Folge 1: Das Saisonfazit
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Von Christian Schülling
Lüneburg steigt souverän auf
und Traditionsmannschaften verabschieden sich in Richtung Verbandsliga
Eine spannende 10. Saison der Oberliga Nord des VDFB ist nun zu Ende gegangen und diese abgelaufene Saison war eine Saison der großen Überraschungen, denn von den Absteigern aus Saison 9 und den anderen hoch gehandelten Favoriten konnte nur Preußen Münster ganz oben mitreden.
So kam es, dass mit dem Lüneburger SK ein Abstiegskandidat Platz eins für sich reservierte und mit dem VfR Neumünster ein weiteres Team aus dem hinteren Drittel der Stärketabelle den Sprung in die Relegation schaffte.
In diesem Rückblick gehen wir nun auf die Saison ein, schauen uns die Spitzenspiele an, die Teilnehmer im VDFB-Pokal, lassen jeden Trainer zu Wort kommen und präsentieren die Statistiken der Saison.
Saisonverlauf
Die Saison war insgesamt gesehen ein voller Erfolg und zumindest am unteren Ende der Tabelle Spannung und sehr lange spannend, vor allem am unteren Ende der Tabelle.
Schon früh kristallisierte sich heraus, dass der Weg zum direkten Aufstieg in die neue Dritte Liga nur über den Lüneburger SK führt. Von Beginn zeigte das Team, dass man gewillt war, hier einen Sensationscoup zu landen. Letztendlich war das Team ab dem dritten Spieltag durchgehend auf Platz eins.
Denn die Verfolger nahmen sich am Anfang gegenseitig die Punkte weg und so war lange offen, wer als Zweiter in die Relegation geht. Erst zum Ende der Hinrunde konnte sich der VfR Neumünster ein kleines Polster verschaffen und gab dann den am 14. Spieltag eroberten zweiten Tabellenplatz nicht mehr ab. Schlussendlich konnte man dank eines überraschenden Auswärtssieges die Qualifikation für die neue dritte Liga klar machen.
Denn die Konkurrenz dahinter war einfach zu unkonstant. Durch viele Trainerwechsel (Erzgebirge Aue), unnötige Punktverluste (Sparta Göttingen und Fortuna Düsseldorf) oder eine verkorkste Hinserie (Preußen Münster) brachten sich die heißesten Mitkonkurrenten der Veilchen aus Neumünster um die Punkte.
Überraschend stark präsentierten sich die Aufsteiger. Während Aue lange oben mithielt und am Ende Platz sieben für sich beanspruchen konnte, war der beste Aufsteiger am Ende SW Essen. Nach einem Trainerwechsel wurde das Team von Spiel zu Spiel stärker und belegte am Ende einen vorzüglichen sechsten Rang.
Das genaue Gegenteil waren die Absteiger aus der Regionalliga. Mit Ausnahme von Preußen Münster dümpelten die Teams im Mittelfeld herum. RW Erfurt belegt Platz acht, der 1.FC Magdeburg Rang neun und der SV Babelsberg 03 Rang 11. Babelsberg kämpfte sogar lang gegen den Abstieg und konnte mit starken Defensivleistungen am Ende doch die Klasse halten. Zwischen die Absteiger drängelt sich der Hallesche FC, der erneut das Mittelmaß der Liga darstellt.
Spannend war es dann am Tabellenende. Nach 25 Spielen waren alle Teams ab Rang 12 noch in akuter Abstiegsgefahr. Die ersehnte Rettung schafften zuerst RW Essen und Fortuna Köln, die sich praktisch schon nach 28 Spielen absetzten und die endgültige Rettung am 31. Spieltag feiern konnten. Sie profitierten dabei vom Unentschieden zwischen Osnabrück und Altona sowie von der Niederlage des BFC Türkiyemspor. So blieb noch ein Platz für fünf Teams übrig. Als erstes Team musste die FT Braunschweig Abstand vom Klassenerhalt nehmen. Das 0:1 am 32. Spieltag bedeutete das Ende aller Träume vom Klassenerhalt.
Die Entscheidung fiel dann am 33. Spieltag. Der VfL Osnabrück und der FC Altona 93 verloren jeweils ihre Spiele und der BFC Türkiyemspor spielte nur 0:0 gegen Braunschweig, so dass Erkenschwick uneinholbar vorne lag und den Klassenerhalt perfekt machte.
Somit hatte der 34. Spieltag nur noch statistischen Wert.
na dann, auf ein neues - in neuen umgebungen (ligen).
gruß
uwius ;-)