Saisonstart: 19.10.2026

SpVgg Greuther Fürth

Osnabrücker Zeitung (06.06.2022)

06.06.2022 Fabo


Druck wird größer


Der Druck auf die Verantwortlichen beim VfL Osnabrück steigt quasi täglich. Es gibt genug Baustellen an der Bremer Brücke. Das größte Problem ist derzeit wohl der unsichere Spielbetrieb. Da die Mannschaft keine Spiele absolvieren kann, sieht es auch in der Tabelle immer düsterer aus. Zwar belegt der VfL weiterhin den Relegationsplatz, doch in der Winterpause könnte es für die Niedersachsen noch schlimmer werden. Da mit 6 Spielen nicht einmal die Mindestanzahl der Pflichtspiele erreicht wurde, würden alle 17 Spiele der Hinrunde gegen den VfL gewertet werden. Damit wären die bisher 7 erspielten Punkte hinfällig. Schlimmer noch, die beiden direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Leipzig und Bielefeld würden profitieren. So würde aus einem 1:1 Remis gegen RB Leipzig eine 3:0 Niederlage werden. Auch der Sieg gegen Bielefeld wäre hinfällig, sodass die Arminia sich über den ersten Saisonsieg freuen könnte. In der Tabelle wäre der VfL dann folgerichtig Tabellenletzter. Der Relegationsplatz wäre vier Zähler entfernt, sofern die beiden Konkurrenten bis zur Winterpause keine Punkte mehr einfahren. Kein Wunder also, dass die Mannschaft nicht gerade fröhlich auf der Feier zum 20 jährigen Jubiläum der Ultragruppe "Violet Crew" empfangen wurde. Gerade gegenüber Trainer Fabo wurden die Töne rauer. Doch, der im Sommer verpflichtete Trainer bleibt weiterhin ruhig. Dies liegt wohl daran, dass der Trainer eine ähnliche Situation aus seiner Zeit bei Greuther Fürth kennt. Auch im Frankenland wurde damals die gesamte Hinrunde gegen das Kleeblatt gewertet. Am Ende stand trotzdem der Klassenerhalt. Die Fans an der Bremer Brücke sehnen sich dennoch nach einer etwas entspannteren Saison. Auch das Pokalaus am grünen Tisch gegen RB Leipzig war ein heißes Thema im Disput zwischen Anhänger und Mannschaft. So seien die Chancen auf ein Weiterkommen und die daraus resultierenden Einnahmen mehr als gut gewesen. Diese Chance sei aus Sicht der Anhänger leichtfertig verspielt worden. Die anschließenden Glückwünsche des Sportdirektors Amir Shapourzadeh für die Treue und des 20 jährigen Bestehens der Gruppe nahmen die Fans anteilslos hin.

Bei den ganzen schlechten Nachrichten rundum den VfL Osnabrück wundert es nicht, dass die nächste Hiobsbotschaft bereits im Anflug ist. So gab Kapitän und VfL Urgestein Ulrich Taffertshofer am heutigen Pfingstmontag sein Abschied zum Saisonende bekannt. Niemand hatte den Verein von der Bremer Brücke in den letzten Jahren so geprägt wie Taffertshofer. Der angekündigte Abschied kam für alle Seiten mehr als überraschend. Ob der Mittelfeldspieler nach der Saison dem VDFB enthalten bleibt, ins Ausland wechselt oder gar die Karriere beendet, ist derzeit noch offen.

Wir hatten berichtet, dass sich die Wege von Timo Beermann und dem VfL Osnabrück trennen werden. Am letzten Donnerstag einigten sich beide Parteien auf eine Vertragsauflösung.

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