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SC Freiburg
Team-News SC Freiburg

Der Breisgauer - Ausgabe #14

20.05.2013 ChRillEmAnIa
Hinrundenresümee beim SC Freiburg


Sportclub Freiburg zieht Hinrundenresümee


Lange war nichts mehr zu hören aus dem Breisgau. Die Pflichtspiele wurden zuverlässig absolviert und man hielt sich mit der Berichterstattung leider sehr bedeckt. Daher wird es allerhöchste Zeit über die vielen Ereignisse und den bisherigen Weg unseres Sportclubs in dieser Saison zu berichten. Deshalb liefern wir euch heute voller Freude das Hinrundenresümee mit einem Blick in die Vergangenheit, auf die aktuelle Situation und die Zukunft unseres großartigen Vereins.


 Vor ziemlich genau zweieinhalb Jahren kam Christian Grahl als neuer Trainer zu unseren Greifen. Nachdem wir mit ihm die zwei erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte hinlegten und den Aufstieg in die 3. Bundesliga beide Male nur ganz knapp verpassten, war sich so gut wie jeder im Verein sicher, dass es dieses Mal klappen sollte. Auch aus dem Umfeld des Vereins insbesondere den Reihen der Trainerkollegen des VDFB wurden immer wieder Forderungen nach dem Aufstieg des Sportclub laut. Der Aufstieg wurde also logischer Weise zu Beginn der Saison von den Verantwortlichen als Saisonziel ausgerufen. Doch Vorsicht! In der Vorbereitung merkte man sehr schnell, dass die Spieler mit der neuen Spielplattform sehr schlecht zurecht kamen. Dazu kam, dass Grahl in seinem Privatleben immer mehr Zeit investieren musste und sich ein erheblicher Trainingsmangel einstellte. Somit musste man schnell umdenken. Denn das wichtigste Ziel beim Sportclub ist ein kontinuierlicher Fortschritt. Woran misst man einen Fortschritt? Genau! Daran, dass sich möglichst viele Bereiche weiterentwickeln. Und einer der wichtigsten Bereiche stellt das Fanwachstum dar. Bisher konnte man in den vergangenen zwei Saisons insgesamt 50% Fanzuwachs (+3 FG-Punkte) verzeichnen. Ein weiterer Fanzuwachs schien nun aber aufgrund des Saisonziels "Aufstieg" verbunden mit der schlechten Form des Teams in weite Ferne gerückt zu sein. Es sah sogar noch viel schlimmer aus. Würde man nicht mindestens Platz fünf erreichen, würde dieses einen herben Fanverlust zur Folge haben. Daher entschied man sich das Saisonziel entsprechend zu korrigieren.

 

Hierzu war es allerdings notwendig die Mannschaft radikal umzubauen. Absolute Leistungsträger wie Patrick Owomoyela, Sascha Riether oder Dario Kresic verließen den Verein. Dafür holte man viele sehr junge Talente wie Marcel Andrijanic, Christian Rasche oder Jannik Weingarten an die Dreisam. Man baute so um Superstar Marco Reus herum ein junges aber vielversprechendes Team auf. Allen war klar, dass dieser Umbruch sicherlich nicht leicht werden würde, da sich die neuen Teamkollegen erst einmal zurecht finden müssen und auch spielerisch gegenseitig ihre Stärken kennen lernen müssen. Aber dass es so schwer werden würde, vermochte keiner vorherzusehen. Nach dem sechsten Spieltag fand man sich mit lächerlichen drei Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder und viele im Verein waren irritiert. Der Druck wuchs, doch Trainer Grahl glaubte weiter an seine Mannen. Sicherlich gab es die eine oder andere Situation in der auch er darüber nachdachte, ob er noch der richtige für diesen Job sei. Doch er kam immer wieder zu dem gleichen Ergebnis. Ohne VDFB und seinen heißgeliebten SC Freiburg geht es halt auch nicht, also hieß es nun Gas geben.

Und so beschloss er seinen Jungs neuen Mut zu vermitteln. Vor dem nächsten Spiel hielt er eine sechzig minütige Ansprache und rief eine Art "wenn nicht jetzt, wann dann"-Haltung herbei. Dieses fruchtete und der Sportclub fuhr einen klaren 5:0 Erfolg über Homburg ein. Das war in gewisser Weise der Wendepunkt. Hieraus entwickelte sich bis zur Saisonpause ein Selbstbewusstsein, durch das die Mannschaft Spiele gegen über ihr stehende sehr starke Vereine wie Pfullendorf, Worms oder Kassel gewinnen konnte. Aktuell hat man mit 23 Punkten sogar drei Zähler mehr als die eingeplanten 20 Punkte. So dass man etwas gelassener auf die Rückrunde blicken kann.

Im VDFB-Pokal konnte man sich noch gegen Unterhaching in einem Krimi in der Verlängerung in die nächste Runde retten, ehe man dann nach zwischenzeitlicher Führung gegen die qualitativ hochwertiger besetzte Truppe aus Köln die Segel streichen musste. Hier gab es jedoch keinerlei Vorgaben durch den Vorstand, was das Ausscheiden nicht zum zusätzlichen Problem werden ließ.

Der Gehaltsindex des Vereins wurde von 121 auf 62 Punkte halbiert. Einfach Unglaublich! Denn dadurch ist das Saisonziel "Aufstieg" auf "Mittelfeldplatz" reduziert worden, was zur Folge hat, dass der Druck auf die Spieler und den Trainer geringer geworden ist. Für den Gewinn eines FG-Punktes und die damit verbundene angestrebte Weiterentwicklung ist nun schon ein zwölfter Platz am Ende der Saison ausreichend.

Und das ohne große Qualitätseinbuße im Kader. Man gab zwar diverse Leistungsträger ab, jedoch holte man dafür, von den Einzelwerten her, sehr guten Ersatz. Elf Spieler verließen den Verein und acht Spieler wurden verpflichtet. Hier die Transfers im Überblick:



Das macht unter dem Strich einen reinen Transfergewinn in Höhe von 1.945.042 EUR!

Wir möchten euch unsere Neuzugänge kurz persönlich vorstellen:

 Name: Marcel Andrijanic
Alter: 20 Jahre

Der Flügelflitzer war ein Wunschspieler von Trainer Grahl. Er besticht durch seine hervorragenden Passqualitäten (80) und seine exzellenten Flanken und hohen Bälle (85). Zudem weiss er mit einer ordentlichen Schnelligkeit, guter Übersicht und Mentalität zu überzeugen. Ein sehr wichtiger Ersatz für den abgewanderten Owomoyela, der sich bereits jetzt zur tragenden Säule im Offensivspiel des Sportclubs entwickelt hat. Für ihn musste der Verein sehr tief in die Tasche greifen, da zu dem hohen Handgeld in Höhe von 316.732 EUR noch einige Taler in die Weiterentwicklung des Spielers gesteckt wurden. Laut Aussage des Trainers war er aber jeden Cent wert.

Dazu ist er mit einer Gesamtstärke von lediglich 67 sehr gut bezahlbar!

 Name: Jannik Weingarten
Alter: 19 Jahre

Bei ihm handelt es sich um den einzigen "Spontankauf" in dieser Saison. Mit nur neunzehn Jahren fehlt im die Erfahrung, welche er aber durch seine Stärken im Bereich Schnelligkeit, Defensivverhalten und im Spielaufbau wieder wett macht. Zu Beginn der Saison als Ergänzungsspieler gekommen, hat er den Trainer zwischenzeitlich von seinem Können überzeugt, den U21-Nationalspieler Kevin Vogt von dessen Position im defensiven Mittelfeld verdrängt und gehört derzeit zu den Stammkräften unserer Mannschaft.

 



 Name: Philipp Tschauner
Alter: 27 Jahre

Er kam als des Trainers absoluter Wunschspieler an die Dreisam. Grahl selbst erwähnte oftmals seine Sympathie für Philipp und dass er sein sogenannter Lieblingstorwart sei. Da wir mit unserer kroatischen Krake absolut zufrieden waren, aber uns aus den bekannten Kostengründen dann doch von ihm trennen mussten, war Tschauner die perfekte alternative, da er Kresic in den Einzelwerten sehr ähnlich ist. Herzlich Willkommen Tschauni!

 



 Name: Christian Rasche
Alter: 20 Jahre

Rasche ist der dritte Wunschspieler des Trainers, der von den Einzelwerten her mit den beiden abgewanderten Mittfeldsäulen des Sportclubs, nämlich Sascha Riether und Jan Maenner, fast identisch ist. Der wirklich wesentliche Unterschied liegt lediglich darin, dass Rasche mit einer Gesamtstärke von 67 wesentlich kostengünstiger und Gehaltsindexfreundlicher daher kommt. Er hat mit Andrijanic zusammen die Aufgaben der beiden Oldies übernommen und erfüllt diese bislang sehr zufriedenstellend. Auch bei ihm wurde in die Weiterentwicklung investiert.

 



 Name: Maximilian Drum
Alter: 21 Jahre

Maxi ist die große Überraschung beim Sportclub. Denn jeder fragte sich damals, warum der SC für einen Thekenkicker mal eben 787.502 EUR locker machte. Im Prinzip ist es schnell erklärt. Er ist erst 21 Jahre jung und kann sich in den kommenden Jahren bis Gesamtstärke 71 entwickeln. Führt man die erforderliche Aufwertung gedanklich einmal durch hat Grahl hier ganz klar in die Zukunft der Abwehr des Sportclubs investiert. Denn ihn kann man in den kommenden Jahren der Situation des Vereins beliebig anpassen. Sogar Erstligatauglichkeit wird ihm nach Abschluss seiner Entwicklung schon heute nachgesagt. Einige Experten reden bei ihm sogar vom kommenden besten Abwehrspieler in der Kategorie Zweiligaspieler im gesamten VDFB. Ein Rohdiamant, der durch den spontanen Abgang Sagnols in der Rückrunde nun schon vorzeitig in die Stammformation rücken wird.

 Name: Florian Kirschke
Alter: 20 Jahre

Zu guter letzt wurde noch dieser junge Mann verpflichtet. Er ist die lange vermisste Ergänzung im Kasten unseres Sportclubs und soll unserem Tschauni ein wenig Feuer unterm Hintern machen. Trainer Grahl sagte hierzu, dass auch ein gewisser Konkurrenzkampf im Tor nur von Vorteil sein kann. Kirschke gehört mit seinen 1,87 Metern nicht zu den größten Keepern des VDFB. Ist aber auch als Thekenkicker durch seine Einzelwerte durchaus eine Alternative. Flo selbst war von dem Interesse des SC sehr erfreut und verspricht sich von seiner Zeit hier durch die Zusammenarbeit mit dem erfahreneren Tschauner den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen zu können.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch einmal bei den Spielern, die uns verlassen haben, für Ihren Einsatz sehr herzlich bedanken und wünschen Ihnen für ihre kommenden Aufgaben sowie ihren weiteren Weg alles erdenklich gute. Hier möchten wir Sascha Riether und Jan Maenner hervorheben, die uns nun nach sage und schreibe zehn Jahren verlassen haben. Vielen Dank Jungs für so eine unglaublich lange Zeit in der ihr trotz ausbleiben des sportlichen Erfolges immer zum Verein gestanden und für diesen und seine Fans alles gegeben habt. Danke! Aber auch unserem Abwehrchef Willy Sagnol wollen wir einen besonderen Dank aussprechen. Dieser bat völlig überraschend um die Auflösung seines Vertrages um seine Fußballkarriere aus persönlichen Gründen vorzeitig beenden zu können. Damit versetzte er uns in die Lage unser Saisonziel zum Ende der Transferperiode noch auf "Mittelfeldplatz" reduzieren zu können!

Durch die erwähnten Transfers reduzierten sich die Gesamtwerte der einzelnen Spieler im Querschnitt sehr deutlich. Dieses brachte noch einen weiteren immensen Vorteil mit sich. Der Richtwert für die Finanzprognose über die komplette Saison wuchs auf rekordverdächtige +570.000 EUR an. Damit erzielt man nun als Saisonüberschuss den Bestwert, sowohl der Regionalliga Süd, als auch der Regionalliga Nord!

Wenn man diesen heutigen Richtwert mit dem zu Grahls Amtsantritt (-886.500 EUR) vergleicht ist seine Handschrift mehr als deutlich sichtbar. In nur zweieinhalb Jahren verbesserte sich der Richtwert somit um unglaubliche +1.456.500 EUR! Und das nicht etwa in der 1. oder 2. Bundesliga, sondern im untersten Unterhaus des VDFB der Regionalliga Süd. Wenn das keine Weiterentwicklung ist, dann wissen wir´s auch nicht.

Somit geht der Sportclub finanziell gesehen absolut rosigen Zeiten entgegen. Denn auch der Kontostand kann sich mit 3,4 Millionen EUR absolut sehen lassen.

Durch die oben genannten Veränderungen sank darüber hinaus unser Altersschnitt auf nur noch 23,1 Jahre. In diesem Bereich steht uns nun die jüngste Truppe im gesamten VDFB zur Verfügung. Somit sind wir in der komfortablen Situation in den kommenden Jahren kaum noch Veränderungen am Kader vornehmen zu müssen bzw. zumindest nicht mehr aufgrund des Alters eines Spielers.

Auch ohne Aufstieg haben wir uns sehr erfolgreich weiterentwickelt und sind zuversichtlich, dass uns das mit unserem heutigen Trainer in Zukunft auch weiterhin so gut gelingen wird. Wir freuen uns auf eine spannende Rückrunde und sind zuversichtlich, dass dieses Jahr der Klassenerhalt klappt und wir in den kommenden Jahren den ersehnten Aufstieg feiern dürfen.

Wir hoffen euch die aktuelle Situation unseres Sportclub Freiburg ein wenig näher gebracht zu haben und sagen Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Die Redaktion des Breisgauers in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Sportclub Freiburg!


Vorläufige Aufstellung - Rückrunde


Es hat sich personell einiges verändert.
Aus diesem Grund präsentieren wir euch
hier die aktuelle Aufstellung mit den neuen
Spielern. Aufgrund des Abgangs von Vogt
wird aller Voraussicht nach nicht mehr auf
eine Formation mit zwei ZDM zurück
 gegriffen werden können. Dennoch werde
man situativ entscheiden mit welchem
System man ins Spiel geht. Momentan
stehen drei verschiendene Möglichkeiten
zur Verfügung. Welche das sind, wird aus
taktischen Gründen nicht verraten.

Mit einem Güngör Kaya und Daniel Ginczek
kann man gut mit zwei Spitzen spielen,
da beide hervorragende Offensivqualitäten
vorweisen können.

Aus dem Mittelfeld heraus werden diese
beiden von Reus, Rasche und Andrijanic
mit dem nötigen Futter versorgt.

Und in der Abwehr erhoffen wir uns durch
die Neuzugänge Drum und Brüdigam
nun noch mehr Stabilität.

Große Rotationen wird es aufgrund der
rigorosen Abspeckkur nicht geben können.


Hauptsponsor des Sportclub Freiburg


"...keiner macht mich mehr an"
Kommentare (6)
Respekt was du aus den Breisgaubrasilianern gemacht hast. Jetzt wirds aber langsam Zeit für den Aufstieg. Spätestens kommende Saison erwarten das die Südbadener im VDFB von Dir, richtig Chris?
Andi69 · 22.05.2013 20:02 Uhr
Cobra · 22.05.2013 21:38 Uhr
Zimmi2691 · 22.05.2013 22:43 Uhr
Wow, ich sehe es jetzt erst! Wahnsinn, richtig richtig klasse!! Nächstes Jahr bitte aufsteigen, danke!
heineken · 28.05.2013 10:44 Uhr
Der SC Freiburg hat sich echt fantastisch entwickelt und besitzt einen sehr günstigen, aber echt starken Kader. 
Respekt

Mit dem großen Stadion sind die Rahmenbedingungen zudem vorhanden, um mittelfristig den Aufstieg angehen zu müssen, damit sich der SCF weiter entwickeln kann.
deCoo · 28.05.2013 11:39 Uhr
Kollege wir steigen beide nächste sAISON zusammen auf :)
Piskopat · 29.05.2013 04:05 Uhr
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