Regionalliga Nord · 12. Spieltag
08.10.2003
Fortuna
2 : 1
96
Someg 08.10. Urlauber
30.600 Zuschauer
Torschützen
Fortuna
  • Marotta 2
96
  • Simak 1
Spielbericht
Niemand hatte mehr an dieses Spiel geglaubt und auch in der Tabelle war das Spiel bereits mit 3:0 am grünen Tisch entschieden worden, doch da allen Beteiligten eine sportliche Lösung lieber war, fand nun anderthalb Monate nach Spieltermin der 12. Spieltag statt. Um so ambitionierter gingen die Teams ins Spiel, wollte die Fortuna doch nicht die "sicheren" drei Punkte abgeben und gerade diese strebten die niedersächsischen Gäste an. Unbeschreiblich der Jubel des Publikums im ausverkauften Paul-Janes-Stadion, rechneten die Zuschauer doch auch nicht mehr mit einer Gegenleistung für ihr Eintrittsgeld und als Düsseldorf den Ball in den eigenen Reihen nach vorne zu spielen versuchte, zeigte sich der Einsatzwillen beider Teams. Um jeden Ball wurde gekämpft, so dass es erst in der 14. Spielminute zur ersten Torchance kam. Piero Marotta wurde vor der Strafraumgrenze angespielt, lief auf den Torsteher der Gäste zu, zieht ab und ballert den Ball an den linken Pfosten, von wo er im Aus landet. Doch diese Szene war richtungsweisend. In der Folgezeit erarbeiteten die Gastgeber sich ein leichtes Übergewicht und kam zu zwei, drei weiteren großen Chancen, die meist glänzend pariert wurden und gegen Ende der Halbzeit wiederum am Pfosten landete; diesmal am rechten. Gegen Ende der Hälfte wurde dann Hannover wieder stärker und kam zu Schussgelegenheiten, doch gelang es ihnen nicht, den Verlauf der ersten Hälfte auf den Kopf zu stellen. Die zweite Halbzeit begann wieder mit einem offenen Mittelfeldkampf. Der Ball ging hin und her, doch niemand vollbrachte ein Tor. In der 63. Minute kam Luiz Firminho Emerson über die rechte Angriffsseite der Düsseldorfer, der Gästetorsteher kam ihm entgegen, der Ball landet beim ausserhalb des Strafraums plazierten Piero Marotta, der ihn ins linke untere Eck setzte. Die Erleichterung war den rheinischen Spielern aufs Gesicht geschrieben und nun galt es das Ergebnis zu halten. Das gelang zwar, doch nur etwa zwei Minuten. Da zappelte der Ball bereits hinter Torsteher Prostka, wo Jan Simak ihn hin befördert hatte. Volle Breitseite. Endlich gelang das Tor und sofort fiel der Gegentreffer. Das Spiel drohte zu kippen. Nun kam Hannover deutlich auf. Wieder und wieder fanden lange Pässe auf den Aussen ihren Adressaten, doch meist konnten die Angriffe mehr oder minder in letzter Sekunde abgefangen werden. In der 83. Minute kam wieder Emerson über die rechte Seite, wurde von der Abwehr weit nach aussen getrieben, sah Piero Marotta hektisch winkend in den Strafraum eintauchen, spielte die Flanke und Marotta besorgte die wiederholte Führung. Nun warf Hannover alles nach vorne und Düsseldorf formierte die Abwehrreihen um nicht wieder den sofortigen Ausgleich hinnehmen zu müssen. Kurz vor Ende kann die Verteidigung einen weiteren Angriff über die linke Seite nur durch ein Foul bremsen. Freistoß aus 42 Metern, doch die Chance verpufft. Abstoß von Prostka zum eigenen Mann, der ihn sofort wieder an einen Gegner verliert, doch dieser ist über den Ballbesitz derartig überrascht, dass er das Rund auf die Tribüne zimmert. Nach dem Einwurf sofort der Abpfiff. Bach dem Spiel gratulierte der Gästecoach zum Sieg und gab folgende Stellungnahme ab: "Ich bin zufrieden, was unsere Defensive angeht, allerdings muss sich in der offensive was tun. Mit nur 3 Toren aus 3 Spielen können wir nicht zufrieden sein. Wir müssen uns jetzt nach unten orientieren und schauen, was wir aus unserer Situation noch machen können. Die Neuverpflichtungen hielten auch nicht das was wir uns von ihnen versprochen haben. Ich denke, dass wir langsam aber sicher, dass Leverkusen Syndrom bekommen, in den Keller rutschen und nicht mehr rauskommen. Man denkt man kann es, kann es aber doch nicht und so verliert man jedes Spiel..." Frank Götze zeigte sich nur bedingt zufrieden: "Über den Sieg freuen wir uns natürlich sehr, do wozu wären wir in der Lage, wenn wir all die Pfostentreffer einfach mal verwandelten;-) Ausserdem hätte der schnelle Gegentreffer nie fallen dürfen. Da war der Freudentaumel wohl noch nicht vorrüber. Jedenfalls konnte so die Hinrunde sportlich erfolgreich abgeschlossen werden." Die Statistik: 2:1 10:6 7:2 21:11 3:1 1:1 2:0 1:0 85:78 54:46
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