2. Liga · 28. Spieltag
22.08.2013
FCI
3 : 2
HSV
Senf 22.08. Schnabel
17.000 Zuschauer
Torschützen
FCI
  • Guela 1
  • Pogrebnyak 2
HSV
  • Boateng 1
  • Sosa 1
Spielbericht
Pavel vermöbelt das Abstiegsgespenst - und krönt eine starke Ingolstädter Leistung

Doch erstmal lief alles wie immer. Ingolstadt schläfrig, mit vielen frühen Ballverlusten. In der 7. Minute verliert Seitz im Mittelfeld den Ball. Dieser wird auf Sosa weitergeleitet. Mavraj steht eigentlich gut, rennt aber in großem Bogen um den Angreiffer herum - und dieser trifft zum 0:1 aus Ingolstädter Sicht. Die Fans konnten es kaum fassen. So starke spiele zuletzt, in denen man nur Pech hatte, und jetzt gegen einen angeschlagenen HSV so miese erste 10 Minuten. 
Doch was dann vom FC Ingolstadt folgte war erste Sahne. Das Heimteam drängte den HSV hinten rein. Vor allem König war aber zu bemittleiden an diesem Tag. Erst bekam er einen Querpass genau auf den Fuß gespielt, da Trainer Senf aber zu früh auf schießen drückte, tackelte er in Richtung Ball, anstatt zu schiessen. Dann lief er alleine auf den Keeper zu, legte sich den Ball zu weit vor und viel dann beim Versuch zu schiessen hin. in der 37. Minute lief dann Pogrebnyak alleine auf den Keeper zu, legte quer auf König, der aus etwa 7 Metern einfach nur noch einschieben brauchte. Ob man jetzt von einer Glanztat des Hamburger Keepers, oder absolutem versagen von König reden sollte, kann man für sich entscheiden. 
Allerdings durfte dieser erst zum zweiten mal wieder im Sturm ran, nachdem er fast die ganze Saison als Linksverteidiger agierte. Vielleicht war er noch geistig beim Tore verhindern. 

Doch in der 44. Minute gelang Ingolstadt dann der längst verdiente Ausgleich. Jurado war nach einem klugen Pass von Glauber frei durch, legte den Ball am herausstürmenden Torhüter vorbei auf Pogrebnyak quer, und der machte es besser als zuvor König zuvor und schoss den Ball aus ca. 18 Meter ins Netz.
Wer dachte, nun gehen die Teams erstmal ruhig in die Halbzeit, dachte falsch. Nochmal versuchte es Ingolstadt, und Gerber, der aus dem Sturm ins linke Mittelfeld gezogen wurde, war auf einmal frei durch. Doch auf einmal lief er statt quer einen Meter nach hinten, und ließ sich den Ball abnehmen. 

So gings mit 1:1 und starken Vorteilen für die Ingolstädter in die Pause. Schüsse allerdings nur 4:2 für die Schanzer, da oft der Abschluss fehlte (wie bereits beschrieben). Hamburg einfach zu pomadig. Meistens rannten sich die Stürmer in der Abwehr fest, die bis auf das 1:0 diesmal relativ sattelfest wirkte. Zumindest in der ersten Hälfte.

In der zweiten Hälfte merkte man den Hamburgern an, dass sie wohl eine predigt in der Kabiene bekamen. Das Spiel wurde offener, Hamburg hatte nun die besseren Chancen. Aber entweder es grätschte noch ein Verteidiger dazwischen, oder sie versuchten es mit Distanzschüssen, die der starke Nicht allesamt entschärfen konnte. Einmal tauchte ein Stürmer im Strafraum vor Nicht auf, doch auch den konnte die unumstrittene Nummer 1 parrieren. Ingolstadt trauerte den vielen vergebenen Torchancen hinterher, und Hamburg war nicht wirklich zwingend, obwohl sie das Spiel im Griff hatten. Die beste Torchance hatten trotzdem die Ingolstädter durch Pogrebnyak, der aus super Position alleine vor dem Keeper einfach umgestoßen wurde. Den Ball hat der Verteidiger nicht getroffen, doch Pogrebnyak viel ein bisschen leicht. Den Elfmeter hätte man geben können, aber nicht müssen. 

Auf der anderen Seite, denke ich gibt es keine zwei Meinungen. Glauber kam in der 73. Minute vor einem Hamburger Stürmer im Strafraum an den Ball. Der Schiedsrichter wartete noch, lies ihm erst den Ball rauspassen, der zum Gegner ging, und pfiff dann. Ich dachte zuerst Abseits oder Stürmerfoul. Doch auf einmal gab es Elfmeter. Ich weiss nicht, ob ich da was übersehen habe, aber ich hatte da noch nichtmal einen Zweikampf gesehen. Da war schlicht und einfach garnichts...
Glauber war stink sauer.
Und Van Nistelroy ein fairer Sportsmann. Den ganz schwach getretenen Elfmeter konnte der Überragende Nicht zur Ecke klären.
Allerdings führte genau diese Ecke zum 2:1 der Hamburger. Glauber war wohl noch zu verärgert über den Elfmeterpfiff und lief bei der Ecke von Boateng weg. Nicht war machtlos und der Ball flog ins Eck. 

Trainer Senf konnte es nicht fassen. In der zweiten Halbzeit hatte sich der HSV das Tor zwar verdient, aber wie es schon wieder gefallen ist, durch eine Ecke, nach einem gehaltenen Elfmeter, der nie gegeben hätte dürfen, ärgerte den Mann an der Linie unglaublich. Vor allem durfte man bei der starken ersten Hälfte nie hinten liegen. 

Ingolstadt spielte sich kurz danach die nächste riesenchance heraus. König lief alleine auf Keeper Wulnikowski zu - und schoss am Tor vorbei (könnte auch schon vor dem Tor gewesen sein, weiss ich jetzt nichtmehr genau. jedenfalls muss der aufs Tor gehen). 

Trainer Senf hatte jetzt von den Fehlschüssen die Schnauze voll und stellte um. Aus dem 4-1-2-1-2 wurde ein offensives 4-3-3. Doch König musste ins linke Mittelfeld. Guela übernahm die zentrale Position von Jurado, der mit Gerber zusammen in den Sturm vorrückte und Pogrebnyak unterstützte. Gerber wurde dann auch gleich von den Beinen geholt, und so gab es nach etwa 80 Minuten einen Freistoß für die Ingolstädter. Jurado nahm sich dem an und schoss einen klasse Freistoß - an den Pfosten.

Irgendwie glaubte bei Ingolstadt keiner daran, da man in den letzten Spielen so viel Pech hatte. Doch heute sollte alles anders kommen. in der 84. Minute bekamen die Schanzer einen Einwurf. König warf zu Gerber, der passte direkt weiter zu Guela. Die Hamburger Abwehr schlief total und Guela lief einfach nur quer im Strafraum und schob den Ball ins Eck. 

Die Spieler überglücklich. Alle schlossen sich in die Arme. Genau diesen Punkt wollte man, um an Lübeck vorbeizugehen, und dann im direkten Duell die Norddeutschen auf Abstand zu halten. 
Trainer Senf stellte allerdings seine Aufstellung nichtmehr um, da die Ingolstädter zuvor sehr in die Defensive gedrängt waren. 

Hamburg spielte gleich nach vorne, und versuchte wieder in Führung zu gehen. Allerdings etwas zu ungestüm. so konnte Ingolstadt den Ball abfangen und gleich einen Konter setzen. Pogrebnyak fackelte nicht lange und zog von der Strafraumkante ab. TOR!!!!!TOOOOOOOR!!!! Unfassbar!!! Ingolstadt ging in Führung. Damit war überhaupt nichtmehr zu rechnen in dieser zweiten Hälfte. 

Hamburg versuchte jetzt alles. Bei den Ingolstädtern lagen die Nerven nun Blank, und sie brachten den Ball einfach nicht hinten raus. Immer ein Fehlpass oder ein Stoppfehler. Aber Irgendwie brachte man das Ergebnis über die Zeit. 

Ich denke, dass hier ein Unentschieden OK gegangen wäre. Ingolstadt hat in der ersten Hälfte zu viele Chancen vergeben, war klar besser, doch in der zweiten Hälfte war Hamburg überlegen und hätte das 2:1 eigentlich locker runterspielen müssen. 

Trainer Senf: Ich kanns garnicht fassen. Ich hab noch 5 Minuten nach dem Spiel gezittert. Wir haben gefightet bis zum Ende, hatten endlich mal das Quäntchen Glück, das wir in dieser Saison so selten hatten. Wer allerdings denkt, wir sind jetzt durch, denkt falsch. Das waren Bonuspunkte, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Die wichtigen Spiele sind die 6-Punkte-Spiele gegen Lübeck und Rostock. Wenn wir die verlieren, dann bringt uns der Sieg garnichts. Jetzt müssen wir erstmal nächste Woche 3 Punkte gegen Offenbach holen, und das ist schwerer, als es aussieht. Schnabel wünsche ich noch viel Glück für die weitere Saison. 


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