VDFB-Pokal · Qualifikationsrunde
20.10.2026
Köln
3 : 2
Aachen
Massie_99 20.10. LucaToniOrgel
RheinEnergieSTADION · 18.000 Zuschauer (32 %)
KölnAachen
1. Halbzeit
2. Halbzeit
Spielverlauf
1. HALBZEIT2 : 1
22'0:1 Tabakovic
24'1:1 Grodowski
33'2:1 Boukhalfa
2. HALBZEIT1 : 1
48'2:2 Nelson
58'Frenkert (für Szalai)
64'Borgmann (für Sands)
64'Jessen (für Gray)
64'Condé (für Haidara)
64'Caliskaner (für Nelson)
64'Kijewski (für Tillman)
65'Costly (für Grodowski)
68'Scepanik (für Nollenberger)
88'3:2 Scepanik
Spieler des Spiels
Attila Szalai (Köln)Note 8,9
Statistiken
58 %
Ballbesitz
42 %
2,57
Erwartete Tore (xG)
1,25
12
Schüsse
7
198
Pässe
129
88 %
Passgenauigkeit
79 %
25
Zweikämpfe
50
8
Gew. Zweikämpfe
10
13
Abgefangene Bälle
17
6 s
Ballrückeroberung
9 s
0
Gelbe Karten
0
0
Rote Karten
0
Spielbericht

Scepanik-Blitzlicht: Köln ringt Aachen in Pokal-Thriller nieder

Manch einer hatte gerade die erste Tasse Kaffee gelehrt, da nahm die VDFB-Pokal-Runde 0 bereits Fahrt auf, und das nicht zimperlich. Die Kölner wussten um die Ambitionen der Gäste aus der 3. Liga, die mit drei Punkten aus zwei Spielen ohnehin etwas frischer in die neue Saison gestartet waren. Doch wer erwartete, dass die Domstädter zunächst die Kontrolle übernehmen würden, wurde kalt erwischt. Es war die Alemannia, die in der 22. Minute den ersten Nadelstich setzte, als Tabakovic zur überraschenden Führung für Aachen traf. Der Jubel war kaum verhallt, da zeigte der 1. FC Köln, dass er nicht für einen gemütlichen Kaffeeplausch angetreten war. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball schon wieder im Netz, diesmal auf der anderen Seite: Grodowski besorgte in der 24. Minute den Ausgleich. Ein schneller Schlagabtausch, der ahnen ließ, dass hier niemand mit leeren Händen nach Hause wollte.

Die Partie nahm nun endgültig Fahrt auf. Die Hausherren, kurzzeitig wachgerüttelt, legten nach. In der 33. Minute war es Boukhalfa, der die Gastgeber erstmals in Führung brachte. Die Aachener schienen kurzzeitig von der Rolle, doch sie zeigten Herz, oder zumindest ausreichend taktische Disziplin, um den Schaden bis zur Pause in Grenzen zu halten. Die Kabinenansprache vonseiten der Gäste muss eindringlich gewesen sein, denn die Alemannia kam mit neuem Elan aus der Halbzeit. Kaum hatten die Zuschauer ihre neuen Getränke in den Händen, schlug es erneut ein. Nelson sorgte in der 48. Minute für den erneuten Ausgleich und stellte das Spielgeschehen wieder auf null – ein wahrer Test für die Nervenstärke beider Fanlager.

Was folgte, war ein zähes Ringen im Mittelfeld. Beide Teams suchten die Entscheidung, aber der letzte Pass wollte nicht mehr so recht ankommen, die Abschlüsse wurden fahriger. Es war ein Spiel, bei dem man den Schweiß auf dem virtuellen Rasen riechen konnte, während die Uhr unaufhaltsam tickte und die Aussicht auf eine Verlängerung immer realer wurde. Als sich bereits viele mit dem Gedanken an die ungeliebte Extra-Schicht anfreundeten, schien der Moment der Wahrheit doch noch zu kommen. Der 1. FC Köln, der in der Liga zuletzt eine Niederlage einstecken musste, wollte diesen Pokalabend nicht abschenken.

Dann, in der 88. Minute, der Paukenschlag, der die Entscheidung herbeiführte. Ein Moment der Unaufmerksamkeit, ein letzter Kraftakt, und da war er: Scepanik, der den Ball zum vielumjubelten 3:2-Endstand in die Maschen hämmerte. Ein Tor, das nicht nur den Kölnern den Einzug in die nächste Pokalrunde sicherte, sondern den Aachenern auch die Erkenntnis bescherte, dass im Pokal selbst ein starker Auftritt bis zur letzten Sekunde belohnt werden muss. Ein bitteres Ende für die Alemannia, ein versöhnlicher Abend für den 1. FC Köln, der sich mit diesem späten Treffer eine nervenaufreibende Verlängerung ersparte und das Weiterkommen feierte.

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