Regionalliga Nord · 11. Spieltag
16.03.20124.000 Zuschauer
Torschützen
Sparta - Hartmann 1
- Meyer 2
Halle - Kucukovic 1
Spielbericht
Göttingen beendet Negativserie
Sieben Spiele ohne Sieg sind genug. Dies dachte sich auch die Mannschaft von Sparta Göttingen und holte mit einem beherzten Auftritt endlich wieder einmal drei Punkte. Punktlos hingegen - dafür mit drei Gegentreffern im Gepäckraum des Mannschaftsbusses - wurde die Delegation des Halleschen FC wieder auf die A 38 geschickt.
In der ersten Halbzeit hätte man die Göttinger Spielfeldhälfte getrost auch hochklappen können, fand doch ein Spiel quasi auf ein Tor, jenes der Gäste, statt. Umso bemerkenswerter, dass diese dennoch einen Treffer zu ihren Gunsten verzeichnen konnten und zwar durch Kucukovic (21.), der damit Meyers Kopfballtreffer zum hochverdienten 1:0 (20.) postwendend ausglich.
Sparta lies sich davon nicht beeindrucken - zumindest nicht bis zum Torabschluss. Wahlweise das Aluminium oder die Göttinger Stürmer selbst verhinderten den möglichen 4:1-Pausenstand. So begnügte man sich mit einem 2:1, welches abermals durch Meyer erzielt wurde (32.), dies allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position.
In der zweiten Halbzeit änderte sich vieles - zu vieles aus Sicht der Gastgeber. Vom bis dahin haushoch überlegen geführten Spiel war nicht mehr viel übrig, und plötzlich kamen auch die Gäste zu einigen äußerst gefährlichen Situationen vor des Gegners Tor. Die Kräfteverhältnisse aus dem ersten Durchgang konnten jedoch letztlich nicht egalisiert werden. Gegen müder werdende Hallenser gelang schließlich Hartmann mit dem 3:1 der Schlusspunkt (79.). Auch bei diesem Treffer reklamierten die Gäste eine Abseitsposition - dies bereits, während das Spiel weiterlief. Statt Hände in die Höhe zu recken wäre die Variante "Beine in die Hand nehmen" wohl die bessere Wahl gewesen, um die Entscheidung zu verhindern.
Aus Gästesicht hatte somit die Niederlage noch einen faden Beigeschmack, die Spielsituationen ließen sich jedoch nicht anhand von TV-Bildern auflösen. Im Zweifel dann eben für den Angreifer, auch wenn diese Regel entgegen weit verbreiteter Meinung nirgends existiert.
Sirko Höpfner: "Wir hätten heut noch vier Stunden spielen können und ein vierter Offizielle hätte auch nicht geholfen. Zwei klare Abseitstore entscheiden das Spiel, zumindest von den Toren her. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen mit ein wenig Kleverness vor dem Tor wäre hier locker ein Auswärtspunkt drin. Doch im Abstiegskampf ist halt das Glück uns nicht hold."
Karsten Schröder: "Eine für andere Mannschaften normale Chancenverwertung in der ersten Halbzeit hätte wohl so manches Gespräch im Nachgang überflüssig gemacht. Wir sind froh um die drei Punkte und haben sie auch verdient."
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