2. Liga · 26. Spieltag
24.07.2026Historischer Einbruch: Mainz verspielt 3:0-Führung gegen entfesselte SGD!
Was war das bitte für ein Spektakel am 26. Spieltag der 2. Liga? Der 1. FSV Mainz 05 empfing die SG Dynamo Dresden und bot den Zuschauern im eigenen Stadion ein Wechselbad der Gefühle, das selbst abgebrühte Kenner der VDFB-Szene nur selten erleben. Am Ende stand eine irrsinnige 3:4-Niederlage für die Hausherren, die sich nach einer komfortablen Führung schon wie der sichere Sieger wähnten.
Die Partie begann wie aus einem Guss für die Mainzer. Mit einer Schusspräzision von 100% in der ersten Hälfte und nur 3 Schüssen im gesamten Spiel, die allesamt saßen, zeigten sie sich gnadenlos effektiv. Bereits in der 10. Minute eröffnete Hložek den Torreigen, gefolgt von Nebel in der 15. Minute. Als Pavlidis in der 22. Minute das 3:0 markierte, schien die Messe gelesen. Dresden wirkte geschockt, die Mainzer Fans feierten bereits den nächsten Dreier. Doch wer die SGD kennt, weiß um ihre Unbeugsamkeit.
Was dann geschah, war ein Lehrstück in Sachen Moral und Comeback-Qualität. Dresden, das im gesamten Spiel auf 8 Schüsse kam und mit 4,0 erwarteten Toren (xG) deutlich gefährlicher agierte als die Mainzer (1,4 xG), schüttelte den frühen Schock ab. Angeführt vom überragenden Vargas, der in der 27. und 33. Minute einen Doppelpack schnürte, verkürzte die SG noch vor der Pause auf 3:2. Die Mainzer, die zu diesem Zeitpunkt noch 191 Pässe gespielt hatten gegenüber Dresdens 164, konnten das Tempo und die Dominanz nicht halten.
In der zweiten Halbzeit schien der Mainzer Faden endgültig gerissen. Dresden übernahm mit 52% Ballbesitz die Kontrolle und suchte unermüdlich den Ausgleich. Es war Hollerbach, der in der 68. Minute die Nerven behielt und zum 3:3 traf. Die Spannung war greifbar, die Mainzer Abwehr wankte. Und als alles auf ein Unentschieden hindeutete, schlug Hollerbach in der 88. Minute erneut zu und besiegelte mit seinem zweiten Treffer des Abends das unglaubliche 3:4. Ein epischer Sieg für Dynamo Dresden, eine bittere Pille für den 1. FSV Mainz 05, der eine fast schon sichere Führung noch aus der Hand gab.



































