Regionalliga Nord · 18. Spieltag
22.06.2006
Sachsen
2 : 1
Osna
Elli 22.06. Rubberduck
4.500 Zuschauer
Torschützen
Sachsen
  • Duschka 1
Osna
  • Eigentor 1
  • Sonck 1
Spielbericht
Osnabrück schlägt sich selber


Leipzig. - Zum Rückrundenauftakt in der Regio-Nord empfing die Mannschaft von Sachsen Leipzig den VfL Osnabrück.Trainer Wegener dümpelt mit seinem Team auf Platz 12 der Tabelle und braucht zur Zeit jeden Punkt um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Dementsprechend motiviert gingen die Gäste auch in die Partie.
Sein Gegenüber Ellinghaus kann da schon gelassener auftreten. Sieben Punkte zum Aufstiegsplatz sind zwar eine Masse Holz, aber 30 Punkte zu diesem Zeitpunkt dürften reichen, um sich mit Abstiegssorgen gar nicht erst beschäftigen zu müssen.

Beide Mannschaften begannen verhalten. Osnabrück suchte immer wieder die Außenbahnen, während Leipzig mit langen Bällen in die Spitze agierte. Beides war zunächst nicht von Erfolg gekrönt. Bei Sachsen hatte die Innenverteidigung um Conte einen starken Tag erwischt und köpfte alle Flanken problemlos aus dem Gefahrenbereich. Die Defensive der Gäste hatte aber ebensowenig Schwierigkeiten den Ball nach langer Flugbahn für sich zu gewinnen.

So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe erstmals Gefahr vor einem der beiden Tore aufkam. Grozavu hatte sich am linken Flügel eingeschaltet, leitete den Ball weiter auf Walbröhl und der spielte Duschka herrlich am linken Strafraumeck frei. Der Stürmer zog ab, traf die Beine eines gegnerischen Vertedigers und von dort wurde der Ball unhaltbar für Spago ins kurze Eck abgefälscht.

Osnabrück ließ sich jedoch nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Ihre Angriffsbemühungen nahmen jetzt zu. Doch die Flankenläufe der beiden Außenstürmer blieben weiterhin wirkungslos.
10 Minuten vor der Pause änderte Osnabrücks Nigerianer Onwuzuruike die Strategie und zog aus der zweiten Reihe ab. Rott reagierte glänzend und wehrte den Ball ab. Doch Sonck reagierte am schnellsten und schob den Ball vorbei am geschlagenen Keeper zum Ausgleich über die Linie.

1:1 war auch der Pausenstand. Das Spiel im ersten Durchgang war recht ausgeglichen gewesen. Obwohl die Gäste etwas mehr Spielanteile gehabt hatten und Leipzig eher über Konter agiert hatte, kamen beide Mannschaften zu einer ähnlichen Zahl von Torchancen.

Im zweiten Durchgang setzte sich diese Tendenz fort. Osnabück gewann zwar mehr Zweikämpfe im Mittelfeld, doch konnte sich zu selten am gegnerischen Strafraum durchsetzen.
Mitte der zweiten Hälfte hatte Osnabrück seine vielleicht größte Chance auf den Führungstreffer. Nach einem Schuss aus der zweiten Reihe brachte Rott gerade noch die Fäuste hoch und der Ball ging wie eine Kerze hoch im Fünf-Meter-Raum. Sonck stürzte zum Ball, doch Conte war im letzten Moment zur Stelle und drosch die Kugel von der Linie.

Eine Punkteteilung wäre zu diesem Zeitpunkt wohl das Mindeste gewsen, was Coach Wegeners Elf sich verdient hatte, doch wie so oft im Fußball kam es anders. Eine gute Viertelstunde vor Ende startete Leipzig einen ihrer gefürchteten Konter. Der Ball kam im Strafraum in Richtung Agali, der versuchte den Ball aufs Tor zu bringen. Doch Luecke, der linke Verteidiger der Osnabrücker, kam eher an das Leder und haute die Kugel
aus wenigen Metern unhaltbar für Spago unter die Latte ins Tor.

Den Rest der Spielzeit verwalteten die Sachsen das Ergebnis souverän und kamen damit zu ihren ersten 3 Punkten in der Rückrunde.

Coach Ellinghaus nach dem Spiel: "Was für ein Hühnerhaufen! Schlechte Vorbereitungg hin oder her, das war gar nichts. Hätten die Osnabrücker heute nicht drei Tore gemacht, hätten wir das Spiel nicht gewinnen können. Mein Beileid gilt deshalb unserem fairen Gegner."

Trainer Wegener fasste das ganze in einem Wort zusammen: "Deprimierend!"




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