Debakel gegen Wormatia Worms und Darmstadt 98 ... und wie geht's jetzt weiter?
Gelsenkirchen. - Guter Rat war da teuer. Doch Trainer Udo griff tief in die Trickkiste. Seine Truppe bekam am Sonntag trainigsfrei und musste sich in der Arena auf Schalke das 'KISS' Konzert anschauen. Und siehe an, oh Wunder, die Ohren waren durchgeblasen und die Gehirne frei. Soviel stand heute somit fest: Wenn die Birne locker ist, läuft es sich leichter. Keiner der Knappen dachte noch an die 4:0 Auswärtsniederlage aus der Hinrunde. Es hieß einfach nur, Laufen und Siegen. Die Platzhirsche gingen in der 1. Hälfte ab wie die Feuerwehr. Angriff auf Angriff überflutete den Bergedorfer Strafraum.
Buchtmann bombt den Ball aus 16 Meter in den Oberrang. Draxler köpft eine Flanke von Pukki aus vollem Lauf an die Latte. Draxler köpft wuchtig aufs Tor, doch der gut aufgelegte Torwart Kraft lenkt das Leder noch an die Latte.
Das waren nur die besten Szenen. Doch dann in der 30. Minute war es endlich soweit. Pukki dribbelt von der rechten Seite in den Strafraum, lässt dabei 3 Gegenspieler alt aussehen und hat dann noch die Nerven Draxler kurz anzuspielen. Dieser steht mit seinem direkten Gegenspieler auf dem Elfmeterpunkt und aus dem Stand trifft er zum hochverdienten 1:0.
Was war mit Bergedorf los? Einige Einzelaktionen wirkten wie ein Störfeuer auf das Schalker Team. Insgesamt hatten die zahlreichen Blau-Weißen Fans ein munteres Spiel ihrer Lieblinge gesehen. Hoffentlich rächten sich nicht die vergebenen Chancen im Gesamtergebnis dieser Partie.
Die zweite Hälte begann so, wie die erste aufhörte. Heller drosch den Ball in der 51. Minute nach gutem Zuspiel von Draxler aus 18 Meter knapp über das Tor. Wir schreiben die 67. Minute. Der Bergedorfer Mittelfeldspieler Ratzkowski schnappt sich links an der 20 Meter Marke den Ball. Und was macht dieser Schelm? Er umkurvt 5 Gegenspieler, der Rest macht brav Platz und aus 14 Metern drischt er den Ball ins Netz der Schalker. Jetzt haben wir den Salat, oder? Nein, nein, denken wir doch noch an 'KISS'. Richtig, die Hirse ist freigeschunkelt. Man ließ sich diesmal nicht hängen und spielte fröhlich pfeifend weiter. 77. Minute Draxler spielt Heller mustergültig am Halbkreis an, kurzer Antritt, Gewaltschuss aus 16 Meter, Loch im Netz, Spiel entschieden. So einfach ging es heute. Fazit: It's only Rock'n'Roll, but I like it.
Bergedorf wird unter Neutrainer Danny seinen Weg noch machen. Wenn die Mannschaft sein neues System verinnerlicht hat, werden die "Ausrutscher" gegen Wattenscheid und Schalke wohl zur Geschichte des VDFB gehören.
......und Sie kreiseln weiter.
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