spiel nicht einmal gelang wirklich AUF den Kasten von Preuss zu schießen. Der holte sich schon extra die Bällr, damit er ihn auch mal haben konnte.

Dann pünktlich nach 90 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab, nachdem Chemnitz die letzten 10 Minuten die Kugel vor dem gehäuse der Gäste rumschob und eher lustlos wirkte, wie auch der KSV am heutigen Abend.

Es war kein grandioses Spiel, dennoch danken wir beiden Teams, die einmal mehr bewiesen haben, wie langweilig ein taktisch geführtes Spiel doch sein kann.

Und weil das Spiel nicht erheiterte, haben wir uns Karsten Schröder geschnappt und ihn um ein Statement gebeten:

"Meine Mannschaft hat genauso diszipliniert gespielt wie vorgesehen. Wir wollten das Spiel langsam aufbauen, auf unsere Chancen warten und nicht ins offene Messer laufen. Das ist uns auch hervorragend gelungen, nur haben wir uns leider selbst sabotiert, da das Spiel meinen Spielern offenbar so langweilg vorkam, dass sie es sogar spannender fanden, einem Kieler beim Spazierengehen zuzuschauen. Alles in allem bin ich aber zufrieden, wir hätten lediglich zwei unserer drei hundertprozentigen Chancen nutzen müssen. Besonders leid tut mir die Niederlage natürlich für das Diakonische Werk Chemnitz, dessen Obdachlosenhilfe nun leider auf das Storchengulasch verzichten muss."

Trainer Scheidl meldete sich dann auch noch zu Wort:
"Ja gut, was zählt ist, dass wir die nächste Runde erreicht haben. Wir alle wissen doch, wie schwer es ist im Pokal wirklich gut auszusehen vor allem gegen die Regionalligisten. Es war ein Arbeitssieg, wie er wohl im Duden stehen dürfte, denn sowas macht keinen Spaß, dennoch bedanke ich mich bei den Fans, die hier waren und wenigstens wach waren als die Tore fielen. Wir werden sehen, was wir jetzt bekommen und uns dementsprechend darauf einstellen müssen. Danke."
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