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Vorbereitung North vs. South

Vorbereitung North vs. South

14.05.2003 Buster
Heute Abend gab es noch in Mündling, der Heimat des Ligaleiters der Regionalliga Nord noch eine kleine Pressekonferenz zum bevorstehenden Showdown Norden gegen Süden, der Kampf um Deutschlands regionale Spitze sozusagen. Viele Bekannte hatten sich ebenso zusammen gefunden im Sportheim des SV Mündling, das aufgrund seiner Lage eindeutig im Süden liegt. Jedoch scheint hier eine Hochburg der Nord-Fans zu bestehen, was mit Sicherheit an der Person David Scheidl liegt. Unter mehr gibt es die Ansprache und die darauffolgenden Fragen der Presse.

Der Norden, meine sehr verehrten Presseleute, der Norden bereitet sich vor. Wir rüsten uns zu den Spielen, die mehr bedeuten als alles andere. Die gesamte Saison über haben sich die Jungs auf nur diese 2 Begegnungen präpariert. Keiner, aber auch wirklich keiner will kampflos aufgeben. Und ich bin glücklich, mit diesen weiteren 17 Mann gemeinsam an dem Vorhaben "Weißwurst pellen" teilhaben zu dürfen. Es wird keine Gnade für den Süden geben, keine Gedanken an irgendwelche Sympathien werden in diesen maximal 270 Minuten verschwendet. Es wird nur eines geben, bedingungslose Offensive! Und dies wird uns zum Erfolg führen, kein Verstecken, kein Mitleid, keine Gnade. Wir, und ich betone es deutlichst, WIR setzen alles daran dem Süden zu zeigen, wer in Deutschland die Macht ist. So gern ich hier lebe, so gern ich hier meine Gedanken schweifen lasse, dennoch lebe ich für den Fußball im Norden. Stille in der Runde, waren dies wirklich die Worte eines Süddeutschen, der auszog um im Norden erfolgreich zu sein? Ein Mann, der wie jeder andere Bayer in der Freitags-Brotzeit-Pause seine Weißwurst in sich hineinfuttert, der liebend gern mal ein Weizen/Weißbier zu sich nimmt? Keiner konnte es glauben, keiner mehr ihn erkennen, doch die Fangemeinde jubelt auf, und das mitten ins Herz des Südens. Ob sich diese Bastion lange halten wird? David Scheidl ist zuversichtlich. nachdem die Presseanwesenden sich so langsam erholt hatten, stürmten auch schon die ersten Fragen auf den Ligaleiter ein. Harburger Stadtanzeiger: Sie waren jahrelang ein mitglied unserer gemeinde, nun hetzen sie ja bereits ein ganzes Dorf unserer gemeinde gegen den Süden auf, glauben sie nicht, dass das ein verbrechen am Süden ist? David Scheidl: Wissen Sie, Fußball ist nun mal so, und ein verbrechen ist es schon lange nicht, es geht hier einfach um das Zugehörigkeitsgefühl und das schlägt in meinem Herzen einfach nördlich. Süddeutsche Zeitung: herr Scheidl, auch ich sehe hier eine gefahr der Spaltung des Landes, ist es denn wirklich von Nöten so einen Aufruhr und Tumult um diese Spiele zu machen, die zweifelsohne interessant sind, jedoch in Ihren Worten doch auch etwas nach Politik klingen? David Scheidl: Mit welchem Fuß sind Sie denn aufgestanden? Ist es denn so schwer zu begreifen, dass das mehr ist als alles andere? Diese Spaltung liegt doch im Herzen der Menschen, da wird nichts geschürt, gehen Sie mal raus und fragen Sie mal nach preußen oder sonst was, da erhalten Sie die Antwort auf Ihre Frage. Frankfurter Allgemeine: Glauben Sie wirklich, dass der Norden soviel Qualität besitzt, um mit dem Süden mithalten zu können? David Scheidl: Durchaus, aber was noch mehr zählt ist das Gemeinschaftgefühl, und ich denke das ist im Norden doch sehr stark verbreitet, das schafft einen weiteren positiven Aspekt für mich und meine Jungs. kicker: Arbeiten Sie nun schon mit speziellen Trainingseinheiten? David Scheidl: Die gesamte Saison war, wie ich bereits erwähnt habe ein hinarbeiten auf diese Begegnungen, und ich denke wir werden sehen, was dabei herauskommt, ich bin jedoch zuversichtlich. So, aber nun möchte ich mich selbst noch einmal ins Trainingslager begeben, weitere Fragen können Sie mir gerne per Mail zukommen lassen, ich werde sie umgehend beantworten. Ich freue mich Sie hier habe begrüßen zu dürfen. Haben Sie alle einen guten Nachhause-Weg. Und vergessen sie nicht: THE SOUTH WILL NEVER RISE AGAIN!
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