Regionalliga Nord · 8. Spieltag
15.03.2011Torschützen
Erfurt Keine Tore
- Christensen 1
Spielbericht
| 15.03.2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Augen auf Fortuna R H E I N I S C H E P O S T Es interessiert Sie - wir berichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Duell der Defensiven Torarm, schnell, variantenreich Erfurt - Wenn man bei einer Mannschaft von einem verkorksten Saisonstart sprechen kann, handelt es sich um die Rot-Weißen aus Erfurt. Finanziell waren die Lichter bereits aus, bevor Andreas Seiffert sein Amt überhaupt antreten konnte, da die Spielzeit eigentlich Uwe. B. vorgesehen gewesen war. Herr Seiffert stand vor einem Trümmerhaufen. Am siebsten Spieltag war noch keine Partie bestritten, das Konto steht tief im Minus und die Prognose kündigt von noch größerem Unheil. Die Mannschaft wirkt unausgeglichen zusammengesetzt, durchsetzt mit alternden Stars, die ihre Pfründe nur widerwillig durch Leistung verdienen. Herr Seiffert kann eigentlich nur gewinnen. Siegprämien würden auch seinem Verein sehr gut tun. So ist das Weiterkommen im VDFB-Pokal gegen VfR Neumünster überlebenswichtig und auch in der Liga sollten die Sponsoren so viel Geld wie möglich ausschütten müssen. Zu diesem Zweck hatten sich die Erfurter Fortuna Düsseldorf ins Steigerwaldstadion geladen. Wenn der Elfte beim Dreizehnten antritt, gibt es keinen Favoriten. Ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse könnte eher für die Hausherren sprechen, da sie ein unglaubliches Startprogramm zu absolvieren hatten und das innerhalb einer Woche mit einem bis dahin unbekannten Team recht positiv zu gestalten wussten. Düsseldorf nicht Fleisch nicht Fisch scheint noch sehr mit sich selbst beschäftigt, wollte hier selbstverständlich ein Zeichen setzen und den Trend nach oben begründen. Die erste Halbzeit ist recht schnell erzählt. Die Gäste machten das Spiel, Erfurt igelte sich am eigenen geschickt Sechzehner ein, immer auf der Lauer nach dem Konter, doch nicht ein einziges Mal konnten sie in Halbzeit eins einen Angriff entfachen. Marvin Matip wuchs heute über sich hinaus, installierte einen Passabfangschirm bereits in des Gegners Hälfte. Doch es dauerte bis kurz vor den Pauenpfiff, dass sich David Alaba auf der linken Seite durchsetzen und eine Maßflanke an den Fünfmeterraum zirkeln konnte, wo Christensen Mühelos einköpfte. 0:1, Kim Christensen, 45. Spielminute Im direkten Anschluss, manch unachtsamer Zuschauer mag es für die Wiederholung des TReffers gehalten haben, duplizierte sich das Ereignis, nur dieses Mal landete der Kopfball über der Latte und der Schiri pfiff zum Pause. Diese Pause nutzte Andreas Seiffert um die Einstellung seiner Mannschaft den Gegebenheiten anzupassen und das mit Erfolg. Die zweite Spielhälfte verlief ausgeglichener, Erfurt kam zu vereinzelten Chancen, konnte dennoch effektiv Konter verhindern, ABER Düsseldorf warf neben der individuellen Klasse einen Batzen Erfahrung in die Waagschale und spielte im Endeffekt recht ungefährdert den knappen Vorsprung heim. Insgesamt sahen die 4.500 Zuschauer ein niveauvolles, nicht höchstklassiges Spiel, in dem die Gastgeber mit etwas mehr Mut durchaus hätten punkten (oder richtig untergehen) können. Erfurt sollte man nicht abschreiben. Der Abstiegskampf sollte angesichts des Spielplans eigentlich kein Thema sein. Die Trainer nach dem Spiel. Andreas Seiffert (Erfurt): " hart umkämpfter sieg für düsseldorf! doch wir sollten endlich anfangen erfolge zu feiern sonst zieht das schlecht aus! gw nach düsseldorf" Frank Götze (Fortuna): "Das war heute ein schwer erarbeiteter Sieg. Langsam erlangen wir Trittsicherheit und über diese werden wir auch wieder mehr Leichtigkeit ins Spiel bekommen. Wir haben noch weitestgehend uninspiriert agiert, mit einem Auge immer auf Sicherheit gelinst. Herrn Seiffert wünsche ich viel Erfolg beim Umbau seiner Mannschaft und dem vor der Saison für unmöglich gehaltenen Klassenerhalt." | Statistiken:
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