2. Liga · 34. Spieltag
18.08.2026Ulm feiert den Sieg, doch Trauer überschattet den 34. Spieltag an der Hafenstraße
Als der Schlusspfiff durch die Hafenstraße hallte, lag eine eigenartige Melancholie über dem Stadion von Rot-Weiss Essen. Ein 1:3 (0:0) gegen den SSV Ulm 1846 besiegelte zwar sportlich eine klare Niederlage für die Hausherren, doch die wahren Dramen des 34. Spieltags spielten sich jenseits des reinen Ergebnisses ab. Gebrochene Ulmer Spieler verließen den Rasen, während bei RWE die Traurigkeit der Gewissheit über den drohenden Abstieg ins Gesicht geschrieben stand – ein bedrückendes Ende für beide Seiten.
Die erste Hälfte hatte den Grundstein für dieses Gefühl gelegt. Die Ulmer präsentierten sich mit 55 Prozent Ballbesitz und einer Passgenauigkeit von 88 Prozent als die spielbestimmendere Mannschaft. Sie erspielten sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten im Wert von 5.1 erwarteten Toren (xG), doch der Torhüter von Rot-Weiss Essen oder eigene Ungenauigkeit verhinderten zunächst die Führung. Dieser Chancenwucher sollte sich rächen, denn das knappe Last-Minute-Anschlusstor der Essener hatte bittere Konsequenzen für die Spatzen.
Nach dem Seitenwechsel löste sich der Knoten für die Gäste. Kramaric brach den Bann in der 48. Minute nach Vorlage von Demirovic. Nur sieben Minuten später erhöhte Beste auf 2:0, assistiert von Touré. Der SSV Ulm dominierte weiterhin die Zweikämpfe und zeigte sich mit 18 abgefangenen Bällen defensiv stabil. Mit dem 3:0 durch Atik in der 71. Minute, vorbereitet von Prömel, schien die Partie endgültig entschieden und der angestrebte siebte Tabellenplatz für Ulm greifbar nah.
Doch der späte Anschlusstreffer von Kwarteng für Rot-Weiss Essen in der 90. Minute zerriss die Hoffnungen der Ulmer. Der geringe xG-Wert der Essener von 3.4 stand in keinem Verhältnis zu ihrem einzigen Tor, doch dieser eine Treffer veränderte die Tordifferenz entscheidend. Damit verpassten die Spatzen denkbar knapp den siebten Rang, was die tiefe Enttäuschung nach dem Spiel erklärte. Für Rot-Weiss Essen, das trotz der Niederlage mit 45 Prozent Ballbesitz und 12 Schüssen nicht chancenlos blieb, aber nur 7 von 40 Zweikämpfen gewann, bedeutet das Ergebnis einen weiteren Schritt in Richtung Abstieg. Die Freude über den späten Treffer wich schnell der Erkenntnis, dass dies die Situation kaum verbesserte.




























