Qualifikationspokal ersetzt Landespokal
Nur noch zwei Tage bis der Qualifikationspokal startet. Der neue Modus ersetzt den Landespokal. In neun Vierergruppen spielen nun alle Zweit- und Drittligisten um den Einzug in den VDFB-Pokal. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt, genau wie die fünf besten Gruppenzweiten. Wir blicken für euch auf die einzelnen Gruppen.

Die Nullfünfer sind der klare Favorit in dieser Gruppe. Dementsprechend eindeutig sind auch die Qouten für einen Gruppensieg der Rheinhessen bei den Buchmachern. Die klare Favoritenrolle birgt natürlich Gefahren, diese dürften in dieser Gruppenkonstellation aber überschaubar sein. Der Erstligaabsteiger aus Stuttgart wird die größte Hürde für die Mannschaft von Trainer Feulner werden. Doch die kriselnden Schwaben zählen bei den Experten in der 2. Liga anders als die Mainzer, die als größter Aufstiegsanwärter in die Saison gehen, nicht zu den Spitzenteams. Der SC Freiburg und Preußen Münster sollten für die 05er keine Aufgaben darstellen.

Abgestiegen, keinen Trainer mehr und auch noch verschuldet. Der SSV Jahn Regensburg durchgeht in diesen Tagen nicht unbedingt die schönste Zeit der Vereinsgeschichte. Besonders der Fakt, dass die Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt führungslos erscheint und die Vorbereitung nicht so nutzen konnte, wie es eine Mannschaft nach einem Abstieg gebraucht hätte, löst Kopfschütteln aus. Am Montag startet nicht nur die Liga, sondern auch der Qualifikationspokal, wo der Jahn eigentlich eine machbare Gruppe zugelost bekam. Einnahmen über den VDFB-Pokal würden der klammen Kasse in der Oberpfalz helfen. Der Vorstand gerät in der Trainerfrage allmählich unter Zugzwang. Dem Ligarivalen aus Köln, größter Gegner des Jahn in dieser Gruppe, wird das Geld primär egal sein. Die Geißböcke wollen den Fauxpas aus der letzten Saison, als der FC erstmals den VDFB-Pokal verpasste, vergessen machen und zurück in den prestigeträchtigen Pokal. Augsburg und Aachen sind die beiden weiteren Teams in dieser Gruppe, die dort hin wollen.

Im Fussball gibt es manchmal Geschichten, die haben mit den Geschehnissen auf dem Rasen nicht viel zu tun. Auch in der letzten Gruppe des Qualifikationspokal kann man die sportliche Komponente schnell durchgehen. Hansa Rostock sollte die Gruppe dominieren und sich ein Ticket für die Hauptrunde sichern. Verhindern möchte das ausgerechnet der Trainer, der den Rostocker Chef einst vor Jahrzehnten auf unsere Online Liga aufmerksam machte. Es nicht die einzige Geschichte, die man im Zusammenhang mit der Gruppe I über Verls Cheftrainer Tweggi erzählen kann. Erwähnenswert ist auch, dass der neue Cheftrainer der Ostwestfalen auf sein Ex-Team treffen wird. Wenn der VfL Bochum am 3. Spieltag nach Verl reist, werden die mitreisenden Fans nicht nur Liebesbekundungen mitbringen. Gerne hätte der VfL nämlich mit Tweggi weiter zusammengearbeitet, doch der erfahrene Fussballlehrer entschied sich relativ spät in der Vorbereitung zum Sportclub zu wechseln. Nun kommt es früh in der Saison zum Wiedersehen.