Regionalliga Nord · 23. Spieltag
08.03.2003Torschützen
Keine Tore
- Schmiedl 1
Spielbericht
Was sollte man von diesem Spiel erwarten? Die Gastgeber aus dem Erzgebirge hatte noch keine Partie in der Rückrunde bestritten, Düsseldorf brachte es bis dato zu einem Schnitt von 0,8 Toren/Ligaspiel. Not gegen Elend erwarteten die 4.000 zahlenden Zuschauer bereits vor dem Spiel und das Spiel liess keine Hoffnung offen. Befürchtete Thorsten Gersdorf vor dem Spiel noch ein Gemetzel der Rheinländer an seinem Team, wurde sehr schnell klar, dass beide Seiten an technischen oder taktischen Glanzpunkten nichts zu bieten hatten. Frank Götzes Kommentar nach 15 Minuten: "Das geht 0:0 aus!"
Wenn man ehrlich ist, war es auch ein typisches 0:0. Düsseldorf zwar bemüht, doch scheiterte immer wieder an Torsteher und Abwehr oder einfach dem eingenen, mangelnden Können. Das erklärt auch Frank Götzes Reaktion in der 40. Minute: "Ach nein, wieso treffen die nie!?!"
Dann ein verdutzter Augenblick, das gepeinigte Gesicht löste sich unsicher und dann die Bestätigung: Jörn Schmiedl, von den Fans liebevoll der "Pimmelskopp" genannt, hatte den Ball doch tatsächlich ins Netz gezirkelt. Unsagbare Freude bei den Gästefans, doch führte man auch bei früheren Spielen 1:0, was dann dennoch nicht zum Sieg führte.
So drehten die Gastgeber nach dem Rückstand sofort auf, was allerdings nur bis zum Torschuss aus 25 Metern führte und der Schiri pfiff aus Mitleid so schnell wie eben möglich zur Halbzeit.
Nach der Hälfte wurde das Spiel dann endgültig zum befürchteten Gebolze. Die Fortuna sichtlich nervös, Erzgebirge mit dem Zwang das Spiel in die Hand zu nehmen überfordert, prallte der Ball im Mittelfeld hin und her, landete mal im Aus oder die Torsteher stürzten aus den Kästen, um auch noch partizipiert zu werden und so plätscherte das Geschehen bis zum Niederrhein herunter, wo eigentlich niemand Notiz vom Abfpiff nahm.
Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient, ABER vielleicht sind die Punkt als ausgleichende Gerechtigkeit für anders Verlorene der Fortuna anzusehen.
Aues Trainer Thorsten Gersdorf war mit der Leistung seines Teams zufrieden, fast ein wenig überrascht ob der Leistung, hatte er doch Schlimmeres befürchtet. Sein Düsseldorfer Pendant brachte ihn in der Pressekonferenz auf den Boden der Tatsachen zurück indem er auf den desaströsen Leistungsstand seiner Schützlinge verwies.
Trainer Gersdorfs Sicht des Spiels:
"Nach dem Spiel bin ich schon ein wenig enttäuscht, mit einem mal etwas platzierterem Schuss haetten wir nen Punkt holen koennen.
Die Stürmer werden ne Sonderschicht im Training machen.
Lob an unseren Goalie Hahnel.
Er hat uns vor höherem Rückstand mit guten Paraden gerettet.
Wir sehen trotz des hohen Rückstands mit Optimismus in die Zukunft."
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