28.08.2015 Kampf, Leidenschaft, Aufstieg - eine ganz besondere Saison ist zu Ende!
Saisonabschluss in Freiburg. Seit nunmehr genau einer Woche steht der Aufstieg in die 3. Bundesliga und damit die Rückkehr des Sportclub Freiburg in den Profifußball fest. Wer den Weg dieses Vereins im VDFB mitverfolgt hat, weiß um die Bedeutung dieses Erfolges für die Verantwortlichen und Fans. Denn damit geht eine schwierige Zeit der Rückschläge, Enttäuschungen und des Wartens zu Ende. Nach knallharten Abstiegen von der 1. Bundesliga bis in die damalige Oberliga folgten zunächst sehr durchwachsene Spielzeiten ehe man die letzten Jahre immer wieder nur knapp am Aufstieg scheiterte.
Championsleague, UEFA-Cup oder Super-Cup? Spiele gegen den MSV Duisburg, die Bayern oder den BVB? Weit gefehlt. Stattdessen hieß es jahrelang auf nach Worms, Wiedenbrück oder Bergedorf! Endlich mal wieder im Dreisamstadion vor ausverkauften Haus Bundesliga gucken. Davon träumt man schon sehr sehr lange im Breisgau. Doch dieser Traum ist seit dieser Saison ein erhebliches Stück näher gerückt. Und der Traum lebt mehr denn je!
Für uns daher Zeit ein wenig auf die vergangene Spielzeit zurück zu blicken, den Moment zu beleuchten und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Denn durch den Wechsel der Spielklasse wird sich gerade im Hinblick auf die Stadionauslastung und Einnahmen einiges tun. Was konnten wir bereits von den Verantwortlichen herausbekommen. Wie geht es personell weiter. All das wird hier nun berichtet.
Resultierend aus der aktuellen Saison steht der Verein finanziell weiterhin sehr gut da. Das Festgeldkonto weist einen Kontostand von 5.634.855 EUR aus, welcher durch die Aufstiegsprämie von 750.000 EUR zum Saisonumbruch noch weiter anwachsen wird. Insgesamt geht man also mit 6.384.855 EUR in die kommende 18. VDFB Saison.
Ein wichtiger Baustein um sich in der 3. Bundesliga zu etablieren. Doch auch der Richtwert wird sich durch die steigenden Zuschauereinnahmen gravierend verändern. Hat man in der abgelaufenen Saison noch einen Richtwert von -631.300 EUR gehabt. Wird sich dieser nach unseren Berechnungen um und bei +780.000 EUR einpendeln und somit den zweiten wichtigen Indikator für den Klassenerhalt bilden.
Im Dreisamstadion werden durch Vereine mit großer Anhängerschaft wie die Fortuna Düsseldorf, der SV Waldhof Mannheim oder der SV Eintracht Trier deutlich mehr Zuschauer erwartet. Unsere Experten gehen davon aus, dass der diesjährige Zuschauerschnitt von 10.018 Zuschauern durch den Aufstieg und der damit verbundene Hinzugewinn von +1 FG mal eben auf ca. 15.500 Zuschauer anwachsen wird. Damit ist das Stadion mit seinem Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern dann schon zur Hälfte gefüllt. Wer hätte das vor fünf Jahren gedacht, als der Schnitt nur eine Spielklasse tiefer bei mageren 3.994 Zuschauern lag. Unsere Greifen sind wieder gefragt.
Baumaßnahmen am Stadion wird es bei einer Stadionauslastung von gut 50% somit auch in der kommenden Spielzeit nicht geben. Von Seiten des Vereins gab es hierzu weiterhin die Aussage, dass ein Stadionausbau frühestens bei einem Aufstieg in die 1. Bundesliga von Interesse sei. Es werde lediglich ein paar kleinere Umbaumaßnahmen geben um den Sicherheitsstandard der 3. Bundesliga zu erfüllen.
Unser Team, so die Herrschaften weiter, werde nur punktuell verändert. Nach Rücksprache mit dem Trainer sei man zu dem Entschluss gekommen, dass man in die Qualität des aktuellen Kaders auch eine Spielklasse höher vollstes Vertrauen habe. Es wäre fahrlässig ein so eingespieltes und erfolgreiches Team nun komplett auseinander zu reißen. Es gäbe lediglich zwei bis drei Positionen auf denen man sich verändern müsse oder wolle. Einerseits gäbe es aus der Mannschaft gewisse Veränderungswünsche und auch im Hinblick auf das gewünschte Saisonziel wird wohl auf die Handlungen der Konkurrenz reagiert werden müssen. Welche Spieler konkret zur Debatte stehen oder mit welchen Spielern man bereits Kontakt aufgenommen habe wurde jedoch noch nicht verraten. Lediglich Trainer Grahl gab jüngst nach dem letzten Ligaspiel gegen Leipzig zu verstehen, dass bereits erste Gespräche laufen würden.
Realistisch gesehen geht man unter dem Strich also davon aus, die neue Spielklasse halten zu können. Optimistisch gesehen strebt man seitens des Vereins allerdings einen einstelligen Tabellenplatz an. Dieses würde von den Verantwortlichen als riesen Erfolg gewertet werden. Auf lange Sicht gesehen, soll es natürlich noch weiter nach oben gehen. Hierfür lasse man sich aber Zeit. Denn wer ein ganzes Jahrzehnt auf die Rückkehr ins Profigeschäft warten kann, kann auch ein weiteres auf eine Rückkehr in Liga 2 warten.
Grob zusammengefasst hat der Sportclub alle Zeit der Welt seinen Platz in dieser 3. Bundesliga zu finden. Die finanzielle, personelle und infrastrukturelle Situation geben keinen Grund zur Besorgnis oder Eile und lassen die Verantwortlichen des Sportclub Freiburg gelassen auf die kommenden Jahre blicken. Der Verein macht stetig Fortschritte und so soll es auch weiterhin bleiben.
|