1. Liga · 31. Spieltag
18.08.2026Schweinfurt schießt Paderborn wieder ab: Torfestival für die "Schnüdel"!
Der Schlusspfiff hallte durch das virtuelle Rund, doch die eigentliche Arbeit war längst getan. Mit einem fünften Saisonsieg in den letzten sechs Spielen unterstrich der 1. FC Schweinfurt 05 einmal mehr seine Ambitionen und schickte einen sichtlich bedienten SC Paderborn 07 mit einer 6:2-Packung nach Hause. Die "Schnüdel" feierten ausgelassen, während die Gäste aus Paderborn, schon im Hinspiel mit einem identischen Ergebnis verprügelt, wohl einfach nur noch unter die Dusche wollten. Eine bittere Pille für Paderborn, das die vergangenen Wochen offenbar noch nicht vergessen hatte.
Dabei begann die Partie für Paderborn mit einem seltenen Lichtblick: Bereits in der 3. Minute zappelte der Ball im Schweinfurter Netz, als Gyökeres nach Vorlage von Diomande traf. Ein kleines Déjà-vu zum Hinspiel? Kaum, denn Schweinfurt schaltete sofort in den Überholmodus. Ein Doppelschlag durch Hack (8') und Jovic (23'), beide mustergültig von Brandt vorbereitet, drehte das Spiel. Als dann Brandt in der 27. Minute selbst traf und Gyökeres in der 30. Minute den erneuten Ausgleich für Paderborn bejubelte, wähnten sich manche schon in einem munteren Scheibenschießen. Doch weit gefehlt.
Mit einer beeindruckenden Konsequenz, die sich später in 23 Torschüssen und einem xG-Wert von 8.5 niederschlug, zogen die Gastgeber den Paderbornern den Zahn. Kurz vor der Pause markierte Skov Olsen (41') das 4:2 und gab den Gästen damit eine klare Botschaft mit in die Kabine. Schweinfurt kontrollierte fortan das Geschehen, während Paderborn nur noch reagieren konnte. Die Statistik sprach Bände: Mit 56 Prozent Ballbesitz und fast doppelt so vielen abgefangenen Bällen (18 zu 8) diktierte Schweinfurt das Tempo, während Paderborn mit stolzen 55 Zweikämpfen verzweifelt versuchte, irgendwie ins Spiel zu finden – mit mäßigem Erfolg, denn nur fünf davon wurden gewonnen.
Die zweite Halbzeit geriet zu einer Demonstration der Schweinfurter Offensivkraft. Skov Olsen (58') und erneut Brandt (61'), beide nach klugen Vorlagen von Svanberg, schraubten das Ergebnis in die Höhe und machten den Sack endgültig zu. Nach einer Stunde stand es 6:2 – die Luft war raus, das Ergebnis zementiert. Paderborn verzeichnete am Ende zwar zehn Torschüsse und einen xG-Wert von 4, doch das reichte bei Weitem nicht, um die Hausherren ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ein Abend zum Vergessen für die Gäste, ein Fest für die Schweinfurter, die sich in Topform präsentierten.



































