Oberliga Nord · 23. Spieltag
08.07.2007Torschützen
- Meier 1
- Marotta 1
F. Köln - Neumann 1
Spielbericht
Heute konnte Fortuna nur gewinnen...
... es sei denn, es wäre unentschieden geendet.
Düsseldorf - Zu Gast kam heute die kleine Fortuna aus Köln und die Vorzeichen standen gut. Trainer Mike Armgart hatte noch im Vorfeld gepokert und das Gastgeberglück bemängelt. Es sollte sich durch seinen Abend ziehen.
Gastgeber Düsseldorf ging ein wenig untrainiert in die Partie. In den vergangenen Tagen hatte man seine FIFA-Zeit ausschließlich mit vergeblichem Warten auf Gegner und unendlichen, ergebnislosen Tests gegen Erkenschwick verbracht. Nun also wirklich mal wieder Fußball und es war ein wichtiges Spiel. Vielleicht nicht ganz so wichtig wie gegen Erkenschwick, ABER auch irgendwie wichtig. Hauptsache es wird schön!
Das Düsseldorfer Trainergespann setzte sich nur zur Hälfte auf de Bank, fehlte zum Anpfiff noch Co-Trainer AnnA Mc Sherlock, Mentaltrainer am Rhein. Dementsprechend verfahren begann das Spiel. Eine Menge Ballverluste im Mittelfeld prägten die Anfangsphase. Wenig kam zustande und wenn aus Standardsituationen oder unter tatkräftiger Unterstützung des guten, alten Zufalls. Köln schoss einen Freistoß nach Düsseldorfer Handspiel von der Strafraumgrenze über den Kasten und vergab eine 1000%ige Chance, als sich Stephan Neumann nach Abschlag Nico Lauensteins mit einer geschickten Körpertäuschung Hamza Cakir stehen und somit den letzten Mann hinter sich ließ. Obschon er nicht gerade zu den Blitzen der Liga zählt, sah sich die Abwehr außer Stande ihn einzuholen und so kam es zum ersten Duell Dennis Prostka gegen Stephan Neumann. Der Stürmer versuchte den Ball flach unter dem Torsteher durchzuschieben, dieser muss sich geschlagen geben, doch der Ball passiert den rechten Pfosten auf der Außenseite. Glück für die Fortuna, Pech für die Fortuna.
Nach 25 Minuten betrat der Cotrainer das Stadion und schlagartig bekamen die Gastgeber das Spiel besser in den Griff. Immer häufiger konnten die gebotenen Freiräume genutzt werden und als die Kölsche Abwehr den kleinen Piero Marotta über die rechte Seite laufen ließ, in der irrigen Meinung, der könne sicherlich keiner Fliege etwas zuleide tun, ein Fehler den sie wiederholen und somit das Spiel verlieren sollten, fasste er sich aus spitzem Winkel ein Herz, scheiterte am Schlussmann doch verwandelte den Nachschuss unbedrängt. 1:0, 38. Minute, Marotta
Ein Schlag in die Magengrube der Gäste. Gastfreundschaft sieht eigentlich anders aus. Düsseldorf am Drücker und Köln rettete sich mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Die zweite Hälfte ging deutlich an die Gastgeber. Angriff auf Angriff rollte auf das Gästetor, doch immer wieder scheiterten die Stürmer am Torsteher stromaufwärts. Nur ihm verdankte Köln nicht ein zwei Tore mehr in Rückstand geraten zu sein. Dann kam der Kölner Konter; ja, der singular ist auf die zweite Hälfte bezogen korrekt verwendet. Eine Flanke gelangte in den Fünfer, Svensson auf dem Posten und köpfte vor dem wartenden Angreifer weg zu Dennis Prostka, dieser wollte Düsseldorfer Gastfreundschaft unter Beweis stellen und legte mit dem Hinterkopf auf die Füße Stephan Neumanns, der ob er wollte oder nicht den Ausgleich schoss. 1:1, 80. Minute, Neumann
Mike Armgart jubelte, der angestaute Frust der verpassten Führung in Hälfte eins gepaart mit Ärger über die Harmlosigkeit seines Teams in der zweiten Halbzeit bahnte seinen Weg nach außen. Lauter schrie in diesem Moment im Paul-Janes-Stadion lediglich sein Kollege Frank Götze, der den Ausgleich wohl für nicht ganz so verdient hielt wie die Kölner Anhängerschaft. Doch sein Co beruhigte ihn, ermunterte zu ruhigem Spiel wie bisher und die Spieler ließen sich den Schock des Augleichs nicht anmerken. Der Ball kam über außen zu Amir Shapourzadeh, dieser flankte auf den langen Pfosten, doch der Ball geriet etwas zu lang. Die Abwehr sah ihn wohl schon im Aus, traute dem flinken Marotta nicht zu ihn noch zu erhaschen, doch erreichte er den Ball vor der Linie, hatte aufgrund fehlender Verteidiger die Zeit in den Strafraum zu schauen, wo Alex Meier wild winkend auf den Fünfer zustürmte, der hohe Pass fand exakt sein Ziel, Linksfuß Meier zog direkt ab und versenkte den Ball unhaltbar am innenpfosten. 2:1, 84. Minute, Meier
Der Schock saß tief und die kleine Fortuna konnte ihn in der Spielzeit nicht mehr überwinden. Es blieb beim knappen Heimsieg, über 90 Minuten betrachtet sicherlich etwas glücklich, doch aufgrund der dominanten zweiten Hälfte nicht unverdient.
Mike Armgart (Fortuna): "Glückwunsch an die Düsseldorfer und Trainer Götze zu diesem Sieg. Viel Glück wünsche ich auch im weiteren Aufstiegskampf.
Wir haben uns mal wieder in der Schlussphase verdienten Lorbeeren bringen lassen. Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an gefightet und wir hätten auch in Führung gehen können wenn nicht sogar müssen. Die Düsseldorfer gingen dann aber in Führung. Kompliment an meine Jungs die sich den Ausgleich wirklich erkämpften und verdienten. Dann kamen die letzten zehn Minuten und wir hatten alle wieder diese Vorahnung die dann Realität wurde. Das Unentschieden wär in meinen Augen gerecht gewesen aber nu treten wir die Heimfahrt mit leeren Händen an. Dieser Punkt wäre ein Big Point für uns gewesen und hätte die Essener etwas mehr unter Druck gesetzt. Aber wir dürfen nicht auf andere gucken und uns verlassen, sonder haben jetzt eine klare Zielsetzung für das nächste Heimspiel. Ich und die Fans erwarten nun einen Sieg gegen die Osnabrücker. Und wenn meine Jungs vor heimischen Publikum mit dem Einsatz kämpft wie die letzten Wochen wird dieses auch klappen. In der Kabine meinten meine Jungs. Am liebsten würden sie so schnell wie möglich wieder spielen. Und genau diese Motivation die sie auch auf dem Platz macht mich so sicher das wir am Ende der Saison nicht zu den unglücklichen Vieren gehören werden."
Frank Götze (Fortuna): "Zunächst möchte ich mich im Namen der Mannschaft und der Fans bei meinem Co-Trainer bedanken. Die Mannschaft zieht großen Gewinn aus der Unterstützung.
Zum Spiel kann ich sagen, dass es sehr spannend und chancenreich war. Als ehemaliger Trainer der kleinen Fortuna mache ich mir natürlich Gedanken über den weiteren sportlichen Werdegang, doch angesichts der heute präsentierten Leistung bereitet mir der Klassenerhalt keine gesteigerten Sorgen. Einzig am Abschluss müsste Herr Armgart noch ein wenig trainieren lassen. Dieses Manko besitzt das Team vermutlich noch aus meinen Trainertagen. Für uns läuft es im Moment. Nun hoffe ich auf eine Möglichkeit, gegen Erkenschwick ausnahmsweise 90 Minute am Stück spielen zu können und gegen Bergedorf haben wir schlichtweg nichts zu verlieren."
... es sei denn, es wäre unentschieden geendet.
Düsseldorf - Zu Gast kam heute die kleine Fortuna aus Köln und die Vorzeichen standen gut. Trainer Mike Armgart hatte noch im Vorfeld gepokert und das Gastgeberglück bemängelt. Es sollte sich durch seinen Abend ziehen.
Gastgeber Düsseldorf ging ein wenig untrainiert in die Partie. In den vergangenen Tagen hatte man seine FIFA-Zeit ausschließlich mit vergeblichem Warten auf Gegner und unendlichen, ergebnislosen Tests gegen Erkenschwick verbracht. Nun also wirklich mal wieder Fußball und es war ein wichtiges Spiel. Vielleicht nicht ganz so wichtig wie gegen Erkenschwick, ABER auch irgendwie wichtig. Hauptsache es wird schön!
Das Düsseldorfer Trainergespann setzte sich nur zur Hälfte auf de Bank, fehlte zum Anpfiff noch Co-Trainer AnnA Mc Sherlock, Mentaltrainer am Rhein. Dementsprechend verfahren begann das Spiel. Eine Menge Ballverluste im Mittelfeld prägten die Anfangsphase. Wenig kam zustande und wenn aus Standardsituationen oder unter tatkräftiger Unterstützung des guten, alten Zufalls. Köln schoss einen Freistoß nach Düsseldorfer Handspiel von der Strafraumgrenze über den Kasten und vergab eine 1000%ige Chance, als sich Stephan Neumann nach Abschlag Nico Lauensteins mit einer geschickten Körpertäuschung Hamza Cakir stehen und somit den letzten Mann hinter sich ließ. Obschon er nicht gerade zu den Blitzen der Liga zählt, sah sich die Abwehr außer Stande ihn einzuholen und so kam es zum ersten Duell Dennis Prostka gegen Stephan Neumann. Der Stürmer versuchte den Ball flach unter dem Torsteher durchzuschieben, dieser muss sich geschlagen geben, doch der Ball passiert den rechten Pfosten auf der Außenseite. Glück für die Fortuna, Pech für die Fortuna.
Nach 25 Minuten betrat der Cotrainer das Stadion und schlagartig bekamen die Gastgeber das Spiel besser in den Griff. Immer häufiger konnten die gebotenen Freiräume genutzt werden und als die Kölsche Abwehr den kleinen Piero Marotta über die rechte Seite laufen ließ, in der irrigen Meinung, der könne sicherlich keiner Fliege etwas zuleide tun, ein Fehler den sie wiederholen und somit das Spiel verlieren sollten, fasste er sich aus spitzem Winkel ein Herz, scheiterte am Schlussmann doch verwandelte den Nachschuss unbedrängt. 1:0, 38. Minute, Marotta
Ein Schlag in die Magengrube der Gäste. Gastfreundschaft sieht eigentlich anders aus. Düsseldorf am Drücker und Köln rettete sich mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Die zweite Hälfte ging deutlich an die Gastgeber. Angriff auf Angriff rollte auf das Gästetor, doch immer wieder scheiterten die Stürmer am Torsteher stromaufwärts. Nur ihm verdankte Köln nicht ein zwei Tore mehr in Rückstand geraten zu sein. Dann kam der Kölner Konter; ja, der singular ist auf die zweite Hälfte bezogen korrekt verwendet. Eine Flanke gelangte in den Fünfer, Svensson auf dem Posten und köpfte vor dem wartenden Angreifer weg zu Dennis Prostka, dieser wollte Düsseldorfer Gastfreundschaft unter Beweis stellen und legte mit dem Hinterkopf auf die Füße Stephan Neumanns, der ob er wollte oder nicht den Ausgleich schoss. 1:1, 80. Minute, Neumann
Mike Armgart jubelte, der angestaute Frust der verpassten Führung in Hälfte eins gepaart mit Ärger über die Harmlosigkeit seines Teams in der zweiten Halbzeit bahnte seinen Weg nach außen. Lauter schrie in diesem Moment im Paul-Janes-Stadion lediglich sein Kollege Frank Götze, der den Ausgleich wohl für nicht ganz so verdient hielt wie die Kölner Anhängerschaft. Doch sein Co beruhigte ihn, ermunterte zu ruhigem Spiel wie bisher und die Spieler ließen sich den Schock des Augleichs nicht anmerken. Der Ball kam über außen zu Amir Shapourzadeh, dieser flankte auf den langen Pfosten, doch der Ball geriet etwas zu lang. Die Abwehr sah ihn wohl schon im Aus, traute dem flinken Marotta nicht zu ihn noch zu erhaschen, doch erreichte er den Ball vor der Linie, hatte aufgrund fehlender Verteidiger die Zeit in den Strafraum zu schauen, wo Alex Meier wild winkend auf den Fünfer zustürmte, der hohe Pass fand exakt sein Ziel, Linksfuß Meier zog direkt ab und versenkte den Ball unhaltbar am innenpfosten. 2:1, 84. Minute, Meier
Der Schock saß tief und die kleine Fortuna konnte ihn in der Spielzeit nicht mehr überwinden. Es blieb beim knappen Heimsieg, über 90 Minuten betrachtet sicherlich etwas glücklich, doch aufgrund der dominanten zweiten Hälfte nicht unverdient.
Mike Armgart (Fortuna): "Glückwunsch an die Düsseldorfer und Trainer Götze zu diesem Sieg. Viel Glück wünsche ich auch im weiteren Aufstiegskampf.
Wir haben uns mal wieder in der Schlussphase verdienten Lorbeeren bringen lassen. Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an gefightet und wir hätten auch in Führung gehen können wenn nicht sogar müssen. Die Düsseldorfer gingen dann aber in Führung. Kompliment an meine Jungs die sich den Ausgleich wirklich erkämpften und verdienten. Dann kamen die letzten zehn Minuten und wir hatten alle wieder diese Vorahnung die dann Realität wurde. Das Unentschieden wär in meinen Augen gerecht gewesen aber nu treten wir die Heimfahrt mit leeren Händen an. Dieser Punkt wäre ein Big Point für uns gewesen und hätte die Essener etwas mehr unter Druck gesetzt. Aber wir dürfen nicht auf andere gucken und uns verlassen, sonder haben jetzt eine klare Zielsetzung für das nächste Heimspiel. Ich und die Fans erwarten nun einen Sieg gegen die Osnabrücker. Und wenn meine Jungs vor heimischen Publikum mit dem Einsatz kämpft wie die letzten Wochen wird dieses auch klappen. In der Kabine meinten meine Jungs. Am liebsten würden sie so schnell wie möglich wieder spielen. Und genau diese Motivation die sie auch auf dem Platz macht mich so sicher das wir am Ende der Saison nicht zu den unglücklichen Vieren gehören werden."
Frank Götze (Fortuna): "Zunächst möchte ich mich im Namen der Mannschaft und der Fans bei meinem Co-Trainer bedanken. Die Mannschaft zieht großen Gewinn aus der Unterstützung.
Zum Spiel kann ich sagen, dass es sehr spannend und chancenreich war. Als ehemaliger Trainer der kleinen Fortuna mache ich mir natürlich Gedanken über den weiteren sportlichen Werdegang, doch angesichts der heute präsentierten Leistung bereitet mir der Klassenerhalt keine gesteigerten Sorgen. Einzig am Abschluss müsste Herr Armgart noch ein wenig trainieren lassen. Dieses Manko besitzt das Team vermutlich noch aus meinen Trainertagen. Für uns läuft es im Moment. Nun hoffe ich auf eine Möglichkeit, gegen Erkenschwick ausnahmsweise 90 Minute am Stück spielen zu können und gegen Bergedorf haben wir schlichtweg nichts zu verlieren."
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