Regionalliga Nord · 33. Spieltag
27.09.2011Torschützen
SCW - Eigentor 1
- Marotta 1
Spielbericht
| 27.09.2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Augen auf Fortuna R H E I N I S C H E P O S T Es interessiert Sie - wir berichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wiedenbrück setzt Leipzig unter Druck Der Tabellensiebte besiegt sich selbst Wiedenbrück - In der Fremde klettert Düsseldorf letztmalig in dieser Saison auf den zweiten Aufstiegsrang. Sie haben dafür weniger getan als das Ergebnis vermittelt, mehr jedoch als die Statistiken aussagen. Es begab sich so: ein fragwürdig heiterer Busfahrer namens Dr. Virgil Breetveld lenkte den Düsseldorfer Trümmer direkten Weges vom Rhein ins Niemandsland. Direkten Weges? Nein, zunächst stand ein feiner Umweg im Weg, der anhand französischer Verkehrsschilder behoben werden konnte. Mit minimaler Verzögerung landete man im Jahnstadion und es konnte zur Sache gehen. Die Gäste präsentierten sich der Anfahrtsschwierigkeiten zum Trotz erstaunlich unnervös, zogen vom Anstoß an ein überlegtes Spiel auf und suchten nach Lücken in der gegnerischen Defensive. Diese wäre allerdings nicht sieben Spiele zu Saisonbeginn gegentorlos geblieben, besäße sie nicht eine gewisse Qualität. Sie ließ Fortuna machen und wartete geduldig auf ihre Chance. Das verlief alles ausgesprochen erfolgsversprechend, wären nicht die dunklen Minuten angebrochen. Alle begann mit einem zu langen Pass der Düsseldorfer, den Tormann Lange durch geschicktes Entgegengehen in den Außenbezirken seines Strafraums aufnehmen konnte. Sein Abwurf zu Arslan war dahingehend unglücklich, dass sich der Mittelfeldmann bei der Annahme den Knöchel verstauchte. Verletzung, Altan Arslan, 34. Minute Es folgte tatsächlich eine Novität der Düsseldorfer Saison, vor allem erstmal kein Pfiff, Piero Marotta blickte noch einmal zum Schiedsrichter, doch er behielt die Pfeife unten, also nahm der Italiener den Ball auf, wurde vom weiter heraus stürzenden Lange an die rechte Außenbahn gedrängt, er suchte die Anspielstation im Zentrum, doch weit und breit nur heimisches schwarz blau, also ein Schussversuch von der Seitenlinie aus mehr als ungünstigem Winkel, der Ball nimmt sogar noch Effet auf vom Tor weg, konnte gar nicht mehr im Gehäuse landen, Verteidiger Kniat stürzte herbei das Unentschieden zu halten, der nächste Gegenspieler mindestens zwanzig Meter entfernt, dafür hatte Kniat kein Auge, fixiert das Spielgerät, holt es am Fünfer herunter und stürmt über die Torlinie wie ein Pfohlen am ersten Frühlingstag. 0:1, Michel Kniat, 35. Minute Der Jubel hielt sich bedeckt. Niemand wollte dem untröstlichen Innenverteidiger auch noch ins Gesicht lachen und so trabten die Fortunan zum Mittelkreis. Die Heimelf deutlich angeschlagen. Düsseldorf setzte nach, wollte das Momentum nutzen und sie nutzten. Man möchte es gar nicht erwähnen doch es war erneut Kniat der den Treffer einleitete. Es ist schwer zu sagen, was er in seinem Blackout eigentlich vorhatte. An der eigenen Strafraumgrenze erhielt er den Ball, bedrängt von Marotta, beide stochern, wollte Kniat den Rückpass spielen? Der Ball rollt Richtung Fünfer, Lange muss kommen, Marotta kommt zuerst dran, der Ball ist im Netz. 0:2, Piero Marotta, 38. Minute Die Gastgeber konnten dem neutralen Zuschauer nur leid tun. Düsseldorfer jedoch bejubelten das zweite Tor für das erste noch mit. Der wichtige, dritte Tabellenrang schien sicher. Die Führung brachte man in die Pause. Ein erstaunlicher Fakt am Rand: Zur Halbzeit standen für die Gäste fünf Schüsse zu Buche, was einer mehr ist als nach 90 Minuten. So viel zur Aussagekraft der unglaublich einseitigen Statistik. Denn auch die zweite Hälfte stand zunächst unter Kontrolle der Fortuna. Sie spielten gut um und in den Sechzehner, im Abschluss kam gerne noch ein Bein dazwischen. Vielleicht schlich sich auch Herr Schlendrian ein. Wie so oft kam in den zweiten 45 Minuten Wiedenbrück mehr und mehr. Doch das Spiel, das durch düstere Minuten vorentschieden worden war, sollte aus Perspektive der Hausherren nicht sonniger werden. Tatsächlich trafen die Stürmer noch zwei Mal den Pfosten, der Ball prallte auch nach innen weg, doch nicht über die Torlinie. Auch ein Hammer aus über 30 Metern konnte nur unter Aufbietung all seiner Zentimeter Kirschbaum zur Ecke lenken. Angesichts der letzten halben Stunde muss man von einem glücklichen Erfolg des Aufstiegsaspiranten sprechen, durch viel Einsatz wohl verdient, doch nicht souverän beendet. Es gab auch diverse Chancen zum 0:3, doch da wirkte die Offensive unkreativ verspielt. Als der Pfiff das Spiel beschloss, herrschte große Ratlosigkeit. Was ist dieser Sieg Wert außer 75.000 Siegprämie? Wiedenbrück hätte mit dem Ergebnis vermutlich leben können, wäre da nicht die unglaublich ungerechte Entstehung der Tore. Die Düsseldorfer verabschieden sich hiermit von der 13. Saison, Origin sagt 14,03% installiert, mit Stimmen vom Spiel verabschieden wir uns ins Funkhaus: Jens Bendixen (Wiedenbrück): "Das war heute einfach nicht unser Spiel. Erst das Eigentor und dann verhält sich der Verteidiger wie ein Amateur. Und dann bekommen die Stürmer den Ball nicht ins Tor." Frank Götze (Fortuna): "Nach dem Spiel habe ich mich bei meinem Kollegen erstmal für den Sieg bedankt. Das hätte eine ganz haarige Angelegenheit werden können, doch zu Saisonende hat uns die Fortuna wiederentdeckt. Vielleicht nicht zu spät. Ich möchte mich so oder so bedanken bei der Ligaleitung, all meinen Trainerkollegen und der versammelten Expertenschaft für eine spannende, faire Saison wie eine Achterbahnfahrt. Ein besonderer Gruß geht natürlich nach Erfurt." | Statistiken:
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Noten Wiedenbrück: Noten Fortuna:![]() ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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