Regionalliga Nord · 33. Spieltag
10.09.2010
VfR
1 : 4
Fortuna
CSchuelling 10.09. Someg
9.500 Zuschauer
Torschützen
VfR
Keine Tore
Fortuna
  • Eigentor 1
  • Zellner 1
  • Marotta 1
  • Christensen 2
Spielbericht

  10.09.2010

Augen auf Fortuna


R H E I N I S C H E  P O S T
Es interessiert Sie - wir berichten
 
Eine Sekunde vor dem Jubel,
Piero Marotta


200
Für die Meisten ging es um fast nichts, für einen um viel


Neumünster -Die Gastgeber benötigen Tabellenrang neun, die Gäste denselbigen. Beide waren bereits vor der Partie sicher, so dass sehr wenig auf dem Spiel stand. Dennoch scharrte ein Akteur mit den Hufen. Düsseldorfs ewiger Rekordtorschütze war hoch motiviert als allererstester Düsseldorfer Spieler überhaupt die 200-Tore-Marke zu durchbrechen. Alle für die Fortuna.

Ein trockener Frühherbstabend in Neumünster sollte eine überraschend ereignisreiche Partie begleiten. Beide Mannschaften begannen engagiert. Christian Meyer, Schlussmann der Gastgeber, sorgte nach sechs Minuten für die erste Großchance, als er ein Zuspiel auf Sinkala aufreizend lässig mit dem linken Außenrist versuchte, Marotta damit das Tor auf dem Silbertablett servierte, doch Herr Marotta greift nur bei Gold oder Schildpatt zu, weswegen er den Abschluss aus zehn Metern über das Tor setzte.

In der Folge wirkte Neumünster ein wenig gehemmt im Spielaufbau, vier Mal landete ein Pass noch in der eigenen Hälfte beim Gegner, doch die Defensive stand sicher und ließ keine Chance zu. Der fünfte Versuch brachte den ersten Torschuss der Hausherren, doch Löning schoß Kirschbaum von der Strafraumgrenze höchstens warm.

Fünf Minuten später machte er es besser, drang in den Strafraum ein, doch sein Schuss aus spitzem Winkel wurde vom Düsseldorfer Torsteher zur Ecke geklärt. Diese fand Meusch an der Strafraumgrenze. Anstatt eines Hammers probierte er einen gezielten Kopfstoß, der keine Herausforderung für Kirschbaum darstellte. Doch die Hausherren waren nun im Spiel.

Vier Minuten später tanzte Benyamina an der Eckfahne, brachte eine lange Flanke, die Okle mit einem Kopfball über das Gehäuse ungenügend verwertete. Der direkte Gegenzug offenbarte Lücken in der aufgerückten Abwehr, doch anstatt seine Schnelligkeit durch die Mitte auszuspielen, gibt Marotta den Ball auf den Flügel, Zellners Flanke landet bei Marotta, doch eh er den Ball unter Kontrolle bekommt, hat Meyer ihn sicher.

Das Spiel war nun offen, ansehnliche Kombinationen gab es beidseitig, doch keine führte zu konkreten Möglichkeiten. Hier ein Schuss aus der zweiten Reihe, da ein Kopfball ohne Präzision oder genügend Schub. Kein Team kann sich bis zur Halbzeit in den Vordergrund spielen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem überhasteten Fernschuss Munteanus. Die Gäste kamen deutlich energischer aus der Pause. Zellner setzt sich auf der rechten Angriffsseite durch, schlägt eine laue Flanke in die Mitte, Majstorovic legt seine ganze Energie und Aufmerksamkeit auf das Weghalten Marottas, anstatt dem Ball auch nur einen Schritt entgegen zu gehen, als der Italiener an ihm vorbei zieht dreht er ab statt nachzusetzen, Marotta fixiert den Ball, sein Instinkt sagt ihm, wo Tor und dazugehöriger Wart stehen, Drehschuss, Flatterball, Tor. TOR! TOR 200!!!  0:1, Piero Marotta, 49. Minute


Statistiken:

    
 
Treffer
1
4
Torvorlagen
0
4
Schüsse
9
14
Torschüsse
1
12
Schussgenauigkeit
11%
85%
Grätschen
6
17
Schnabel Statistik
0
1
Kartons
0
0
Ecken
3
3
Abseits
1
1
Ballbesitz
56%44%
Steilpässe
1
10
Kurzpässe
90
89
Lange Pässe
5
10
Pässe in %
80%79%
Freistöße
0
0
Elfmeter
0
0
Erfolgreiche Tricks 
1
0  
 Nun ging es hoch her. Kurz nach der Führung nimmt Marotta eine Flanke direkt, brachial auf die Mitte, so dass Meyer zwar nicht reagieren doch den Schuss zur Ecke lenken konnte. Diese missriet zu kurz, Zellner köpft aus spitzem Winkel lasch, doch was geschieht mit Stürmern im eigenen Strafraum? Löning behindert seinen eigenen Torwart, lenkt den Ball sogar noch mit dem Rücken selber ins Tor. 0:2, Tobias Zellner, 57. Minute

Dem nicht genug. Drei Minuten später geschieht der Torwartfehler auf der anderen Seite; allerdings ohne Bedrängnis. Welch katastrophaler Blackout, der das Spiel nochmal kippen lassen konnte. 1:2, Thorsten Kirschbaum (ET), 60. Minute

Nur neun Stationen brauchen die Gäste, den alten Abstand wieder herzustellen. 1:3, Kim Christensen, 62. Minute

Neumünster reagierte angestachelt. Mehrere gute Schussmöglichkeiten wurden gekrönt von Löning, der frei stehend vom Elfer den Ball am Pfosten vorbei schob. Es war einfach nicht sein Tag. Kurz darauf findet Christensen die Lücke in der Abwehr, sticht hinein, Marotta spielt den Pass und der Ball ist im Tor. 1:4, Kim Christensen, 76. Minute

Gelutschter war nie ein Drops in der Geschichte des Dropslutschens. Düsseldorf ließ in Ballbesitz ebendiesen laufen und auch die Gegner, denen man die physische wie psychsische Müdigkeit nun deutlich anmerkte. Dennoch gaben sie nicht auf, einen weiteren Treffer zu markieren und kämpften bis zum Abpfiff.

Nach dem Spiel musste Christian Schülling leider direkt zu einem medizinischen Notfall. Frank Götze stand der Presse zur Verfügung:

Frank Götze (Fortuna): "Eine nette Partie, entschieden durch das größere individuelle Potential in der zweiten Halbzeit. Ich wünsche dem Neumünsteraner Betreuerstab gute Besserung und der Mannschaft ein schönes Saisonfinale gegen Osnabrück."
 
 

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