Regionalliga Süd · 19. Spieltag
30.05.2005
SCF
2 : 2
Club
Vera 30.05. Osiris
27.000 Zuschauer
Torschützen
SCF
  • Sellimi 2
Club
  • Praeger 1
  • Ludvigsen 1
Spielbericht
2:0, ja mit diesem Ergebnis demütigte der SC den Club im Hinspiel, worauf der schlechteste Saisonauftakt in der Geschichte des FCNs folgte. Doch im Rückspiel wollte man den wiedererstarkten Breisgauern zeigen, dass man es selbst in der Fremde den Gegenern nicht so leicht machen würde. Der SC jedoch könnte sich mit einem Sieg bis auf 2 Punkte an einen Aufstiegsplatz heranmogeln und war gewillt dies auch zu schaffen.
Das Spiel wurde angepfiffen und schon wurde es auch wieder abgepfiffen.... was war passiert? Es fing an mit einem leichten Pochen und wurde immer lauter.... bis es einem Donnern gleich kam. Die Club-Spieler wurden von der Panik gepackt und verliesen ängstlich und schnellen Ganges den Freiburger Rasen. Doch plötzlich verstummte das Getöse...... und nach einer 5-minütigen Pause entschied sich der Schiedsrichter nach Rücksprache mit beiden Teams doch wieder anzupfeifen........

Anpfiff. Und Freiburg sollte gleich spüren, dass die Nürnberger Drohung, hier richtig mitspielen zu wollen nicht nur großes Gerede war. Nürnberg spielte wie befreit auf, doch vorne hing es wie die letzten Spiel und es wollte nichts Zählbares dabei herausspringen. Anders die Freiburger. Sie spielten unansehnlichen Fußball, ABER schossen das Tor. In der 13. Minute war es Iashvili (wie ich diese vilis liebe :-D ), der das erste mal durch war, allerdings nich selber abzog, sondern geschickt auf Sellimi ablegte. Dieser schob den Ball locker ins Tor. Freiburg jubelte, Nürnberg beschwerte sich: Es roch sehr nach Abseits. Aber Schiri Jansen wertete das Tor und Freiburg lag plötzlich vorne.

Die vereinzelt mitgereisten Club-Fans versuchten mit einm möglichst lauten Pfeifkonzert ihre Unzufriedenheit kund zu tun.
Während drinnen die Gemüter hochkochten hörte man vor dem Stadion ein gemütliches lautes Schmatzen - kurz darauf wurden bei einer der Würstchen-Buden bereits die Rollos runtergelassen und ein grinsender Mann mit einem Packen Geld machte sich davon. Gestärkt durch einen kleinen Würstchen-Cocktail ging der gesättigte Düsseldorf-Anhänger in Richtung Stadioneingang....
Auf dem Spielfeld fing es wieder an lauter zu werden und die Spieler schauten sich entsetzt um.... waren es etwa die Vorzeichen eines der berühmt berüchtigen Erdbeben in Freiburg?!? "Hoffentlich steht Fessenheim noch" hörte man die ersten Leute tuscheln.
Doch plötzlich öffnete sich die Stadionpforte und kein Anderer als Tingeltangel-Calmund persönlich glitt geschmeidig hindurch. Verfolgt wurde er von einer Horde von Fans, welche nichts anderes am Körper hatten, wie ein, manchmal auch zwei Fortuna-Schals. Reichlich verwirrt flitzten diese über den grünen Rasen, während die Spieler auf dem Platz ihren Augen nicht trauten. Die leicht Bekleideten jauchzten immer wieder: "Wir wollen den Düsseldorfer Karneval in die Welt hinaus tragen...."



Cacau kam sofort von der Nürnberger Bank aufs Spielfeld gerannt und hob seine Trainingsjacke an und zeigte sein T-shirt mit der dicken Aufschrift: "Jesus sieht alles" und hielt einen Vortrag über das Christentum und versuchte den Düsseldorfern das Feiern auszureden. Doch ohne Erfolg. Die restlichen Spieler waren zwischenzeitlich wieder vom Spielfeld gestürmt und hilten sich in den Kabinen unter den Bänken versteckt, um der Missionierung zu entgehen.
Die Freiburger Polizei, die dieses Jahr nicht zu unrecht den "goldenen Schlagstock" verliehen bekam, stürmte das Spielfeld und drohte den Krawallmachern mit Stadionverboten. Als dieses nich helfen wollte wurde ein Abschleppdienst bestellt und Calmund aus dem Stadion transportiert.
Das Spiel konnte nun endlich fortgesetzt werden..

Somit nun wieder zurück zum Spielgeschehen, wo es ( ja man darf es nicht vergessen ;-) ) 1:0 die Breisgauer stand. Doch der Club schien nun angestachelt durch die jauchzenden Fans und stürmte freudig nach vorne.... doch dadurch war man hinten offen für Konter, was die Freiburger auch zu nutzen versuchten. Aber diesmal scheiterte Sellimi, nicht am Torhüter, sondern an seinem eigenen Unvermögen. Eigentlich war er schon komplett durch und hatte die Abwehr hinter sich gelassen, doch das Tor verfehlte er knapp. Ein tiefes Durchatmen war von der Club-Bank zu vernehmen. Doch nun sollten die 20 Minuten des FCN kommen.......
Nach der Anfangsphase hatte man nicht wirklich damit gerechnet, dass die Franken dem stark aufspielenden Sportclub was entgegensetzen könnten. Doch plötzlich kam fast jeder Paß an und die Folge war ein flottes Kombinationsspiel. Und nach einer maßgeschneiderten Flanke von Mintal landet der Ball direkt auf dem Kopf von Präger, welcher nur einzunicken braucht. Große Freude machte sich unter den mitgereisten Club-Fans breit. Doch sie ihre Chance und setzten weiter nach. Denn durch das erste Tor schienen die Breisgauer in eine wahre Schockstarre versetzt, denn bei ihnen ging nichts mehr zusammen..... und weiter geht es mit einer Ecke für den Club. Aber diese kann in kein Tor umgemünzt werden. Doch der Ball landet bei Mintal, welcher schön in den freien Raum auf Ludvigsen spielt und dieser zieht ab..... ohrenbetäubender Torjubel unter den Club-Anhängern, begleitet durch gellendes Pfeifkonzert der Freiburg-Fans, welches dem Linienrichter gilt.......

Ludvigsen stand wirklich sehr weit vorne und auch Freiburgs sonst eher ruhige Trainerin hielt es nicht auf der Bank und sie spurtete zum Linienrichter. Jansen eilte seinem Kollegen zur Hilfe und verteidigte die Entscheidung. Auch die zwei Wiederholungen brachten keine klaren Bilder. Die einizige Kamera, die diese Szene wohl hätte aufklären können wurde durch das Gestampfe eines gewichtigen Düsseldorfers zerstört. Nach dem schon das Tor der Freiburger sehr nach Abseits roch, war dieses eine eigenlichtlich sehr klare Angelegenheit. Wollte das Schiedsrichtergespann eine Fehlentscheidung wieder gutmachen? Oder gab es etwa geheime Anrufe während der Unterbrechungspause?
Die Stimmung im Stadion war jedenfalls sehr gereizt. Jede Entscheidung das Schiris wurde besonders unter die Lupe genommen, doch dieser ließ sich nich irritieren und behielt das Spiel einigermaßen unter Kontrolle.
Nach der Druckphase der Nürnberger und dem 1:2 fingen sich die Freiburger ein wenig und Nürnberg war ganz klar auf Ergebnis halten aus. Und das klappte auch ziemlich gut, die Hintermannschaft der Franken stand sicher und immer wieder gab es schnelle Konter über die Außenbahn, die das Freiburger Mittelfeld ein ums andere mal schlecht aussehen ließen.

Doch Schiedsrichter Jansen erlöste die Franken vorerst mit seinem Pfiff und es wurde zum Pausentee gebeten. Diesen genoss man zusammen mit den angereisten Fortuna-Fans unter Calmunds Schirmherrschaft. Nach leichter Verspätung der Spieler konnte die die 2. Hälfte angepfiffen werden. Freiburg mit neuem Mut nun noch druckvoller, doch vorerst hielten die Abwehrreihen des Clubs dicht... doch nach vorne machte sich in diesem Moment Ideenlosigkeit beim FCN breit und es gelang nicht mehr viel, was auch am starken Pressingspiel der Freiburger lag.....


-> hier tüftelte Trainerin Sauter die weitere Vorgehensweise ihrer Mannschaft in Hälfte 2 aus. In Fachkreisen wird nur immer noch gerätselt, welche Taschentuch-Marke ihr diesen Erfolg beschert ;-).


Zwar waren die Freiburger nun optisch überlegen, heraus sprang nicht so viel. Zu selten wurde der Abschluss gesucht, keine traute sich recht die Verantwortung zu übernehmen. Die Fans skandierten "schießen Freiburg schießen!" doch nichts tat sich. Sellimi war der einzige Freiburger, der ansatzweise für Torgefahr sorgte. Nach einem Spaziergang durch die Nürnberger Abwehr war der Winkel allerdings zu spitz und Pröll konnte seinen Schuss noch abwehren. Kobiashvili machte sich schon auf dem Weg zum Eckpfosten, doch der Linienrichter entschied auf Abstoß. Dies beruhigte nicht wirklich das Heimpublikum und die Pfiffe wurden immer lauter. 70 Minuten gespielt und immer noch lag die eigene Mannschaft hinten. Nach kurzer Zeit entschloss man man sich jedoch den Schiedsrichter in Ruhe zu lassen, sein Auto brannte schon zum 50. mal und ganz Freiburg wusste langsam, dass der Mann in schwarz ein Skandal war. So wurde sich nun wieder auf das Anfeuern des eigenen Teams konzentriert. Und das fasste nun endlich Mut. Ein Kopfball von Iashvili nach einer Flanke von Riether konnte zwar noch von einem Nürnberger abgewehrt werden, doch der Ball landetet wieder bei einem Freiburger, natürlich bei Sellimi. Dieser sah, dass Pröll in der rechten Ecke lag und konnte so den Ball im quasi leeren Tor versenken. Aber was machte der der Nürnberger Hintermann?

Dies fragten sich die Verantwortlichen beim Club auch in diesem Moment. Scheinbar hatte Pröll von dem frisch aus Düsseldorf importierten Tee etwas zu viel genossen, denn er beteuerte nach dem Spiel, dass er sicher war der Ball würde bereits Sekunden vorher im linken Eck einschlagen. Vieleicht lag es aber auch die leicht bekleideten Fortuna-Fans, welche zwar nun nicht mehr auf dem Spielfeld standen, dafür aber direkt hinter seinem Tor. So richtig wusste er es wohl selber nicht mehr. Auf jeden Fall bedeutete dies den unvermeidlichen Ausgleich. Die letzten 10 Minuten des Spiels versuchten noch mal beide Teams alles um den Sieg für sich einzufahren, doch die Folge war wohl eher ein neutralisieren beider Angriffsbemühungen. So blieb es dann letztendlich beim wohl gerechten Unentschieden im Dreisamstadion.
Nach dem Spiel feierten die Gruppierungen beider Fans zusammen mit den Karnevalisten aus Düsseldorf ein freudiges Fest…. Und wenn sie nicht gestolpert sind, dann feiern sie noch heute….


by Vera & Osiris
Kommentare (10)
helau!!! ;-)
Someg · 31.05.2005 10:24 Uhr
helau!!! ;-)
Someg · 31.05.2005 10:24 Uhr
Mehr davon :-)
? · 31.05.2005 14:03 Uhr
Mehr davon :-)
? · 31.05.2005 14:03 Uhr
helau!!! helau!!!

Bitte, suzu ;-)
Someg · 02.06.2005 18:28 Uhr
helau!!! helau!!!

Bitte, suzu ;-)
Someg · 02.06.2005 18:28 Uhr
Sei froh, dass er nich "Kölle alaaf" oder ähnliches verlauten lies. Aber, wenn ich mirs jetzt soo richtig überlege, du als zukünftiger Kölner... ich glaube so langsam komme ich dem auf die Schliche, wieso man es dir nicht gestattet weiterhin die Fortuna aus Düsseldorf zu coachen. Ich meine, dass der Trainer von sich aus geht bei sowas ist normale Praxis!

Die Gerüchteküche brodelt ;-)
Osiris · 02.06.2005 22:14 Uhr
Sei froh, dass er nich "Kölle alaaf" oder ähnliches verlauten lies. Aber, wenn ich mirs jetzt soo richtig überlege, du als zukünftiger Kölner... ich glaube so langsam komme ich dem auf die Schliche, wieso man es dir nicht gestattet weiterhin die Fortuna aus Düsseldorf zu coachen. Ich meine, dass der Trainer von sich aus geht bei sowas ist normale Praxis!

Die Gerüchteküche brodelt ;-)
Osiris · 02.06.2005 22:14 Uhr
Naja, ich bin schließlich auch von der Kölner Fortuna zur Düsseldorfer gewechselt (wenn auch indirekt über Chemnitz) und habe nie meine Vorliebe fürs Pascha verheimlicht ;-)
Someg · 02.06.2005 23:03 Uhr
Naja, ich bin schließlich auch von der Kölner Fortuna zur Düsseldorfer gewechselt (wenn auch indirekt über Chemnitz) und habe nie meine Vorliebe fürs Pascha verheimlicht ;-)
Someg · 02.06.2005 23:03 Uhr