Regionalliga Nord · 29. Spieltag
11.08.2010Torschützen
- Munteanu 1
- Marotta 2
Sachsen - Helmes 1
Spielbericht
| 11.08.2010 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Augen auf Fortuna R H E I N I S C H E P O S T Es interessiert Sie - wir berichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Lässt die Gäste vom Dreier träumen, Patrick Helmes ![]() Er hält wie der Teufel und tanzt auch noch dabei, Tobias Rott ![]() Mit 175cm ein seltener Kopfballschütze, Piero Marotta | Kampf Aus dem Überschwemmungsgebiet waren die Sachsen nicht nur zum Deichbau angereist Düsseldorf - "Dann versuch ich mal die Mauer aufzubauen Tatsächlich verbrachte die Gästemannschaft vor dem Spiel derartig viel Zeit in der Kabine, dass man bereits einen Jetlag-bedingten Ausfall des Trainers befürchtet hatte, doch die herbei gerufenen Sanitäter fanden Elli wohlauf, während er gerade die Manndecker für die Düsseldorfer Verteidiger benannte. Tatsächlich tasteten sich beide Mannschaften vorsichtig ab, bis Helmes in der 7. Minute frei vor dem Düsseldorfer Tor auftaucht und Kirschbaum nur unter Aufwendung all seiner Extremitäten den Ball irgendwie vom Überqueren der Torlinie abzuhalten vermag. Wie oft in den vergangenen Spielen mangelte es der Fortuna an Präzision und so war ein eine symptomatische Szene, dass die nächste Chance von einem Düsseldorfer eingeleitet wurde. Einwurf auf Höhe des eigenen 16ers, dieser landete sauber beim Gegner in persona Gerritzen, Hereingabe auf Helmes, doch Boenig blockt den Schuss ab. Die Abwehr der Hausherren stand sich vermehrt selbst im Weg. Nach einem Einwurf der Ostdeutschen, können sich diese den Ball unbehelligt in Düsseldorfs Strafraum zuspielen, Flanke von Gerritzen auf Helmes, dieser kommt nur alibihaft von Alabi bedrängt im Fünfer zum Kopfball und lässt Kirschbaum gegen die Laufrichtung keine Chance. 0:1, Patrick Helmes, 21. Minute Die verdiente Führung riss den Gastgeber aus der Lethargie. Kurz nach dem Rückstand bekommt Marotta den Ball an der Strafraumgrenze zu langsam unter Kontrolle, so dass Conte klären konnte. Doch Düsseldorf setzte nach. Zwei Minuten später prüft Marotta Torsteher Rott von der Strafraumgrenze. Geklärt wird zur Ecke. Diese erreicht Zellner, dessen Druck hinter dem Ball nicht ausreicht Rott zu überwinden. Leipzig um Ruhe bemüht, doch Düsseldorf zwingt sie zu Fehlern. Dieses Mal kommt Marotta von links in den Strafraum, flankt auf den mitgelaufenen Munteanu und der hämmert den Ausgleich. 1:1, Vlad Munteanu, 33. Minute Nun beruhigten beide Seiten das Geschehen, so dass erst kurz vor der Pause Marotta von der Ecke des Fünfmeterraums an Rott scheiterte, der heute zu seinem Albtraum zu avancieren drohte. So ging der auffälligste Mann des Tages torlos in die Pause. Nach dem Wechsel gelangte Düsseldorf besser an die Kontrolle, doch erst inb der 52. gab es den Hauch einer Chance, als der herausstürzende Rott den Ball Zentimeter vor dem einschussbereiten Munteanu unter sich begrub. Es folgte die wohl entscheidende Szene der Partie. Blitzschnell schalten die Gastgeber von der Defensive in den Angriff. Leipzig hinten ungeordnet können das Zuspiel auf Marotta nicht verhindern, er dringt in den Strafraum ein, beinahe, denn Ioannou senst ihn nach allen Regeln der Schlachterkunst beinahe in ein Paralelluniversum. Rot, röter, am rötesten. Rote Karte, Oliver Ioannou, 59. Minute Der Freistoß auf der Kreislinie vor dem Strafraum wurde mehr als dilletantisch vergeben. Die Gäste dennoch geschockt. Die schnell reingerufenen Anweisungen des Trainers waren wohl noch nicht umgesetzt, so dass ein katastrophaler Fehlpass Levels gefolgt von einem Blackout Nessos Pitroipa von der Mittellinie an allein auf Rott zulaufen ließ. Dieser konnte Rott aussteigen lassen, legte sich den Ball jedoch zu weit vor und Gruszka machte die Fehler seiner Mitspieler wieder gut. Leipzig völlig von der Rolle, Düsseldorf in dieser Phase drückend überlegen. Drei Minuten später kommt Munteanu in den Strafraum, doch anstatt ein Pfund abzulassen, versucht er den einzig im Strafraum verbliebenen Verteidiger auszuspielen, blieb an Conte hängen. Vier Minuten später wieder Munteanu, schießt aus 10 Metern am langen Pfosten vorbei. Die Fahrlässigkeit der Gastgeber tobte. Doch im direkten Gegenzug stand auf einmal Helmes frei vor Kirschbaum, kann den Spielverlauf auf den Kopf stellen, visiert das lange Eck flach an, schießt, doch Kirschbaums linke Faust saust raus und lenkte den Ball am Kasten vorbei. Die anschließende Ecke führte zu einem blitzblanken Konter, doch Marotta, anstatt zentral den Abschluss zu suchen, spielt Demel auf der Außenbahn an, dieser flankt fragwürdig und wieder flattert eine vertane Chance in den Himmel. Die Gäste versuchen den Punkt über die Zeit zu retten, doch deutlich machte sich die Ermüdung ob der zahlenmäßigen Unterlegenheit bemerkbar. Marotta versucht die Flanke auf Christensen, doch bleibt an Levels hängen. Der Befreiungsschlag wird direkt wieder nach vorne gespielt, Christensen hat viel Zeit für sein Zuspiel, trifft Marotta auf den Fuß, Schuss, Tor. 2:1, Piero Marotta, 84. Minute Erleichterung in Reihen der Düsseldorfer. Allerdings hatte man zu viele Punkte in letzter Zeit kurz vor Ende weggeben, also mussten sich nochmal alle konzentrieren. Leipzig versuchte noch einmal alles, doch sie waren geschlagen. Demel bringt die Flanke von links, Munteanu scheitert mal wieder am überragenden Rott, der Ball fliegt als Bogenlampe in den Fünfer, Marotta macht gegen Fandrich auf fünf Meter Distanz zehn Meter gut und köpft den Ball rein. 3:1, Piero Marotta, 90. Minute Ein unnötiger Genickschlag für die aufopferungsvollen Leipziger, die so nah an der Belohnung waren. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Der Schiri zeigte kein Erbarmen und ließ naaaaaachspielen. Marotta kam in fast identische Position wie beim 2:1, doch dieses Mal hörte der bezwungene Rott nicht Torjubel sondern Pfostenklatschen hinter sich. Das wäre des Guten wahrlich zu viel gewesen. Der Schlusspunkt einer nicht immer hochklassigen, doch stets spannenden Partie, aus der Düsseldorf als verdienter Sieger vom Platz ging. Die Trainer äußerten sich nach dem Spiel. Martin E. (Leipzig): "Wir laufen unserer Form leider etwas hinterher. Der Platzverweis war auch nicht gerade günstig. Bleibt nur, es in den nächsten Spielen besser zu machen." Frank Götze (Fortuna): "Leipzig hat uns heute wirklich alles abverlangt. Wenn sie außer Form sind, zeigt es ebenso unseren aktuellen Zustand. Ich denke, kein Zuschauer hat seine Anwesenheit bereut und so wollen wir diese Saison mit weiteren vier Fußballfesten positiv abschließen." | Statistiken:
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