3. Liga · 33. Spieltag
15.08.2026
Arminia
4 : 3
SGE
benschi18 15.08. SCHUMII02
Schüco Arena · 7.000 Zuschauer (19 %)
ArminiaSGE
1. Halbzeit
2. Halbzeit
Spielverlauf
1. HALBZEIT2 : 3
6'0:1 Raman (Corredor)
12'0:2 Raman
26'1:2 Bénes (Lannert)
32'2:2 Bénes (Lobinger)
38'2:3 Raman
45'Pinckert
45'Beck
2. HALBZEIT2 : 0
58'3:3 Lobinger (Sarenren Bazee)
64'4:3 Bénes (Young)
Spieler des Spiels
László Bénes (Arminia)Note 9,0
Statistiken
49 %
Ballbesitz
51 %
4,3
Erwartete Tore (xG)
5,6
9
Schüsse
14
102
Pässe
115
80 %
Passgenauigkeit
89 %
20
Zweikämpfe
16
19
Gew. Zweikämpfe
10
11
Abgefangene Bälle
16
7 s
Ballrückeroberung
6 s
0
Gelbe Karten
2
0
Rote Karten
0
Spielbericht

Adler in Schockstarre: Frankfurt "gewinnt" Statistik, verliert Spiel und Nerven

Was für ein Nachmittag für die Eintracht aus Frankfurt! Man reiste zum Tabellen-15. DSC Arminia Bielefeld, der in den letzten fünf Partien nur einen einzigen Sieg gefeiert hatte, und lieferte eine Vorstellung ab, die man getrost als Paradebeispiel für „Wie man ein Spiel aus der Hand gibt“ in jedem Fußballlehrbuch verewigen könnte. Schon das Hinspiel hatten die Hessen souverän mit 5:2 gewonnen – Revanchegelüste der Arminia? Man schien sie nicht ernst zu nehmen.

Dabei begann alles nach Drehbuch, ja, es war fast schon zu schön, um wahr zu sein. Frühzeitig schien Raman entschlossen, den Deckel draufzumachen, traf bereits in der 6. Minute und legte nach einer knappen Viertelstunde den zweiten Treffer zum 0:2 nach. Die Eintracht dominierte, erspielte sich mit 5,6 zu 4,3 die klar besseren erwarteten Tore (xG) und hatte am Ende mit 51 Prozent auch mehr Ballbesitz. Man war sich offensichtlich zu sicher.

Denn was folgte, war ein kollektiver Tiefschlaf. Bielefelds Bénes nutzte die Einladung dankend, verkürzte in der 26. Minute und legte nur sechs Zeigerumdrehungen später den Ausgleich zum 2:2 nach. Eine kalte Dusche für die "Adler", die den Schock jedoch kurz abzuschütteln schienen, als Raman mit seinem dritten Treffer des Tages kurz vor der Pause die erneute Führung zum 2:3 markierte. Ein Hattrick, der am Ende nichts wert sein sollte – eine traurige Pointe.

In der zweiten Hälfte bewies Bielefeld die effizientere Schusspräzision (67% zu 71% war immerhin nah beieinander, aber Bielefelds neun Schüsse waren dafür giftiger). Während Frankfurt mit 14 zu 9 mehr Schüsse abgab, fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft. Die Gastgeber bewiesen den längeren Atem, fanden durch Lobinger in der 58. Minute erneut zum Ausgleich (3:3), um dann sechs Minuten später den sprichwörtlichen Sargnagel zu setzen. Wieder war es Bénes, der in der 64. Minute seinen persönlichen Hattrick zum 4:3-Endstand komplettierte und die Eintracht fassungslos zurückließ.

Frankfurt hatte mehr Pässe gespielt (115 zu 102) und eine deutlich höhere Passgenauigkeit (89% zu 80%), dazu doppelt so viele Gelbe Karten (2 zu 0), was womöglich auf eine gewisse Frustration hindeutete. Doch all die Zahlen halfen nichts. Am Ende stand für die Eintracht eine bittere Niederlage gegen eine Mannschaft, die statistisch in einigen Belangen das Nachsehen hatte, aber eben die Tore machte. Eine "gefühlte Niederlage" war es wohl nicht, eher eine sehr reale.

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