Oberliga Nord · 34. Spieltag
17.09.2007
RWE
1 : 1
Meppen
jirrschi 17.09. Deafborusse
12.000 Zuschauer
Torschützen
RWE
  • Zinnow 1
Meppen
  • Delura 1
Spielbericht
Das Ende aller Träume?

Auch wenn es nur noch theoretische Möglichkeiten für einen Essener Abstieg gab, bezog die heutige Partie gegen den SV Meppen vor allem aus den Aufstiegsambitionen der Gäste ihre Brisanz. Für die Emsländer sollte Essen lediglich ein kurzer Zwischenhalt des Aufstiegsexpresses in Richtung Oberhausen, Köln und Mönchengladbach sein, wo man sich in der kommenden Saison gern als Gast sehen möchte.
Die ersten Minuten des Spiels sollten dieser Hoffnung auch weitere Nahrung geben, denn die Nordlichter waren es, die die ersten Akzente zu setzen vermochten. Nach einigen zaghaften Vorstößen in den Essener Strafraum war es ein Freistoß von der Strafraumecke, den Eismann im Essen Gehäuse entschärfen musste. Auf der Gegenseite ahndete der abermals solide Schiri Uwe Pilsmann ein Foul an Galluschka ebenso mit einem Freistoß. Galluschka, von Siebert mit einer Flanke in den Strafraum mustergültig bedient, scheiterte zwar am Meppener Schlussmann, Zinnow vollende aber den Abpraller mühelos. 1:0! Während bei den sichtlich geschockten Meppenern die Nervosität nun zunahm, besannen sich die Rot-Weißen ihr Ziel ja bereits erreicht zu haben und initiierten den einen oder anderen gefälligen Angriff, ohne dabei aber Gefahr auszustrahlen. Das Spiel plätscherte so dahin, bin in Minute 25 Essens Abwehr ihre obligatorische Auszeit nahm. Vor dem eigenen Sechszehner vertändelte Lense den Ball, Meppens Delura nahm das Gaschenk an, tankte sich in den 5m-Raum und drosch das Leder in die Maschen. Ausgleich 1:1.
RWE ließ sich aber wenig beirren und behielt auch in der Folgezeit seine defensive Grundausrichtung bei. Dass den Gästen dabei nur wenig Kreatives im Drang nach vorn einfiel, machte es der gut sortierten Essener Abwehr heute einfach. Auch mangelte es an der nötigen Präzision der Schüsse, denn lediglich 4 der 12 Schussversuche zielten auf das Essener Gehäuse. Dass RWE überhaupt nur drei Mal das Meppener Tor anvisierte, soll hier keine Erwähnung finden.
Auch als die Gäste in Hälfte zwei den Druck spürbar erhöhten, was sich in 65% Ballbesitz widerspiegelte, kam nichts Zählbares dabei raus. Am Ende schienen sie schier zu verzweifeln ob der Essener Defensivkünstler.
So blieb es am Ende beim Remis, was Meppens Trainer Spronk jäh aus allen Aufstiegsträumen riss und ihm die Sprache verschlug. "Tut mir leid, mir fehlen im Moment die Worte.", war ihm lediglich zu entlocken.

Essens Trainer Pabst nach dem Spiel:
"Ich habe heute meine Mannschaft aufopferungsvoll kämpfen sehen, schließlich wollten wir uns auch nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aussetzen. Nun verlange ich aber von meiner Mannschaft auch, dass sie sich im Spiel gegen Rheine nochmal genauso reinhängt. Ein Kasten Emsländer Premiumpils würde meine Jungs sicher noch ein wenig schneller laufen lassen... Sollte Meppen den Aufstieg nun tatsächlich doch nicht schaffen, haben sie ihn aber sicherlich nicht hier und heute verspielt. Ich wünsche ihnen alles Gute!"
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