Oberliga Nord · 27. Spieltag
19.09.2006
RWE
1 : 3
WHV
TITAN 19.09. fluschi
1.200 Zuschauer
Torschützen
RWE
  • Siebert 1
WHV
  • Schuetze 1
  • Buckley 1
  • Conrad 1
Spielbericht
Nach einigen Busproblemen bei der Auswärtsmannschaft aus Wilhelmshaven wurde heute endlich im Georg-Melches Stadion zum Nachholspiel zwischen Essen und den Nordlichtern geladen.

Vor dem Mannschaftsbus der Gästemannschaft fuhr ein Konvoi voller alten VW Cabrio Käfern in den Vereinsfarben, um gleich klar zu stellen, welche Farben heute das Stadion der Heimmannschaft beherschten.
Die Nordlichter kamen aus einer ungewohnten Umgebung nach Essen gefahren. Trainer Werner hatte dem Team als Trainingslager das Wochenende Oktoberfest in München gesponsored. Conrad und Buckley vielen am Samstag Abend dann auch noch etwas auf, als die beiden Offensivspieler des SV W`s durch das HB-Zelt flitzten und die Nacht in der Ausnüchterungsabteilung der Münchner Polizei verbrachten. Trainer Werner lachte sich dabei den Bauch kugelig, viel von der Bank und prellte sich den Oberarm ....

Aber jetzt wieder zurück zum heutigen Nachholspiel. Beide Teams stehen zioemlich am Ende der Saison mit beiden Füßen in einem Hausen Kuhdung, wobei die Wilhelmshavener schon fast bis zum Hals drin stecken. Für beide ist es klar, wenn heute keine 3 Punkte herraus springen werden die wenigen Spiele die noch folgen sehr schwer, weil man keinen 3er mehr hergeben darf.

So fing das Spiel auch an. Wilhelmshaven kann wohl bei einem Unentschieden oder einer Niederlage sich gleich mal die gegner in den Landesligen anschauen, die nächste Saison auf das Team warten würden. Also war die Anweisung von Coach Wernerr auch gleich in die Tat umgesetzt worden und man spielte fleisig nach vorne.Einige Chancen wurden in den ersten Minuten der Partie auf Seiten der Nordlichter verbucht, aber es wurde nix brauchbares daraus. Essens Stürmer bissen sich meist in der Verrteidigung des Tabellenletzten fest. Ein munterres Spielchen mit einem hohen Tempo und vielen Torchancen wurde den Zuschauern im Stadion geboten.
Kurz vor der Halbzeit war es dann für Coach Werner in Form von Schütze zur Erlösung gekommen. Eine flache Herreingabe von außen in den 16er der Hausherren in den Rücken der Abwehr nuzte er aus und schob den Ball unhaltbar flach ins linke untere Eck. 0:1 aus sicht der Essener, kurz vor der Pause. Sollte das der Genickschlag für die heutige Partie sein??
Erstmal ab in die Umkleide zum Halbzeitstelldichein. Das ganze Stadion konnte Coach Lautners Worte verfolgen, die er seiner Mannschaft an den Kopf warf. besonder Vittek, der im direkten Gegenzug noch vor dem Pausenpfiff einen Schuss aus 25 Metern mal wieder ans Lattenkreuz knallen ließ.
Nachdem die Teams wieder auf den Platz gewandert waren ging es mit gleichem Angagement weiter, wie in den errsten 45 Minuten. Wilhelmshaven stürmte, Essen stürmte ebenfalls aber fuhr sich meist in der Abwehr fest. Ich glaube in der 70. Minute war es dann Buckley, der eine Flanke von Ernst in den Strafraum der Essener verpasste, aber Conrad stand goldrichtig am langen Pfosten, weit und breit von der Abwehr vergessen, und schoss unhaltbar für den Keeper ins Essener Gebälk zum 0:2 für Wilhelmshaven ein. Coach Werner außer sich vor glückseligkeit! Doch im direkten Gegenzug machte Siebert eine wunderschöne Flanke von Vittek mit einem eleganten Kopfnicken ins Netz der Wilhelmshavener. 1:2 und es waren noch 20 Minuten zu spielen! Die Dramatik war auf dem Höhepunkt, beide Trainer wurden des Platzes verwiesen, weil keiner mehr in der Coaching Zone sein konnte. Essen nun am drücker. Eine Chance nach der anderen jagte Trainer Werner die Schreckensbleiche ins Gesicht und er musste ein ums andre mal ein neues Bier bestellen, da es den Weg halbvoll auf den Boden fand. In der 90. Minute wurde er jedoch erlöst, als Ernst einen Angriff der Essener abfing, und einen wunderscchönen Pass auf Buckley spielte, der der aufrückenden Abwehr davon brauste. Locker lässig lies er mit einem Hacken den Keeper stehen und schob zum enttscheidenden 1:3 Endstand ein.

Trainer Werner stellte sich an den Bierstand des Essener Stadions, bestellte 3 50l Fässer und verschwand mit seinen Mannen in der Kabine. Den Coach des Gastgeber Teams gab er noch ein paar Liter Bier mit auf dem Weg und wir sahen beide Trainer nicht, um ihnen ein Kommentar abzuluchsen. Für Essen wird die Luft langsam immer dünner, hatte man sich doch in der Hinrunde auf einer sicheren Position gesehen. Und für die Nordlichter ist jetzt doch wieder ein kleiner Strohhalm zum greifen Nahe, um den Klassenerhalt zu schaffen.
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