5:4! Neun-Tore-Wahnsinn bei SirManekins Debüt: Hoffenheims irre Aufholjagd bleibt unbelohnt
Was für ein Einstand für den neuen TSG-Trainer SirManekin! In einem geschichtsträchtigen Torspektakel schnupperte die TSG Hoffenheim nach einem scheinbar aussichtslosen Rückstand am perfekten Comeback, musste sich Fortuna Düsseldorf am Ende aber dramatisch geschlagen geben.
Erste Halbzeit: Die Ruhe vor dem Sturm
Wer nach den ersten 45 Minuten auf ein historisches Torfestival gewettet hätte, wäre wohl für verrückt erklärt worden. Die erste Hälfte in Sinsheim verlief taktisch geprägt und highlightarm. SirManekin hatte seine Truppe defensiv stabil eingestellt, nach vorne fehlte jedoch noch die nötige Durchschlagskraft. Mit einem torlosen 0:0 ging es in die Kabinen – niemand im Stadion ahnte, welche Anarchie in Durchgang zwei ausbrechen würde.
Tor-Anarchie nach der Pause
Was auch immer die Trainer in den Kabinen sagten: Es wirkte wie ein Brandbeschleuniger. Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem völlig vogelwilden Ritt. Düsseldorf erwischte die Sinsheimer eiskalt, nutzte jede defensive Lücke und zog scheinbar uneinholbar davon.
Doch SirManekin bewies Moral und peitschte sein Team nach vorne. Es folgte eine irre Aufholjagd der Hoffenheimer, angeführt von einem Mann in absoluter Weltklasse-Form: Alexander Isak. Der Stürmer wirbelte die Fortuna-Abwehr im Alleingang auseinander, schnürte einen lupenreinen Hattrick und verdiente sich mit einer Überflieger-Wertung von 9,1 völlig zurecht die Auszeichnung zum Spieler des Spiels.
Kurios: Stürmerstar Harry Kane blieb in diesem Offensivspektakel überraschend ohne eigenen Treffer, glänzte dafür aber als uneigennütziger Vorbereiter und steuerte drei Torvorlagen bei.
90+2: Das finale Drama
Die Crunchtime war nichts für schwache Nerven. Hoffenheim drückte in der Nachspielzeit auf den heroischen Ausgleich zum 5:5. In der 92. Spielminute brach der Jubel im Stadion schon fast aus: Der Ball flog Richtung Tor, der Ausgleich war zum Greifen nah – doch ein Düsseldorfer warf sich in allerletzter Sekunde mit einer heroischen Grätsche in den Schuss und blockte den Ball auf der Linie.
Kurz danach war Schluss. SirManekins Debüt endet trotz einer epischen Energieleistung ohne Punkte, macht aber jetzt schon verdammt viel Lust auf mehr.