3. Liga · 28. Spieltag
27.07.2026
Energie
2 : 3
Aachen
Blacksnake74 27.07. Hucki1981
Stadion der Freundschaft · 8.400 Zuschauer (53 %)
EnergieAachen
1. Halbzeit
2. Halbzeit
Spielverlauf
1. HALBZEIT1 : 0
30'1:0 Batshuayi (Rochelt)
2. HALBZEIT1 : 3
52'2:0 Rochelt (Batshuayi)
65'2:1 Tabakovic (Nelson)
65'Muheim
73'2:2 Tabakovic (Tillman)
75'Guttau (für Gómez)
89'2:3 Gray (Nelson)
Spieler des Spiels
David Kinsombi (Energie)Note 8,7
Statistiken
43 %
Ballbesitz
57 %
3,5
Erwartete Tore (xG)
4,5
12
Schüsse
7
128
Pässe
123
75 %
Passgenauigkeit
78 %
76
Zweikämpfe
5
16
Gew. Zweikämpfe
4
20
Abgefangene Bälle
21
7 s
Ballrückeroberung
7 s
1
Gelbe Karten
0
0
Rote Karten
0
Spielbericht

Aachen-Wahnsinn! Von der Hölle in den Himmel – Energie am Boden

Der 28. Spieltag der 3. Liga hielt, was er versprach, und lieferte ein Drama, das selbst die erfahrensten Stadiongänger mit offenem Mund zurückließ. Im heimischen Stadion der Freundschaft schien der FC Energie Cottbus lange Zeit auf dem besten Weg, die drei Punkte einzufahren. Doch was sich in den letzten 25 Minuten abspielte, war nichts weniger als ein fußballerisches Erdbeben, das die Alemannia Aachen in einen Rausch versetzte und Cottbus in tiefe Schockstarre versetzte.

Die Partie begann zunächst nach dem Geschmack der Lausitzer. Zwar hatte Aachen mit 57 Prozent deutlich mehr Ballbesitz, doch die Cottbuser agierten zielstrebiger. Nach einer halben Stunde war es dann so weit: Batshuayi vollendete eine präzise Vorlage von Rochelt zur verdienten 1:0-Führung (30.). Auch nach dem Seitenwechsel schien Energie das Spiel im Griff zu haben. Die Hausherren, die insgesamt 12 Schüsse abgaben (Aachen nur 7), nutzten ihre Chancen effizient. In der 52. Minute revanchierte sich Batshuayi mit einem Assist für Rochelt, der zum 2:0 erhöhte. Die Welt schien für Energie in Ordnung, der Sieg zum Greifen nah – und das, obwohl die erwarteten Tore (xG) mit 3,5 für Cottbus und 4,5 für Aachen bereits eine gewisse Effizienz der Heimelf andeuteten.

Doch dann kam die Stunde der Alemannia, und wie! Was sich ab der 65. Minute ereignete, war eine Demonstration von Willenskraft und eiskalter Präzision. Nelson legte auf für Tabakovic, der den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte (65.). Nur acht Minuten später schlug Tabakovic erneut zu, diesmal nach Vorlage von Tillman – der 2:2-Ausgleich (73.)! Die Cottbuser, die in 76 Zweikämpfen nur 16 gewannen, schienen plötzlich die Kontrolle zu verlieren. Die Luft war raus, die Nerven lagen blank. Und als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Aachen in der 89. Minute ein letztes Mal zu. Wieder war Nelson der Vorbereiter, und Gray versetzte Cottbus mit dem Treffer zum 2:3 den Todesstoß. Ein einziger Torschuss der Alemannia in den letzten Minuten reichte, um das Spiel komplett zu drehen.

Aachen feierte einen sensationellen Auswärtssieg, der nicht nur aufgrund des Rückstands von 0:2, sondern auch durch die Entschlossenheit in der Schlussphase in Erinnerung bleiben wird. Für den FC Energie Cottbus hingegen ist es eine bittere Niederlage, die schwer zu verdauen sein dürfte. Ein Spiel, das man eigentlich schon gewonnen hatte, noch aus der Hand zu geben – das zehrt an den Nerven und wirft Fragen auf. Der Fußball schreibt eben manchmal die dramatischsten Geschichten.

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